Samstag, 24.03.2018

Godard / Varda in der Cargo #37

In der auch sonst sehr lesenswerten aktuellen Ausgabe Cargo [#37] schreibt Simon Rothöhler über Godards 2017 in Locarno und Wien wiederaufgeführte Fernseharbeit Grandeur et décadence dʹun petit commerce de cinéma (1986) und den Zusammenhang früher Videoarbeiten und der „Utopie eines kinematographisch informierten Fernsehens“, das den Begriff des Kinos neu durchmessen wollte. Darüber hinaus findet sich in derselben Ausgabe ein Beitrag über den zuletzt im Gespräch mit Reichart erwähnten Film von Agnès Varda & JR, Visages, villages (2017), den Gertrud Koch beigesteuert hat. Über Godards Arbeit mit Video als Verfahren der Aneignung schreibe ich in einem kürzlich erschienenen Beitrag. Erfreulicherweise sind die Filme der Dziga Vertov Gruppe jetzt auf Blu-ray und mit englischen Untertiteln neu herausgekommen. Reichart hat zuletzt im Filmdienst über das auf der Berlinale wiedererweckte Kübelkind (Stöckl/Reitz, 1969–71) berichtet. Ob das dort zitierte damalige Urteil der FSK heute anders ausfiele? „…die Sequenzen, in denen das Kübelkind erwürgt und erhängt wird, sowie das Ersäufen weiterer Kübelkinder sind dazu angetan, Jugendliche in ihrer Entwicklung schwer zu beeinträchtigen.“ Na dann, nichts wie los…!

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