Oktober 2010

Mittwoch, 27.10.2010

THE PARTY

THE PARTY (Engelbert Reineke, 1971), mit Eddi Arent, Heidi Hansen und Willy Brandt,
sowie Maximillian Schell, Curd Jürgens, Romy Schneider, Horst Tappert, Hans-Jürgen Bäumler, Viktor de Kowa und vielen anderen; via Wikimedia: Bundesarchiv

Nothing to lose

Montag, 25.10.2010

Grußadresse

Harun Farocki, 10.10.2010

Grußadresse zur Projektion des Films
CANNAE – 16 mm, Farbe, 52 min., Wolfgang Schmidt 1989
im Arsenal, Berlin, 18.10.2010

Als ich Cannae das erste Mal sah – der Film war noch nicht ganz fertig gestellt – hätte ich gleich, wäre ich damals nicht Dozent an der DFFB gewesen und wäre es somit nicht ein Insider-Geschäft gewesen und hätte sich deshalb verboten, mein ganzes Geld in Wolfgang-Schmidt-Aktien gesteckt.
Weil ich aus Amerika schreibe zitiere ich auf Englisch: „We have not yet reached the centre of neorealism. Neorealism today is an army ready to start; and there are the soldiers – behind Rossellini, de Sica, Visconti. The soldiers have to go into the attack and win the battle. “

Schmidt zeigt in Cannae eine Armee, Männer in gelben Regen-Jacken, in so genannten Ostfriesen-Nerzen. Die Freizeitlookarmee ist eine Armee wie die Reservearmee, von der die Marxisten sprechen, oder eben eine wie die im Zitat von Césare Zavattini. Es liegt gewiss nicht nahe, Schmidt mit den Neorealisten in Zusammenhang zu bringen, allerdings wollen beide neues Territorium für den Film erobern, mit kühnen Attacken.

Der Film Cannae lehrt uns eine besondere Logik. Die Dinge haben hier wechselnde Bedeutungen, so wie die Atome in bestimmten Molekülen wechselnde Bindungen eingehen. Der Film lehrt mich, was für Einfälle ich mir wünschen sollte, und die Geschichte der Aktien müsste sich jetzt wie bei Hans im Glück in einer Folge von Tauschaktionen fortsetzen. Der Feldstein am Schluss müsste sich als ein Rosetta-Stein herausstellen.

Wer hat seit 1945 militärischen Ruhm erlangt; höchstens Mao Tse Tung und Giap.
Von den deutschen Militärs keiner; auch Oberst Klein wird wohl nicht unsterblich werden. Wolfgang Schmidt hätte sich mit diesem Film ein Denkmal in einer Ehrenhalle auf dem Ehrenbreitstein verdient.

Als der Film fertig war, zeigte es sich allerdings, dass viele den Film nicht verstanden.
Auch ich nicht, aber für mich leuchtete er wenigstens und leuchtet noch in der tiefen Schwärze meiner vielfältigen Unkenntnis.
Bei Nabokov kommt der schöne Dialog vor: „Mein Mann ist irgendwo hingefahren. Wohin?
In eine Stadt wie ein Hut.
Panama?
Nein Homburg.“

Schmidt erkennt, dass die mit Ginster bewachsenen Ränge im Stadion Wilmersdorf wie Stromleitungen zwischen unsichtbaren Masten gespannt aussehen, und wenn er zwei Männer auf diesen Leitungen herumhüpfen lässt, wird deutlich, dass sie Notenzeilen sind. Die Geburt der Überlandleitung aus dem Geist der Singvögel! Die Redaktion „Semantische Generalisierung“ beim ZDF aber gab Wolfgang Schmidt keinen Folgeauftrag und auch die Redaktionen „Konsumismus als Massenbewegung“ oder „Können Gebrauchsanweisungen schießen?“ nicht.

