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	<title>Kommentare zu: Train Notes &#8211; Langtexthinweis</title>
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		<title>Von: Volker Pantenburg</title>
		<link>http://newfilmkritik.de/archiv/2008-02/train-notes-langtexthinweis/comment-page-1/#comment-152</link>
		<dc:creator>Volker Pantenburg</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 04:29:25 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;In seiner ersten Nacht in Marfa weckten Niklas Kalf die Schreie der Züge. Töne, als schöben sie die Zeit vor sich her. Er starrte an die Decke seines Zimmers und wußte, der ganze risesige Himmel über der nachtschwarzen Prärie war der Echoraum dieser Schreie. Bis zu sechs gelbe Dieselmaschinen der Union Pacific ziehen die zweigeschossig mit Containern beladenen, kilometerlangen Waggonketten hinter sich her durch das Land. Sie sind Agenten der Weite. Wenn man ihnen zusieht, scheint der Raum sich vor ihrer Langsamkeit aufzufalten. Oft warten sie eine Stunde oder länger auf freier Strecke, auf ein Signal oder was auch immer, und in der Nacht nimmt ihr Rattern kein Ende, als teile die unendliche Kette der Wagen nicht nur den Ort, sondern das ganze Land bis zum Horizont und weiter ovn Ozean zu Ozean.&quot; [Thomas Hettche: Woraus wir gemacht sind, München: btb/Random House 2008, S. 74]

— ein spannendes, aber leider nicht besonders gut geschriebenes beziehungsweise nachlässig lektoriertes Buch. Warum in einem 2006 erstmalig erschienenen und vier Jahre zuvor spielenden Roman, der sich oft genug in der Attitüde sprachlicher Zeitgenossenschaft gefällt, eine Frau wahlweise &quot;geschürzte&quot; oder &quot;aufgeworfene&quot; Lippen haben soll, soll mir mal jemand erklären. Ein ungerechter Vergleich, aber ich musste an den treffenden &lt;a href=&quot;http://jungle-world.com/seiten/2008/05/11400.php&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Mosebach-Text&lt;/a&gt; in der Jungle World neulich denken —</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;In seiner ersten Nacht in Marfa weckten Niklas Kalf die Schreie der Züge. Töne, als schöben sie die Zeit vor sich her. Er starrte an die Decke seines Zimmers und wußte, der ganze risesige Himmel über der nachtschwarzen Prärie war der Echoraum dieser Schreie. Bis zu sechs gelbe Dieselmaschinen der Union Pacific ziehen die zweigeschossig mit Containern beladenen, kilometerlangen Waggonketten hinter sich her durch das Land. Sie sind Agenten der Weite. Wenn man ihnen zusieht, scheint der Raum sich vor ihrer Langsamkeit aufzufalten. Oft warten sie eine Stunde oder länger auf freier Strecke, auf ein Signal oder was auch immer, und in der Nacht nimmt ihr Rattern kein Ende, als teile die unendliche Kette der Wagen nicht nur den Ort, sondern das ganze Land bis zum Horizont und weiter ovn Ozean zu Ozean.&#8221; [Thomas Hettche: Woraus wir gemacht sind, München: btb/Random House 2008, S. 74]</p>
<p>— ein spannendes, aber leider nicht besonders gut geschriebenes beziehungsweise nachlässig lektoriertes Buch. Warum in einem 2006 erstmalig erschienenen und vier Jahre zuvor spielenden Roman, der sich oft genug in der Attitüde sprachlicher Zeitgenossenschaft gefällt, eine Frau wahlweise &#8220;geschürzte&#8221; oder &#8220;aufgeworfene&#8221; Lippen haben soll, soll mir mal jemand erklären. Ein ungerechter Vergleich, aber ich musste an den treffenden <a href="http://jungle-world.com/seiten/2008/05/11400.php" rel="nofollow">Mosebach-Text</a> in der Jungle World neulich denken —</p>
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		<title>Von: Volker Pantenburg</title>
		<link>http://newfilmkritik.de/archiv/2008-02/train-notes-langtexthinweis/comment-page-1/#comment-151</link>
		<dc:creator>Volker Pantenburg</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 09:58:57 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Bedwin dimmed the lights, so the screen was the sole glow, blue patterns playing across their faces and curling around the bottle of scotch. The film&#039;s characters, confusingly, both worked on trains and rode as passengers on trains frequently in their spare time. It had a strange lulling rhythm, alternating between urgency and languor. The many looming shots of trains, tracks, and tunnels had a documentary authority that tended to dwarf the actors, one of whom was not Spencer Tracy, another not Marilyn Monroe. Lucinda detected Bedwin murmuring along very softly with the dialogue. Bedwin had allowed her inside a moment as pure and private as if she were watching him in sleep, digits jerking and eyelids trembling with a dream.&quot; [Jonathan Lethem: You don&#039;t love me yet, New York et. al: Doubleday 2007, p. 200]

--- By the way, it&#039;s Fritz Lang&#039;s HUMAN DESIRE they&#039;re watching ---.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Bedwin dimmed the lights, so the screen was the sole glow, blue patterns playing across their faces and curling around the bottle of scotch. The film&#8217;s characters, confusingly, both worked on trains and rode as passengers on trains frequently in their spare time. It had a strange lulling rhythm, alternating between urgency and languor. The many looming shots of trains, tracks, and tunnels had a documentary authority that tended to dwarf the actors, one of whom was not Spencer Tracy, another not Marilyn Monroe. Lucinda detected Bedwin murmuring along very softly with the dialogue. Bedwin had allowed her inside a moment as pure and private as if she were watching him in sleep, digits jerking and eyelids trembling with a dream.&#8221; [Jonathan Lethem: You don't love me yet, New York et. al: Doubleday 2007, p. 200]</p>
<p>&#8212; By the way, it&#8217;s Fritz Lang&#8217;s HUMAN DESIRE they&#8217;re watching &#8212;.</p>
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