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	<title>new filmkritik &#187; Rainer Knepperges</title>
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		<title>Fernsehhinweis</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 13:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Knepperges</dc:creator>
				<category><![CDATA[new filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute, 23.15 &#8211; 00.45 Uhr im WDR: Die Stämme von Köln (2011 Anja Dreschke)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute</strong>, 23.15 &#8211; 00.45 Uhr im WDR: <a href="http://newfilmkritik.de/archiv/2011-05/die-karnevalistische-wissenschaft/">Die Stämme von Köln</a> (2011 <a href="http://www1.wdr.de/themen/panorama/sp_karneval12/koelnerstaemme100.html">Anja Dreschke</a>) </p>
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		<title>Bakelitperücke und hölzerner Umhängebart</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 08:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Knepperges</dc:creator>
				<category><![CDATA[new filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[über Masken, Brillen, Schleier und Helme (Teil 1) Welche Erwartungen, Wünsche und Träumereien ein einzelnes Bild auslösen kann, davon erzählt Scorsese am Anfang seiner Reise durch den amerikanischen Film. Mit einer gewissen Nostalgie sprach auch Michael Althen von der Zeit, in der das einzige, was man von einem Film besitzen konnte, ein einziges Standfoto aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>über Masken, Brillen, Schleier und Helme (Teil 1)</strong></p>
<p>Welche Erwartungen, Wünsche und Träumereien ein einzelnes Bild auslösen kann, davon erzählt Scorsese am Anfang seiner Reise durch den amerikanischen Film. Mit einer gewissen Nostalgie sprach auch Michael Althen von der Zeit, in der das einzige, was man von einem Film besitzen konnte, ein einziges Standfoto aus dem Reclam-Filmführer war. Ein einzelnes Bild, zu dem man sich Gott-weiß-was vorgestellt hat.</p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Daïnah-la-métisse-1931-Gremillon.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Daïnah-la-métisse-1931-Gremillon.jpg" alt="" width="600" height="461" class="aligncenter size-full wp-image-5225" /></a></p>
<p><em>Dainah la metisse</em> (1931 Jean Gremillon), der an Bord eines Schiffes spielt, das zwischen Marseille und der Ile Rousse verkehrt, ist einer jener <em>Filme, die in der Literatur womöglich nur deshalb abgetan werden, weil die betreffenden Autoren keine Gelegenheit mehr hatten, sie zu sehen. </em>(Peter Nau: Auf den Spuren von Gremillon, Filmkritik, Juni 1982). Aber es gibt da dieses Szenenfoto: Eine Frau im Abendkleid, mit vier maskierten Männern an einem Tisch, starrt durch einen merkwürdigen metallenen Schleier, der einer Fechtmaske ähnelt, auf etwas, das ihren Blick leuchten lässt. </p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/woman-who-came-back-1945-Walter-Colmes.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/woman-who-came-back-1945-Walter-Colmes.jpg" alt="" width="600" height="450" class="aligncenter size-full wp-image-5226" /></a></p>
<p><em>The Woman Who Came Back </em>(1945 Walter Colmes) schaute ich mir nur wegen dieses Bildes<a href="http://obscurehollow.blogspot.com/2010/07/woman-who-came-back-1945.html" target="_blank">*</a> an und wurde nicht enttäuscht. Obwohl die maskierten <a href="http://stoppingoffplace.blogspot.com/2011/02/brown-bag.html" target="_blank">Kinder</a> keine sonderlich große Rolle spielen, durchzieht den Film im ganzen, was mich aus dem Bild heraus anlachte: eine gewitzte Finsternis. Mittels beherzter Perspektivwechsel wird das Sujet, der Verlust der vertrauten Gewissheiten, zum schaurigen Effekt der Erzählung. Was Nancy Kelly, die Hauptrollen bei Henry King, Allan Dwan und Mervyn LeRoy gespielt hat, hier in diesem feinen kleinen B-Film wiederfährt, das ist, verwandt mit den Stoffen des genialen Val Lewton, eine dunkle Vorwegnahme von <em>Carnival of Souls</em>.</p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Judex-1963-Georges-Franju.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Judex-1963-Georges-Franju.jpg" alt="" width="600" height="360" class="aligncenter size-full wp-image-5227" /></a><br />