Schmidt macht auch die Homosexualität nicht zu einer reinen Lehre. Schwulsein ist keine Privatsache und das öffentlich-rechtliche Fernsehen wusste nicht, dass es schon tot war, so wie der Soldat Blanke, den Sie gleich sehen werden, nicht hören kann, was wir hören: nämlich die gestammelte Vorlesung einer Gebrauchsanweisung auf die ein Schuss folgt, der ihn niederstreckt. Die Gebrauchsanweisung ist die einzige Theorie des Kapitalismus über sich selbst. Wir wissen heute, dass alles Fernsehen tot ist.

Die Hieroglyphen waren so schwer zu entziffern, weil sie nicht einer sondern mehreren Kodierungen zugleich folgten. Sie waren sowohl ikonisch als auch symbolisch und zugleich phonetisch. Gemalte Poesie.

Den Stein von Rosetta, der das alles aufschließen hülfe – ein paar koptische Spezialkenntnisse muss man sich schon noch dazu googeln – lasse ich jetzt in den Brunnen plumpsen. Es muss endlich mal wieder Platsch! machen, wie Andreas Baader nicht gesagt hat.

Realisation

Ich bin bekennender Dali-Fan, seit ich auf Youtube seinen legendären Auftritt in der amerikanischen Version von „Was bin ich?“ gesehen habe. Dort antwortete er 1957 auf jede Frage mit „Yes“, auch wenn das ratlose Rate-Team wissen wollte, ob er vielleicht Sportler sei.

Der kürzlich verstorbene José Montes-Baquer hat (im Interview mit Christopher Jones) erzählt, unter welch seltsamen Umständen es zur Zusammenarbeit mit Salvador Dali kam. Vermittelt durch die italienische Prinzessin Vicky Alliata (Übersetzerin von Tolkien und Enzensberger), bekam er den Termin für eine Audienz, um 11:11 Uhr, im St. Regis Hotel an der New Yorker 5th Avenue, wo Dalí sein Winterquartier aufgeschlagen hatte.

„Dalí führte uns in einen der von ihm gemieteten Salons, fand aber keinen Lichtschalter. Wir stolperten über Möbelstücke, Dali ertastete mit seinem Stock einen Tisch und bat uns Platz zu nehmen zum Gespräch, im Dunkeln, als wäre es das Normalste auf der Welt. Ich hatte kaum ein paar Worte gesagt, als er brüllte: ‚DA! – DA! – DALÍ!‘ Und in normaleren Ton fuhr Dali fort: ‚Dalí ist ein Universalgenie. Deshalb nähern sich ihm täglich Hunderte um sich zu bereichern. Aber sie wissen nicht, dass Dalí sowohl Universalgenie als auch intellektueller Vampir ist, der sich bereichert an denen, die sich ihm nähern.‘ In diesem Moment gingen die Lampen an. Einer seiner Assistenten hatte das Gebrüll gehört und den Lichtschalter betätigt.
Dann nahm Dalí einen Stift aus der Tasche. Aus elfenbeinfarbenem Plastik mit einem Ring aus Kupfer um die Mitte. Er sagte: ‚In diesem sauberen und aseptischen Land hat die erstaunliche Vielfalt der Rostfarben an den Urinalen dieses luxuriösen Hotels meine Aufmerksamkeit geweckt. Deshalb urinierte ich in den vergangenen Wochen über den Kupferring dieses Kugelschreibers, um die herrlichen Strukturen zu erzielen, die Sie mit ihrer Kamera und ihren Optiken auffinden werden. Schon mit bloßem Auge kann ich Dalí auf dem Mond sehen, oder Dalí kaffeeschlürfend auf den Champs Élysées. Nehmen Sie dieses magische Objekt, arbeiten Sie damit, und wenn sie interessante Resultate erzielen, werden wir einen Film zusammen machen.'“
Und so geschah es.

Impressions de la Haute Mongolie (1976) ist eine einzigartige WDR-Produktion, reich an Humor und Halluzinationen, mit einem Soundtrack, für den Ingfried Hoffmann die schönsten Hits von Beethoven, Wagner und Debussy mit psychedelischer Finesse arrangierte. Zum „Trip-LSD-total!“, den Dali im Film lautstark ankündigt, mag das Youtube-Betrachten wohl kaum werden; meine VHS-Aufzeichnung ist da schon tauglicher. Die einzige Vertragsbedingung des Universalgenies war übrigens eine 35mm Kopie der „Homage an Raymond Roussel“, für sein eigenes Museum in Figueres.

