Einträge von Michael Baute

Samstag, 08.10.2011

Kinohinweis

Auf Wunsch der Gruppe entuziazm e.V. (Michael Baute, Volker Pantenburg, Stefan Pethke, Stefanie Schlüter) wird am 11. Oktober gesichtet LA MACCHINA CINEMA (Italien 1978, OmU), der 1979 im Forum lief und danach Eingang in das Archiv der “Freunde der Deutschen Kinemathek” fand. Der Film ist die Gemeinschaftsarbeit eines Autorenkollektivs bestehend aus den Filmemachern Marco Bellocchio und Silvano Agosti sowie den Filmkritikern Sandro Petraglia und Stefano Rulli. In fünf Teilen mit einer Gesamtlänge von 268 Minuten beschreibt er “die Linie einer Einkreisung um das Phänomen Kino und seinen Mythos. Die fünf Etappen dieser “Reise” von der Provinz bis nach Cinecitta, von der Welt der Sonntags-Filmamateure bis zur Gewalt des festlich geschmückten Industriekinos sind ein langsamer “Zoom” mit einer Serie fortlaufender “Scharfstellungen”. Nicht zufällig beginnt LA MACCHINA CINEMA mit der “Totalen” einer Nebellandschaft und endet mit der Nahaufnahme eines Seziertisches.” (Forum Katalogblatt; Katalogblatt als 3,3 MB PDF-Datei)

Die Veranstaltungsreihe “Öffentliche Sichtung” steht im Zusammenhang mit dem Anfang Juni 2011 begonnenen Projekt Living Archive. Einmal im Monat wählen die TeilnehmerInnen des Projektes für dieses Programm Filme aus. Neben den Sichtungen am Schneidetisch bietet die öffentliche Sichtung einen Rahmen zum Austausch über zumeist selten vorgeführte Kopien. Die in dieser Reihe gezeigten Filme geben Einblicke in die Diversität des Projektes und nicht zuletzt in das Arsenal-Filmarchiv selbst.

Die Sichtung im Arsenal Berlin am Dienstag 11.10. beginnt um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 27.09.2011

Über Louie

Durch den Cargotext von Daniel Eschkötter auf die erste angefixt, ist die zweite Staffel von »Louie« die Serie dieses Jahres für mich geworden. Über das, was in der »Who are you«-Episode geschieht, denke ich ständig nach. Noch nicht gelesen, weil der link gerade erst hereinkommt (via Take These Lies), habe ich dieses lange Gespräch, das Louis C.K. mit den Leuten vom A.V. Club führte. Da wird die gerade versendete Staffel Episode für Episode diskutiert. Eins (Episodes 1-3), Zwei (4-6), Drei (7-9), Vier (10-13).

Montag, 12.09.2011

Interview

Von Montag bis Freitag (12.-16.9.) kann man auf Radio France Culture (22.15 bis 23.00 Uhr) eine Interview-Serie mit Jean-Luc-Godard hören, in fünf Abschnitten. Das Gespräch wurde im Spätfrühling dieses Jahres aufgezeichnet, bei der ersten Ausstrahlung heute Abend geht es anscheinend vor allem um Godards nächsten Film »Adieu au langage«. [via francedoc.com]

*
Nachtrag
Die Sendungen sind als Podcast nachhörbar → franceculture.com/podcast/

Mittwoch, 07.09.2011

Support Senses of Cinema

sensesofcinema ist seit 1999 eine Webseite zum Kino, non-profit, aus Melbourne. Wenn ich z. Bsp. eine kluge Einführung in das Werk eines mir unbekannten Regisseurs brauche, suche ich zuerst hier. Vierteljährlich erscheinen neue Ausgaben. Es gibt Schwerpunktthemen, Festivalberichte, Buchbesprechungen, Erstübersetzungen ins Englische (ein Text mit meiner Beteiligung zum Kino der sogenannten »Berliner Schule« ist auch dabei), alles mögliche. Mal ist das auch nicht so gut, meist aber schon.