<em>Judex </em>(1963 Franju)<a href="http://www.youtube.com/watch?v=_HM_hN6uDvk" target="_blank">*</a> </p>
<p>Der Maskenball ist ein filmischer Topos. Aber Filme können sich nicht wirklich für das Bad in der Menge erwärmen, ihre Helden oder Bösewichter müssen doch immer zumindest uns Zuschauern kenntlich bleiben. Ohnehin kündigt die Musik von Maurice Jarre unmissverständlich an, dass hier nicht mit fröhlicher Ausgelassenheit, sondern mit dem Tod zu rechnen ist. </p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/lady-in-a-cage-1964-Walter-Graumann.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/lady-in-a-cage-1964-Walter-Graumann.jpg" alt="" width="600" height="341" class="aligncenter size-full wp-image-5228" /></a><br />
<em>Lady in a Cage </em>(1964 Walter Graumann)</p>
<p>Einbrecher, die bei Tag in ein Haus eindringen, dessen Bewohnerin in einem steckengebliebenen Aufzug, hinter Gitterstäben, wie in einem Käfig gefangen ist. Links, im offenen Hemd, James Caan, in seiner ersten Kinoperformance. Neben ihm, das ist Jennifer Billingsley. Die beiden zusammen sind furchteinflößend sexy, purer Punk.</p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Fantomas-1964-Andre-Hunebelle-a.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Fantomas-1964-Andre-Hunebelle-a.jpg" alt="" width="600" height="262" class="aligncenter size-full wp-image-5229" /></a></p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Fantomas-1964-Andre-Hunebelle-b.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Fantomas-1964-Andre-Hunebelle-b.jpg" alt="" width="600" height="262" class="aligncenter size-full wp-image-5230" /></a><br />
<em>Fantomas </em>(1964 André Hunebelle)</p>
<p>Zwischen diesen beiden Bildern gibt es, um unbemerkt vom dem einen (Jean Marais) zum anderen Darsteller (Louis de Funes) zu wechseln, eine Überblendung. Als ich den Film als Kind sah, stürzte mich das Offensichtliche, dass nicht Marais, sondern De Funes den als Inspector Juve maskierten Fantomas darstellte, und also etwas Schminke die Maske nur vortäuschte, in eine unauslöschlich komplizierte Verwirrung. Auch etwas Angst war dabei im Spiel. Um so lauter mein Lachen.</p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Santo-and-Blue-Demon-vs.-Dracula-and-Wolf-Man-1973-Miguel-Delgado.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Santo-and-Blue-Demon-vs.-Dracula-and-Wolf-Man-1973-Miguel-Delgado.jpg" alt="" width="600" height="415" class="aligncenter size-full wp-image-5231" /></a><br />
<em>Santo y Blue Demon contra Drácula y el Hombre Lobo</em> (1972 Miguel M. Delgado)</p>
<p>Die überaus populären Darsteller Santo und Blue Demon spielen sich selbst. Das mexikanische Publikum kannte ihre Gesichter nicht, nur ihre <a href="http://moviemorlocks.com/2012/02/05/masks-are-powerful/#more-46539" target="_blank">Masken</a>.</p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Bundesarchiv_B_145_Bild-F058547-0015_Kanzleramt_Bonn_Loki_Schmidt_testet_Aufbauten.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/02/Bundesarchiv_B_145_Bild-F058547-0015_Kanzleramt_Bonn_Loki_Schmidt_testet_Aufbauten-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" class="aligncenter size-medium wp-image-5232" /></a></p>
<p>Loki Schmidt testet Aufbauten, so lautet die offizielle Bildunterschrift zu diesem Foto von Engelbert Reineke aus dem Jahr 1980. </p>
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		<title>Karton</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 17:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Knepperges</dc:creator>
				<category><![CDATA[new filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Link zu meinem Lieblingsgitarrensolo im letzten Jahr. Und ein Foto (von Erik Goertz) zu meinem Eintrag vom Montag. Passend dazu noch ein Link zu einem Kurzfilm über die Schließung eines sehr alten Ladens in Little Italy: Closing Time (2006 Veronica Diaferia).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/01/loy-krathong-wiwa-köln.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/01/loy-krathong-wiwa-köln.jpg" alt="" width="600" height="222" class="aligncenter size-full wp-image-5163" /></a></p>
