new filmkritik

Freitag, 07.12.2018

Werner Dütsch, 1939 – 2018

Aus einem Text Werner Dütschs über die WDR Filmredaktion, bei der er von 1970 bis 2004 arbeitete:

„Redaktionsalltag. Lange Arbeitstage, Reisen zu Autoren und Produzenten. Für keine private Company hätten wir so viele Stunden arbeiten wollen. Zu Tagen unterwegs und in Köln gehörten ausdauernde Gespräche mit Kollegen und Autoren. Redend wurde aktuelle Arbeit ausdauernd umkreist. Das konnte in produktive Disziplinlosigkeit ausarten, mit ersten Ideen für neue Projekte. Geistige Getränke gehörten dazu, Pausen gab es für Runden am Flipper; ein Autor hatte einen zu Hause.“

Ein Brief an Harun Farocki von 1970 und ein paar Worte zu Werner Dütschs plötzlichem Tod in der Nacht vom 4. auf den 5. Dezember 2018 sind nebenan beim Harun Farocki Institut zu lesen.

Hier eine schöne Sendung über Fritz Lang aus seiner Feder, im Dialog gesprochen von Martina Müller und ihm.

Freitag, 30.11.2018

Paratexte der Filmkritik (9): Ein projiziertes Heft

Die erste Seite eines vierseitigen, auf sehr schönem Papier gedruckten Faltblatts, das – wahrscheinlich – in den Jahren 1979 verschiedenen Heften beilag. Einer von mehreren Versuchen, die Zeitschrift über das Heft hinaus zu tragen. In diesem Fall: „ein projiziertes Heft“; wenig später: „ein gesendetes Heft“ (= eine FK-Sendung im WDR).

Die Filme: ZWISCHEN ZWEI KRIEGEN (Farocki); FORTINI/CANI (Straub/Huillet); FLUCHTWEG NACH MARSEILLE (Engström/Theuring); AUSLÄNDER TEIL 3 und 4 (IRANIER) (Nestler); AMERIKA VOR AUGEN – ODER KAFKA IN 43 MIN 30 SEC (Zischler).

Offenbar ein wenig erfolgreicher Vorstoß. FK-Sitzung vom 5.1.80: „3. Das Paket ‚Die FK geht ins Kino‘ war bisher ein Reinfall. Es ist nur 5 mal gezeigt worden.“

Das Faltblatt als PDF hier.

Freitag, 23.11.2018

Herbert Achternbusch, * 23. November 1938


Herbert, warum gibst Du eigentlich niemals – oder sehr ungern – Interviews? Gibt’s denn Interviews mit Dir?

Kaum.

Warum nicht?

Phhhhhhhhhh. Weil jeder Interviewer verlangt, dass man auf kleine Fragen groß antwortet. Und ich bin ein Mensch, der will reagieren. Und wenn nix da ist zum reagieren… […] Ich find‘, Interviews gehör’n per Gesetz verboten.

[Kino ’78, WDR, Redaktion: Wilfried Reichart, Erstausstrahlung 7. Dezember 1978.]

Dienstag, 30.10.2018

Spreeland Fontane. (Film von Bernhard Sallmann, DE 2018, 79 Minuten)

Nach dem Oder- und dem Rhinland hat sich Bernhard Sallmann in Bild und Ton nun das Spreeland erschlossen – nicht kartographisch, sondern als Lebensraum (wie er in Fontanes „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ von 1892 beschrieben wird).

Ich erwähne ein paar Text-Passagen.
Lebensmittelversorgung: aus Lübbenau und dem Spreewald kommen Gurke, Kürbis und Meerrettich, Jagd auf Reiher gibt es im Reiher-Grund von Duberow, königliche Wildschweinjagd in der Umgebung von Schloss Köpenick, Bienenzucht in Kienbaum, Karpfen und Zander kommen aus dem Teupitzer-See (teuer verpachtet vom herrschaftlichen Gut), der Fang wird in sechsstündiger Fahrt nach Berlin verschifft.
Lehde, „Lagunenstadt im Taschenformat“, mag zu Fontanes Zeit ausgesehen haben wie Venedig vor 1.500 Jahren. Die wendische Spree, wenig Dörfer, keine Städte. Fontane verfolgt einen wendischen Begräbnis-Gottesdienst, beschreibt die Trachten der Frauen. Schmöckwitz ist öde und ärmlich. Die Wendei: das Seen- und Spreegebiet – „nichts als Rohr und Wiese“, selbst der Krieg habe einen Umweg um diese Gegend gemacht. Das Müggel-Ufer hingegen ist Märchenland.
Ernst Gottlieb Woltersdorf (1725-1761) kann in seinem Amt als Prediger nicht anders (wie er es selbst beschreibt), als die Feder laufen zu lassen beim Verseschreiben und Liedermachen.
1840: der mächtige und gefürchtete Johann Gottfried Schadow, „ein Achtziger“, im grossen Akt-Saal der Berliner Akademie – wie er den Skizzen der Studenten entlangschreitet, dort etwas lobt, hier etwas verwirft (im Berliner Platt).
Kirchenbücher geben mit ihrem „Lapidarstil“ einen ganzen Mikrokosmos wieder – Fontane zitiert aus dem Gröben-Siethener Kirchenbuch, das bis 1604 zurückgeht: Krieg, Pest, Wassersnot, Feuersnot, Geburt, Tod, Unglücke, Mord, Stäupung, Enthauptung, Ehebruch. Fontane wählt Beispiele aus dem 17. Jahrhundert.