Dali hat Montes-Baquer einen Rat mit auf den Weg gegeben: „Der entscheidende Moment bei der Produktion eines Films ist, wenn du die Kraft des Willens benötigst, deinen Produzenten zu überzeugen, dass, falls der Film nicht gemacht wird, die Welt, wie wir sie kennen, zu Ende geht.“

Vorstellbar. Die Drehbuchautoren von Les Trottoirs de Stuttgart (1976) haben sich inspirieren lassen von einer Prophezeiung des damaligen Ministerpräsidenten Filbinger: es würden “zum Ende des Jahrzehnts in Baden-Württemberg die ersten Lichter ausgehen”, wollte man darauf verzichten, 13 neue Kernkraftwerke zu bauen. Fünf davon im Rheintal, aus dem die Menschen, nach dem Plan von Sachverständigen, umgesiedelt werden sollten in die Seitentäler des Rheins. ****

Eine Jules Verne Verfilmung von Alfred Vohrer könnte so aussehen. Ein degenerierter Neffe von Kapitän Nemo reist um die Welt und unterbreitet überall da, wo es Kopfbahnhöfe gibt, seine Baupläne für einen atomgetriebenen Tunnelbohrpanzer. In New York, Paris, Rom, London, Mailand, Zürich, Frankfurt und München wird er ausgelacht; in Stuttgart hört man ihm zu. Dass er quer zu den bestehenden Gleisen bohren möchte, müsste stutzig machen. Doch Grundstücksspekulationen begünstigen sein irres Vorhaben…

Der Gedanke lässt mich nicht los: Ginge es aktuell in Stuttgart nur um Millionen, statt um Milliarden, wäre das Projekt längst vom Tisch. ****

Too big to fail. Darum geht es auch in The Other Guys / Die etwas anderen Cops (von Adam McCay, 2010, mit Will Ferrell, Mark Wahlberg und Eva Mendes.) Ein Film, den man nicht verpassen sollte.

Will Ferrell hat kürzlich angemahnt, Unterwasserstädte, unsere einst vorausgesagten Wohnorte, gäbe es immer noch nicht. Wenn wenigstens eine einzige Unterwasserstadt gebaut würde, das wäre doch nicht zuviel verlangt.

Den vier Bahnsteigen im zukünftigen Stuttgart wird man Namen geben, denn lediglich vier Stück werden es noch sein, und Nummern würden die geringe Zahl zu sehr verdeutlichen. Deshalb also Namen. Im Gespräch sind Vorschläge wie „Kriemhilds Rache“ und „Etzels Burg“. Betrachtet man einigermaßen realistische, also angemessen dunkle, nicht blendend weiße Darstellungen des geplanten unterirdischen Bahnhofs, und betrachtet man diese lange genug, dann sieht man plötzlich den blubbernden Teig aus Quellgips und Mineralwasser, der sich bis zur feierlichen Eröffnung im Jahr 2525 durch die engbemessenen Tunnel schiebt.

Freitag, 22.10.2010

Ab Morgen im Kunsthaus Bregenz:

* Harun Farocki: Weiche Montagen / Soft Montages, 23. Oktober 2010 bis 9. Januar 2011.

Neu auf der Langtextseite:

* Matthias Rajmann: Hin und Her. Auszüge aus den Recherchen zu „Vergleich über ein Drittes“ und „Zum Vergleich“ von Harun Farocki.