<p>Ein <a href="http://monrakplengthai.blogspot.com/2010/11/loy-krathong.html" target="_blank">Link</a> zu meinem Lieblingsgitarrensolo im letzten Jahr. Und ein Foto (von Erik Goertz) zu meinem Eintrag vom <a href="http://newfilmkritik.de/archiv/2012-01/die-kunst-des-abschiednehmens/" target="_blank">Montag</a>. Passend dazu noch ein Link zu einem Kurzfilm über die Schließung eines sehr alten Ladens in Little Italy: <a href="http://www.folkstreams.net/film,174" target="_blank">Closing Time</a> (2006 Veronica Diaferia). </p>
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		<title>Die Kunst des Abschiednehmens</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 15:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Knepperges</dc:creator>
				<category><![CDATA[new filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit der Laden Ende Dezember schloss, klebt an der Tür ein Text, mit dem sich der Inhaber von seiner Kundschaft verabschiedet. Auch an all die anderen längst verschwundenen, inhabergeführten Geschäfte der Ehrenstraße erinnert Wilhelm Schunk. An die Fischrestaurants, Kneipen, Bars und Spielhallen (im &#8220;Old Texas&#8221; konnte man für DM 1.00 im Keller eine Stunde Tischtennis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Laden Ende Dezember schloss, klebt an der Tür ein Text, mit dem sich der Inhaber von seiner Kundschaft verabschiedet. Auch an all die anderen längst verschwundenen, <em>inhabergeführten</em> Geschäfte der Ehrenstraße erinnert Wilhelm Schunk. An die Fischrestaurants, Kneipen, Bars und Spielhallen (<em>im &#8220;Old Texas&#8221; konnte man für DM 1.00 im Keller eine Stunde Tischtennis spielen!!</em>). Auf bemerkenswerte Weise bestätigt dieser fabelhafte Abschiedsgruß, dass die ehemals attraktive Einkaufs- und Amüsierstraße nun endgültig, mit dem Verschwinden des schönen Sexshops, gestorben ist; doch die Worte sind nicht bitter, sondern voll von lebensbejahendem Stolz auf ein feines Gewerbe. Eine vornehme Aufgabe. </p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/01/Wiwa.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2012/01/Wiwa-160x300.jpg" alt="" width="160" height="300" class="aligncenter size-medium wp-image-5115" /></a></p>
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		<title>Die Rückkehr der verschwundenen Schriftrolle</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 16:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Knepperges</dc:creator>
				<category><![CDATA[new filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass ein vorbeifahrender Bus und die bunte Vielfalt parkender Autos vor Jahrzehnten noch als Zierde einer Stadtansicht begriffen wurden, kommt heute dem überwältigenden Umfang einer von Auto-Liebhabern zusammengetragenen Postkartensammlung zugute. Man könnte meinen, es triumphiere so im Nachhinein das Allgegenwärtige über das Besondere. Aber waren es denn je die Sehenswürdigkeiten, Gebäude oder Landschaften, die auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Casino-Biarritz.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Casino-Biarritz.jpg" alt="" width="600" height="412" class="aligncenter size-full wp-image-4984" /></a></p>
<p>Dass ein vorbeifahrender Bus und die bunte Vielfalt parkender Autos vor Jahrzehnten noch als Zierde einer Stadtansicht begriffen wurden, kommt heute dem überwältigenden Umfang einer von Auto-Liebhabern zusammengetragenen <a href="http://www.forum-auto.com/automobiles-mythiques-exception/section5/sujet379076-9555.htm">Postkartensammlung</a> zugute. Man könnte meinen, es triumphiere so im Nachhinein das Allgegenwärtige über das Besondere. Aber waren es denn je die Sehenswürdigkeiten, Gebäude oder Landschaften, die auf diesen Fotos festgehalten werden sollten? Waren es nicht vielmehr schon immer die Straßen? Die Ferne? War es nicht das Unterwegssein selber, was sich da stolz zeigen wollte? </p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Mont-Blanc.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Mont-Blanc.jpg" alt="" width="600" height="417" class="aligncenter size-full wp-image-4981" /></a></p>