Fürs Weitermachen fehlt ihnen nun Geld: Support Senses of Cinema

Montag, 25.07.2011

Reklame

Zum 10-jährigen: Die neue Ausgabe von SigiGötz-Entertainment, »Die neunzehnte Formel«, mit prima Texten von Hans Schifferle über den letzten Film des Schweizers Kurt Früh, Rolf Aurich über Hans Timerding, Rainer Knepperges zu DIE STÄMME VON KÖLN, Stefan Ertls famosem Beginn einer neuen SGE-Glamour-Serie (die SGE-Glamour-Bibliothek) und Ulrich Mannes über Teutonen-Western. Zudem: eine historische Autogrammkarte!

Samstag, 09.07.2011

Langtexthinweis

Letzte Woche war ich ein paar Tage in Schweden, auf Fårö. Cristina Nord von der taz hatte mich gefragt, ob ich Lust habe, zur Bergmanveckan zu fahren, weil ich soviele Bergmanfilme auf der Berlinale gesehen hatte, und, klar, ich habe sofort zugesagt. Freitag war der Artikel dann in der Zeitung, hier kann man ihn nachlesen. Im nachfolgenden Rapport stehen andere Sachen, die ich ebenso aufgeschrieben hatte in Schweden, die aber nicht mehr in den taz-Bericht passten, Outtakes. Ich würde erst den Text in der taz lesen. Wenn man danach noch mehr von der »Bergmanveckan« lesen mag, kann man gerne weitermachen: Bergmanveckanrapport

Freitag, 27.05.2011

Ein merkwürdiger Traum

Heute Nacht hatte ich einen merkwürdigen Traum. Ich träumte von einer unglaublich geheimen illustrierten Zeitschrift, in der Eingeweihte heimlich das Allerbeste schreiben. In einer dunklen Bar treffen sie sich einmal im Monat und lesen sich anerkennend aus der Zeitschrift vor. Stolz zwar auf das tüchtig Erbrachte, doch auch notwendig bescheiden, das Geheimnis zu wahren, zeigen sie die Seiten nur einander, trinken exquisite Getränke, rauchen feinste Tabaks, und bezaubernde Musik stimmt dazu. Diese Zeitschrift ist auf feinem, seidenen Papier, doch glänzen die Abbildungen, und die Texte scheinen in tiefem Druck. Die Texte, sie sind so gut und so fürstlich bezahlt (aber von wem), dass alles, was sonst ist in der Welt, nur so und nebenbei gemacht wird von den Leuten, und eigentlich, man muss es leider sagen, aus Häme. Das nur-so-und-nebenbei Gemachte der Eingeweihten ist, von dem alle anderen wissen, das Ansonsten der Welt. Vom Eigentlichen, dem Geheimnis jener illustrierten Zeitschrift, ahnen nur einige und noch weniger wissen darum. Sehr verwirrt erwachte ich aus diesem Traum.

Dienstag, 24.05.2011

* michaelalthen.de – In Worten: Die Bilder

Montag, 23.05.2011

Telefon (11)

Jess De Gruyter’s Telefon (2004), via mubi notebook

Dienstag, 03.05.2011

Kinohinweis (Berlin)

Mittwoch, 4. Mai, 19.00 Uhr, Arsenal, Kino 1 (Wiederholung: 9.5.)

Die endlose Nacht (BRD 1962, Regie: Will Tremper)

In SigiGötz Entertainments »Kanon des deutschen Films« schreibt Rainer Knepperges:
»Der nie kopierte Prototyp eines wirklich neuen deutschen Films. Nebel über Tempelhof, das war der (bessere) Arbeitstitel. Nicht »endlos« ist diese Nacht im Flughafen, sondern ewig gegenwärtig, als stünde die Zeit still. Improvisiertes Monumentalkino in Schwarz-weiß und Ultrascope, als läge Berlin in Italien. Mit Harald Leipnitz (Tremper: »mein Jack Palance«).«