Dienstag, 19.10.2010

Sonntag, 17.10.2010

Morgen, übermorgen, Berlin

Morgen, Montag

Kino ARSENAL – Berlin, Potsdamer Straße 2

19:00 Uhr
HILF MIR, GABRIELLE (1986) von Irina Hoppe, Martin Schlüter und Heino Deckert
CANNAE (1989) von Wolfgang Schmidt

21:00 Uhr
NAVY CUT (1992) von Wolfgang Schmidt

*

Übermorgen, Dienstag

Zeughauskino – Berlin, Unter den Linden 2
20.00
Unsere Hitler
Ein Gedankenaustausch von Norbert Pfaffenbichler und Olaf Möller

Monarch – Berlin, Skalitzer Str. 134.
20.30 Uhr
Bettina Klix, Verlorene Söhne, Töchter, Väter. Über Paul Schrader

Samstag, 16.10.2010

Directed by

„From the late 1950’s through the early 1970s Martin C. Johnson took a number of road trips criss-crossing the country from his home in Suburban Chicago to both coasts and all points in between. For each trip he put together a slide show to document his travels. Judging from these shows he (and his wife who must be responsible for at least some of the photographs) was far more interested in the road itself than wherever his final destination might have been. For every photograph of Mount Rushmore or The Grand Canyon there were three or four shots of the empty (or not so empty) road taken through the windshield of the car… “
squareamerica.com

Dienstag, 12.10.2010

Paul Schrader

Kann ich gar nichts behalten? Was ist von mir noch übrig? So könnten viele Figuren in Paul Schraders Filmen fragen. Das tun sie aber nicht.

Sie fragen »Was bin ich wert?«, wenn sie vergeblich hoffen, sich freikaufen zu können. Oder sie sagen: »Einige meiner Illusionen wurden zerstört«, wenn ihr bisheriges
Leben in Trümmern daliegt.

Ihnen werden existenzielle Entscheidungen in Form drastischer Bedrohungen aufgezwungen.

Einer muss zum Mörder werden, wie John LeTour in »Light Sleeper«. Manche sehen ihre bisherige Existenz vernichtet, ihren Ruf ruiniert und finden sich des Mordes angeklagt, wie Julian Kay in »American Gigolo« oder Carter Page III in »The Walker«. Eine Figur muss gar ihren menschlichen Körper aufgeben: Irina Gallier in »Cat People«.

Das bisherige Leben der Figuren war, bevor der Film sie in die Hände bekommt, ganz erfreulich, oft sogar erfolgreich, sie genossen eine gewisse Unabhängigkeit, waren gut vernetzt, doch enthüllt sich bald, dass sie etwas Entscheidendes übersehen oder den Falschen vertraut haben. Während ihnen ein Privileg nach dem anderen genommen wird, oder eine Sicherheit nach der anderen, müssen die Figuren ihre Werte neu definieren. Sie werden auf das reduziert, was sie sind, wobei sie oft noch gar nicht wissen, wer oder was das ist, und erfahren dabei bis zur letzten Konsequenz den Verlust ihrer bisherigen Identität. Aber genauso sicher hängt davon auch die Hilfe, die Lösung, die Erlösung ab, dass sie den Weg zu Ende gehen oder sich ihrem Schicksal ergeben. Dann erhalten sie ein neues Leben, eine neue Liebe, einen neuen Körper.

Schraders Filme zeigen uns verschiedene Formen von Gefangenschaften, solche außerhalb von Gefängnismauern, in sozialen Gefängnissen, in Abhängigkeiten, von öffentlicher Meinung in Schach gehalten. Sie zeigen ein Entführungsopfer, das durch die Freiheitsberaubung und Gehirnwäsche von sich selbst getrennt wird.

Aber sie führen auch vor, wie jemand im eigenen (menschlichen) Körper gefangen ist. Dass Menschen in ihren Körpern eingesperrt sind, das scheint für Schrader die Voraussetzung, von der er ausgeht. Ganz in der platonischen Tradition, die der Calvinismus (Schraders konfessioneller Hintergrund) nicht unterbrochen hat. Seine Filme behandeln jedoch besondere Ausnahmen.

Viele der Filme haben kurze Episoden, meist gegen Ende, die in einem Gefängnis spielen, und immer versprechen diese Räume ein Aufatmen, eine neue Freiheit. Oft finden viele vorherige Suchbewegungen im Film an diesem Ort ein Ende.