<p>Jedem, der eine Reise antritt, ins Gepäck hinein: ein paar Internationalismen. Das sind Worte, die überall auf der Welt verstanden werden: Ananas &#8211; Atom &#8211; Bar &#8211; Bus &#8211; Diktator &#8211; Gorilla &#8211; Hotel &#8211; Komödie &#8211; Maschine &#8211; Motor &#8211; Operation &#8211; Pistole &#8211; Radio &#8211; Satan &#8211; Taxi &#8211; Zentrum.</p>
<p>Auf langen Reisen außerdem von Nutzen: Diskussionsstoff &#8211; und zwischendurch ein kleines Quiz: Welches &#8220;Verschwinden&#8221; beschäftigt die zeitgenössische Philosophie? a) Das Verschwinden der Realwirtschaft? b) Das Verschwinden der Fortbewegung? c) Das Verschwinden des Geldes? d) Das Verschwinden des Verschwindens?   </p>
<p>Ich wunderte mich, mit welcher Entschiedenheit Friedrich Kittler (&#8220;gegen Luhmann, der glaubte, dass kein Medium untergeht&#8221;) vom spurlosen <a href="http://vimeo.com/2160283" target="_blank">Verschwinden der Schriftrolle</a> sprach. Werden nicht gelegentlich noch lange Listen aufgeschrieben &#8211; Lieblingsfilme beispielsweise &#8211; auf die Rückseiten von besonders langen Kassenzetteln? Ich weiß außerdem kein deutsches Wort fürs Scrollen. Aber: Wenn ich das Computerbild bewege, wenn ich die Schrift rolle, und selbst wenn ich klicke, ruhelos von Blog zu Blog, dann ist das kein Blättern, sondern ein Stöbern in einem Stapel von Schriftrollen. </p>
<p>Ich erwähne das, weil mir die Begeisterung Kittlers für Heideggers Begeisterung für Löcher noch wach in Erinnerung war, als ich zufällig Zeuge wurde, wie in der Straßenbahn ein kleines Mädchen seiner Mutter eine Scherzfrage aus einem Comic-Heft vorlas: &#8220;Warum hat der Gorilla so große Nasenlöcher? &#8212; &#8220;Weil er so dicke Finger hat.&#8221; </p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-Super-8-Zoobrücke-Köln.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-Super-8-Zoobrücke-Köln.jpg" alt="" width="600" height="450" class="aligncenter size-full wp-image-4982" /></a><br />
Zoobrücke, 2011 gefilmt auf Super 8</p>
<p>In seiner &#8220;Theorie der Phantasie&#8221; erklärte Melchior Palágyi (1858 &#8211; 1924), dass alle Wahrnehmung von Ausdehnung, Lage und Gestalt der Körper an die Ausführung von wirklichen und eingebildeten Bewegungen um deren Flächen und Konturen gebunden ist, &#8220;und erst diese Einbildung ist es, die uns die Gestalt erfassen und den Raum wahrnehmen lässt.&#8221; Die Phantasie sorge für die Kontinuität des Lebens entgegen der Diskontinuität des Bewusstseins.</p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Oh-Happy-Day-1970-Brynych-a.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Oh-Happy-Day-1970-Brynych-a.jpg" alt="" width="600" height="216" class="aligncenter size-full wp-image-5015" /></a></p>
<p>Die imaginären Spielgefährten, die Agatha Christie in ihren Memoiren erwähnt, &#8220;waren keine richtigen Kinder und keine richtigen Hunde, sondern eine nicht zu beschreibende Mischung aus beiden.&#8221; Bemerkenswert finde ich ihre Anzahl: 100, &#8220;und die für mich wichtigsten hießen Pudel, Hörnchen und Baum.&#8221;</p>
<p>Nach deutschsprachigen Lieblingsfilmen fragt eine <a href="http://intergalactic-ape-man.blogspot.com/2011/03/jetzt-mitmachen-aktion-deutscher-film.html" target="_blank">Aktion</a>, zu der ich gerne noch kurz vor Ablauf der Frist hinzustoßen möchte. Die für mich wichtigsten heißen:<br />
<em>Der Kongress tanzt </em> (1931 Eric Charell)<br />
<em>Grosse Freiheit Nr.7 </em> (1944 Helmut Käutner)<br />
<em>Unter den Brücken</em>  (1945 Helmut Käutner)<br />
<em>Alraune</em> (1952 Arthur Maria Rabenalt)<br />
<em>Nicht fummeln, Liebling</em>  (1969 May Spils)<br />
<em>Oh Happy Day</em> (1969 Zbynek Brynych)<br />
<em>Amore</em> (1978 Klaus Lemke)<br />
<em>Talentprobe</em> (1980 Peter Goedel)<br />
<em>00 Schneider</em> (1994 Helge Schneider)<br />
<em>Never go to Goa</em> (2001 Klaus Lemke)<br />
Natürlich muss <a href="http://mubi.com/lists/germany-12-x-21-films">eine wirklich erfreuliche Liste</a> viel länger sein. Der verrückte Wunsch beim Listenverfassen ist, konturiert die Welt zu umarmen, zu zerfließen mit klarem Profil. Nur selten lässt mal <a href="http://www.eskalierende-traeume.de/aktion-deutscher-film-4-strandgut/#more-12184">eine gute Liste</a> über verschwundene Frontverläufe durchs hohe Gras den Wind wehen.</p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Oh-Happy-Day-1970-Brynych-b.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Oh-Happy-Day-1970-Brynych-b.jpg" alt="" width="600" height="216" class="aligncenter size-full wp-image-5016" /></a><br />
<em>Oh Happy Day</em> (1970 Zbynek Brynych)</p>
<p>Otto Gildemeister (1823 -1902) hat auf einen eigenartigen Mangel der deutschen Sprache hingewiesen und angemerkt, wie schön es wäre, &#8220;wenn Hass und Liebe, Lächeln und Lachen sich ebenso leicht von dem Banne des Singularis erlösen und im Chore aufführen ließen wie les amours, les haines, les sourires Frankreichs. Ist es nicht störend, dass wir das Leben eigentlich nicht in der Mehrzahl vorführen können&#8230;&#8221;</p>
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		<title>Tinte und Kerzenschein</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 21:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Knepperges</dc:creator>
				<category><![CDATA[new filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Stolen Face (1952 Terence Fisher) Vom nahenden Unheil kündend ergießt sich Tinte über das gerasterte Foto einer Frau, die im Gefängnis einer ganz besonderen Resozialisierung unterzogen wird. Ihre Gesichtszüge sollen sich unter den Händen eines genialen Chirurgen so sehr verwandeln, dass sie ein neues Leben anfangen kann &#8211; als dessen Gattin. Sie wird zum Verwechseln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/stolen-face-1952.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/stolen-face-1952.jpg" alt="" width="600" height="450" class="aligncenter size-full wp-image-4952" /></a><br />
<em>Stolen Face </em>(1952 Terence Fisher)</p>
<p>Vom nahenden Unheil kündend ergießt sich Tinte über das gerasterte Foto einer Frau, die im Gefängnis einer ganz besonderen Resozialisierung unterzogen wird. Ihre Gesichtszüge sollen sich unter den Händen eines genialen Chirurgen so sehr verwandeln, dass sie ein neues Leben anfangen kann &#8211; als dessen Gattin. Sie wird zum Verwechseln jener Frau ähneln, die es vorzog einen anderen Mann als den Schönheitschirurgen zu heiraten. </p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/The-Two-Faces-of-Dr.-Jekyll-1960-Terence-Fisher.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/The-Two-Faces-of-Dr.-Jekyll-1960-Terence-Fisher.jpg" alt="" width="600" height="256" class="aligncenter size-full wp-image-4953" /></a><br />
<em>The Two Faces of Dr. Jekyll</em> (1960 Terence Fisher)</p>
<p>Dr. Jekyll hat gerade notiert, wie notwendig es nun sei, <em>ihn</em> auszutreiben, da fügt <em>er</em> hinzu: <em>Ich bin zurückgekehrt, aus eigenem Entschluss. </em>Die selbe Hand führt die Feder, aber ungleich selbstbewusster ist die Schrift von Mister Hyde. </p>
<p>&#8220;Das alleredelste Nass der gantzen Welt&#8221; ist, wenn man der Ansicht folgt, die Johann Rist im Jahre 1663 formulierte, nicht Wein, nicht Milch, nicht Wasser, sondern die Tinte. Und tatsächlich wird gegenwärtig für nichts ein höherer Preis erhoben als für Druckerpatronen. Blutkonserven sind vergleichsweise preiswert.</p>
<p>In <em>The Gorgon</em> (1964 Terence Fisher) versucht jemand frisch aufs Papier zu bringen, welchen Eindruck das Schlangenhaupt der Medusa auf ihn gemacht hat. Doch grau und schwer sinkt seine Hand herab auf die Feder, die zerbricht. Der Schreibende ist zu Stein geworden.</p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/terence-fisher.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/terence-fisher.jpg" alt="" width="600" height="168" class="aligncenter size-full wp-image-4954" /></a><br />