In Schraders Filmen gibt es viele Formen des (Sich-) Suchens und Findens. Manche Suche ist geradezu selbstzerstörerisch und die Suchenden können von Glück sagen, dass äußere Hindernisse den Weg versperren. Oft haben wir es mit Figuren zu tun, die in der Freiheit ihre Suche begannen, aber nicht beenden konnten, keine Entscheidung treffen konnten. Manchmal wussten sie nicht, dass sie nach sich selbst suchten.

Wenn ein Paar nicht zueinander finden konnte, und einer der beiden gefangen gesetzt wurde, beginnt auch der Suchende, der sich noch in Freiheit befindet, wieder klar zu sehen.

Im Epilog seiner Filme bringt Schrader oft zwei Figuren zusammen, die durch eine Geste der Erlösung verbunden sind: In »American Gigolo« Julian Kay und Michelle Stratton, in »Light Sleeper« John LeTour und Ann, in »Cat People« Irena Gallier und Oliver Yates.

Es wird beschrieben, wie Schrader seine Figuren preisgibt – und rettet.

***

* Vorwort zu Bettina Klix, Verlorene Söhne, Töchter, Väter. Über Paul Schrader, Reihe Filit, Band 6, Verbrecher Verlag, 2010.

* Buchvorstellung am 19. Oktober, 20.30 Uhr, Monarch, Skalitzer Str. 134.

Donnerstag, 07.10.2010

Langtexthinweis

* „Der gehende Mann“ von Aurelia Georges – Anmerkungen und Notizen
Manfred Bauschulte zu „L’homme qui marche“ (Der gehende Mann), Regie und Buch: Aurelia Georges, Frankreich 2007

Mittwoch, 06.10.2010

Wie was anfängt

Titelsequenz von To Kill a Mockingbird (Robert Mulligan, 1962)

Der Trailer des Films wird sehr schön kommentiert von Mary Badhams Bruder, John Badham,
dem Regisseur von Saturday Night Fever und The Bingo Long Traveling All-Stars & Motor Kings.
Ein Vergnügen ist auch Badhams Kommentar zu einem weiteren Film, in dem seine Schwester eine Hauptrolle spielt: Let’s Kill Uncle (William Castle, 1966).

Born in England, raised in Alabama… Vielleicht stammt daher seine elegante Art zu sprechen?

Die Spur von Badhams Karriere führt im Kreis, vom Fernsehen weg und wieder dorthin zurück. Anfang der 70er drehte er mal eine Episode von „Kung Fu“ – oder etwas mit dem tollen Titel „Rex Harrison Presents Stories of Love“ – und 2004 dann eine neue Version von „Evel Knievel“!
Gibt es einen Adel des vergangenen, vergessenen Ruhms?


Saturday Night Fever (John Badham, 1977)

Als ich zwei alte New Yorker auf dem Bürgersteig überholte, hörte ich, dass sich beide einig waren, wer der beste Schauspieler aller Zeiten sei: Paul Muni. Mir gefiel, dass Rentner in New York beim Spaziergang solche Urteile fällen. Denkbar, dass sie da nur wiederholten, was sie vor 70 Jahren schon auf dem Schulhof zueinander gesagt haben.

Es gibt ein sehr schönes Gespräch, etwa 25 Minuten lang, zwischen Wes Anderson und Peter Bogdanovich über dessen unbekanntes Meisterwerk They All Laughed (1981), in drei Teilen auf Youtube. Es geht da um Persönliches: das Glück, die Zeit.

Es war im letzten Winter. Ein fröhlicher Gast im „Kölsche Boor“ trat an unseren Tisch und ließ uns sein Alter schätzen, zeigte uns dann stolz den Personalausweis (*1943) und sagte gutgelaunt: „Man fühlt sich so alt, wie man ist.“

Badham und Bogdanovich sind beide Jahrgang 1939. Das Geburtsjahr von Larry Cohen ist, je nachdem, wo man nachschaut, 1938 oder 1941. Die Viennale wird heuer dem famosen Mann den verdienten Tribut zollen. Auf „Trailers from Hell“ erzählt er, dass er mal einem Schauspieler vormachte, wie man sich aus einem (langsam) fahrenden Auto wirft, „that’s called directing“.


Michael Moriarty in Q – The Winged Serpent (Larry Cohen, 1982)


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