<em>Frankenstein and the Monster From Hell</em> (1974), <em>Frankenstein Created Woman</em> (1967)</p>
<p>Man sagt, Terence Fisher habe das Blut und dessen Farbe auf die Kinoleinwand gebracht. Das stimmt wohl. Aber die wirkliche Sensation in seinen Filmen ist, ganz so wie bei Bergman: das In-Szene-Setzen der Gesichter und deren Sinnlichkeit. </p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Frankenstein-Created-Woman-1967.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Frankenstein-Created-Woman-1967.jpg" alt="" width="600" height="167" class="aligncenter size-full wp-image-4955" /></a><br />
Susan Denberg in <em>Frankenstein Created Woman</em> (1967 Terence Fisher)<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Vyx_TIiECm4">*</a></p>
<p>&#8220;Gerade habe ich in einem wunderbaren Horrorfilm der Hammer Productions ungeheuer schöne hohe Farne gesehen.&#8221; (Peter Handke in FILM, August 1968)</p>
<p>Bei Hammers Konkurrenzfirma, bei Amicus, inszenierte Freddie Francis, der als Kameramann berühmt (The Innocents, Elephant Man, Cape Fear) und als Regisseur ein wenig unterschätzt wurde, einen zauberhaften Film über das Sammeln und über den Fluch des Besitzens. </p>
<p>Selten wurde das Abtauchen in den Lesestoff im Kino so schön gezeigt, wenn auch als Warnung.</p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/the-skull-1964-a.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/the-skull-1964-a.jpg" alt="" width="600" height="257" class="aligncenter size-full wp-image-4956" /></a></p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/the-skull-1964-b.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/the-skull-1964-b.jpg" alt="" width="600" height="257" class="aligncenter size-full wp-image-4957" /></a></p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/the-skull-1964-c.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/the-skull-1964-c.jpg" alt="" width="600" height="257" class="aligncenter size-full wp-image-4958" /></a>  </p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/the-skull-1964-d.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/the-skull-1964-d.jpg" alt="" width="600" height="257" class="aligncenter size-full wp-image-4959" /></a></p>
<p>Peter Cushing in <em>The Skull </em>(1965 Freddie Francis). <strong>Frohe Weihnachten!</strong></p>
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		<title>The paradise of further research</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 13:41:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Knepperges</dc:creator>
				<category><![CDATA[new filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[From This Day Forward (1946 John Berry) **** Harry Morgan (10. April 1915 – 7. December 2011) &#8230; hatte Nebenrollen in Filmen von William Wellman, Henry Hathaway, Henry King, John Berry, Joseph L. Mankiewicz, John Farrow, Frank Borzage, Vincente Minnelli, Lewis Allen, Fred Zinnemann, Anthony Mann, John Ford, Hugo Fregonese, John Sturges, Blake Edwards, Don [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/From-This-Day-Forward-1946-John-Berry.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/From-This-Day-Forward-1946-John-Berry.jpg" alt="" width="600" height="217" class="aligncenter size-full wp-image-4885" /></a> </p>
<p><em>From This Day Forward</em> (1946 <a href="http://newfilmkritik.de/archiv/2007-06/fur-berry/">John Berry</a>) <a href="http://www.youtube.com/user/JoanieFontaine#p/u/18/lcJIznPiLE8" target="_blank">****</a> </p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Harry-Morgan-From-This-Day-Forward-1946.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/12/Harry-Morgan-From-This-Day-Forward-1946.jpg" alt="" width="600" height="223" class="aligncenter size-full wp-image-4886" /></a></p>
<p><strong>Harry Morgan</strong> (10. April 1915 – 7. December 2011) </p>
<p>&#8230; hatte Nebenrollen in Filmen von William Wellman, Henry Hathaway, Henry King, John Berry, Joseph L. Mankiewicz, John Farrow, Frank Borzage, Vincente Minnelli, Lewis Allen, Fred Zinnemann, Anthony Mann, John Ford, Hugo Fregonese, John Sturges, Blake Edwards, Don Siegel&#8230; <a href="http://www.emmytvlegends.org/interviews/people/harry-morgan">Harry Morgan</a> war laut eigener Auskunft &#8220;one of the luckiest people in the world.&#8221;</p>
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		<title>Der Bildungsauftrag des Fernsehens</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 18:23:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Knepperges</dc:creator>
				<category><![CDATA[new filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu lernen, was das da oben rechts ist. Das Überblendzeichen. Der Lieutenant fragt. Die Mörderin begreift. Trish Van Devere und Peter Falk in Columbo &#8211; Make Me a Perfect Murder (1978 James Frawley). Weil meine Oma ihn so mochte, schnitt ich Peter Falk aus der Fernsehzeitung und steckte ihn zum Spaß in ihr Medaillon. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/11/Trish-Van-Devere-Peter-Falk-Columbo-Make-Me-a-Perfect-Murder-1978-a.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/11/Trish-Van-Devere-Peter-Falk-Columbo-Make-Me-a-Perfect-Murder-1978-a.jpg" alt="" width="600" height="214" class="aligncenter size-full wp-image-4727" /></a> </p>
<p>Zu lernen, was das da oben rechts ist. Das <a href="http://newfilmkritik.de/archiv/2011-11/cigarette-burns/" target="_blank">Überblendzeichen</a>.  </p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/11/Trish-Van-Devere-Peter-Falk-Columbo-Make-Me-a-Perfect-Murder-1978-b.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/11/Trish-Van-Devere-Peter-Falk-Columbo-Make-Me-a-Perfect-Murder-1978-b.jpg" alt="" width="600" height="214" class="aligncenter size-full wp-image-4728" /></a></p>
<p>Der Lieutenant fragt. </p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/11/Trish-Van-Devere-Peter-Falk-Columbo-Make-Me-a-Perfect-Murder-1978-c.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/11/Trish-Van-Devere-Peter-Falk-Columbo-Make-Me-a-Perfect-Murder-1978-c.jpg" alt="" width="600" height="214" class="aligncenter size-full wp-image-4729" /></a></p>
<p>Die Mörderin begreift.</p>
<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/11/Trish-Van-Devere-Peter-Falk-Columbo-Make-Me-a-Perfect-Murder-1978-d.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/11/Trish-Van-Devere-Peter-Falk-Columbo-Make-Me-a-Perfect-Murder-1978-d.jpg" alt="" width="600" height="214" class="aligncenter size-full wp-image-4730" /></a></p>
<p>Trish Van Devere und Peter Falk in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rBeYp_x7x8s" target="_blank">Columbo</a> &#8211; <em>Make Me a Perfect Murder</em> (1978 James Frawley).</p>
<p>Weil meine Oma ihn so mochte, schnitt ich Peter Falk aus der Fernsehzeitung und steckte ihn zum Spaß in ihr Medaillon. Sie ließ ihn dort. Bis sie mir irgendwann einmal traurig erklärte, sie habe ihn herausnehmen müssen. Denn mit Schrecken hatte sie am Abend zuvor im dritten Programm &#8211; in <em>A Woman Under the Influence</em> &#8211; miterlebt, wie der Columbo da mit seiner armen Frau umging.</p>
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		<title></title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 15:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Knepperges</dc:creator>
				<category><![CDATA[new filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die schwierigste Minigolf-Bahn der Welt. (Forstbotanischer Garten, Köln) Hinter der Sonntäglichkeit des Daseins den Albdruck der Welt zu verspüren, den Blick in einen leeren Briefkasten zu werfen, einen Freitag zu erleben, ohne die gewohnte Lieferung, ohne eine vergilbte Filmkritik aus dem Tagesspiegel! Warum nur, warum muss das sein? Ich weiß den Grund nicht, aber ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/11/Minigolf-Forstbotanischer-Garten-Köln-2011.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/11/Minigolf-Forstbotanischer-Garten-Köln-2011.jpg" alt="" width="600" height="417" class="aligncenter size-full wp-image-4685" /></a><br />
Die schwierigste Minigolf-Bahn der Welt. (Forstbotanischer Garten, Köln)</p>
<p>Hinter der Sonntäglichkeit des Daseins den Albdruck der Welt zu verspüren, den Blick in einen leeren Briefkasten zu werfen, einen Freitag zu erleben, ohne die gewohnte <a href="http://newfilmkritik.de/archiv/2011-06/4126/">Lieferung</a>, ohne eine vergilbte Filmkritik aus dem Tagesspiegel! Warum nur, warum muss das sein? Ich weiß den Grund nicht, aber ich weiß einen Trost: Im gerade erschienen Sonderheft 16 von <a href="http://www.kinoreal.at/www.kolikfilm.at/sonderheft.php?edition=201116&amp;content=inhalt" target="_blank">kolik.film</a> widmet sich <strong>Jörg Becker</strong> in ganz wunderbarer Weise den Texten und Büchern von <strong>Peter Nau</strong>. </p>
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		<title>Strychnin und Tambourin</title>
		<link>http://newfilmkritik.de/archiv/2011-10/strychnin-und-tambourin/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 00:34:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Knepperges</dc:creator>
				<category><![CDATA[new filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Versen des Markusevangeliums wird &#8220;denen, die da glauben&#8221;, empfohlen in neuen Zungen zu reden und Schlangen aufzuheben. Ein daraus entstandenes religiöses Brauchtum wurde in West Virginia vor vielen Jahren auf 16mm-Schwarzweißfilm festgehalten. Seit ich Holy Ghost People (1967 Peter Adair, 53 Min.) auf Achive.org fand, erzähle ich ungefragt Freunden und Bekannten, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/10/Holy-Ghost-People-+-In-Jesus-Name.jpg"><img src="http://newfilmkritik.de/wp-content/uploads/2011/10/Holy-Ghost-People-+-In-Jesus-Name.jpg" alt="" width="600" height="225" class="aligncenter size-full wp-image-4655" /></a></p>
<p>In den letzten Versen des Markusevangeliums wird &#8220;denen, die da glauben&#8221;, empfohlen in neuen Zungen zu reden und Schlangen aufzuheben. Ein daraus entstandenes religiöses Brauchtum wurde in West Virginia vor vielen Jahren auf 16mm-Schwarzweißfilm festgehalten. Seit ich <em>Holy Ghost People</em> (1967 <strong>Peter Adair</strong>, 53 Min.) auf <a href="http://www.archive.org/details/HolyGhostPeople" target="_blank">Achive.org</a> fand, erzähle ich ungefragt Freunden und Bekannten, was in diesem ganz unglaublichen Film geschieht, und dass ich so etwas noch nie zuvor gesehen hätte. Von einer noch nie zuvor gefühlten Art von Rührung schweige ich lieber. </p>
<p>Jetzt stieß ich in der Filmsammlung <a href="http://www.folkstreams.net/film,232" target="_blank">Folkstreams.net</a> auf so etwas wie eine Fortsetzung, ein Remake: <em>In Jesus&#8217; Name</em> (1991 <strong>Al Clayton</strong>, 47 Min.), gefilmt auf Hi8-Video in Alabama und in Georgia. Auch hier wird das aufregende Geschehen begleitet von lautem Gesang, elektrisch verstärkter Folkmusic und wildem Tanz. Und egal, was sich über die feinen Unterschiede zwischen beiden Filmen sagen ließe; mag der neuere in Musik und Schnitt einen schnelleren Gang einlegen und vielleicht den kürzeren Atem haben; beide Filme haben auf mich jedenfalls die gleiche Wirkung, in meinem verwirrten Staunen breitet sich warm ein tiefer Respekt aus: vor der Errungenschaft der gemeinschaftlichen Ekstase &#8211; als kurzzeitiger Befreiung von der Angst.</p>
<p>In einem schönen Radio-Interview des Senders &#8220;npr&#8221; kann man <a href="http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=5492469" target="_blank">Al Clayton</a> näher kennen lernen.<br />
Und es lohnt sich auf &#8220;Folkstreams&#8221; herumzustöbern. Man findet dort eine überwältigende Fülle großartiger Dokumentarfilme. Und viele begleitende Texte, Fotos und sogar Transkripte.<br />
Der Gründer der Plattform ist Tom Davenport, dessen hinreißender Film <em>It Ain&#8217;t City Music</em> (1973) dringend gesondert gewürdigt werden muss. In Kürze mehr <a href="http://www.folkstreams.net/film,55" target="_blank">dazu</a>. </p>
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