Sallmanns Einstellungen bebildern nicht das Gesagte, sondern bleiben weitgehend autonom, obschon es auch Übereinstimmungen zwischen Bild und Text geben kann. Aber das muss man sich schon selbst erschliessen. Die Bild- und Originaltonebene hat durch die Statik und Länge der Einstellungen das Eigentümliche, dass man in sie wie ‚onirisch’ hineingezogen wird (wenn man sich dem nicht von Anfang an verschliesst). Die da hinein gesetzten Text-Stellen aus Fontane heben einen daraus heraus, über die Länge der von Judica Albrecht gelesenen Abschnitte ist das verbale Verständnis aktiviert – nur um wieder, wie in den Schoss von Mutter Erde, auf die erste Ebene des sinnlich-materialen Schauens und Hörens zurückzufallen. Freilich mit dem Beieffekt, dass nun auch die Fontaneschen Textpassagen anwesend sind, die zwei sonst getrennten Ebenen also ‚organismisch’ verbunden.

(Der Film läuft auf dem Dokfilmfest Leipzig am 1.11. und 4.11.2018, 18.30 im Passage Kino Wintergarten; auf dem Filmfestival Cottbus am 10.11.2018, 18 Uhr in der Kammerbühne; ebenfalls programmiert sind dort vier weitere Filme von Bernhard Sallmann aus dem Zusammenhang Fürst Pückler-Garten und Lausitz.)

Samstag, 27.10.2018

Fluchtweg nach Marseille

„Die Verbindung zu finden zwischen einer Arbeitssituation (1977) und einem Stoff (1941) war zugleich leicht und schwer. Der Schnittpunkt war schnell hergestellt in Gedanken. Die Recherchen, Überlegungen und Empfindungen, diesem gerecht zu werden, um so mehr stolpernd, wenn auch lustvoll. Den Stoff ernst nehmen hieß zuerst sich von ihm abwenden. Sich selber bewegen, eine eigene Wahl treffen. Lektüre als Zitat kennzeichnen, aber nichts mehr.“ (Ingemo Engström / Gerhard Theuring: Fluchtweg nach Marseille, Filmkritik 2/78, S. 68).

Der Film FLUCHTWEG NACH MARSEILLE von Engström/Theuring, im Untertitel als „Bilder aus einem ARBEITSJOURNAL (1977) zu dem Roman TRANSIT (1941) von Anna Seghers“ charakterisiert, wird morgen im Rahmen des FILM RE:STORED-Festivals der „Deutschen Kinemathek“ gezeigt.

28. Oktober 2018, Kino Arsenal

14.00 Uhr

FLUCHTWEG NACH MARSEILLE, Teil 1
ESCAPE ROUTE TO MARSEILLE, Part 1
BRD | FRG 1977, Regie | directed by: Ingemo Engström, Gerhard Theuring DCP, 90 Min., Farbe und s/w | in color and b/w, OmeU | OV with English subtitles

16.00 Uhr

FLUCHTWEG NACH MARSEILLE, Teil 2
ESCAPE ROUTE TO MARSEILLE, Part 2
BRD | FRG 1977, Regie | directed by: Ingemo Engström, Gerhard Theuring DCP, 120 Min., Farbe und s/w | in color and b/w, OmeU | OV with English subtitles

***

Von FLUCHTWEG NACH MARSEILLE handelt auch der erste Text in der Sammlung von „Falter“-Texten Hans Hurchs, die letztes Jahr erschienen ist. Der Artikel ist anlässlich der Vorführung des Films im Österreichischen Filmmuseum am 27. Mai 1978 entstanden. Er beginnt so:

„Dies ist das erste Mal, dass ich versuche, über einen Film zu schreiben, und ich weiß eigentlich nicht so recht, wie ich das machen soll. Eine systematische Filmkritik kann und will ich nicht liefern, denn ich glaube, dass ich so diesem Film nicht gerecht werden kann. Auch nur die Handlung des Films nachzuerzählen wäre zu kompliziert, und eigentlich gibt es auch keine durchgehende Handlung, sondern eher die Rekonstruktion des Fluchtwegs der Vertriebenen aus Nazideutschland in den rettenden Hafen Marseille. Dabei dient das Buch ‚Transit‘ von Anna Seghers als Filmgerüst.“

Und er endet so:

„Und so fing ich an, in diesem Film selbst Bilder zusammenzusetzen und mir meine eigene Geschichte zu erfinden und so meine Produktivität zu befreien. Endlich einmal wurde ich nicht mehr zynisch mit Fertigteilen abgespeist, die mir keine Gelegenheit und Zeit zum Schauen und Denken lassen. Ich fühlte mich einfach auf eine sehr redliche Weise ernstgenommen, als Zuschauer und Mitproduzent des Films, und nicht als Konsument beliebiger Bilder verachtet. Das ist nicht alles von vornherein klar, wie in so vielen anderen (oft auch sogenannten fortschrittlichen) Filmen, wo dem Betrachter jedes Denken im wahrsten Sinne des Wortes abgenommen wird oder wie Engström/Theuring schreiben: ‚Es sind die Blinden, die das Ergebnis im Voraus wissen.‘ Wollte ich anfangen, einzelne Teile zu erzählen, wäre ich schon mitten im Film, aber vielleicht ist jemand neugierig geworden und will das alles selbst sehen.“

[Hans Hurch: Fluchtweg nach Marseille, in : Ders.: Vom Widerschein des Kinos. Texte aus dem Falter 1978–1991, hg. von Claus Philipp, Christian Reder, Armin Thurner, Wien: Falter 2017, S. 13–15: 14f.]

Mittwoch, 17.10.2018

Frühe Videoarbeiten von Jean-Luc Godard (Filmvorführung und Gespräch)

Vom 19.-21. Oktober 2018 findet in der Denkerei und im fsk Kino Berlin die Veranstaltung „Essayfilm – sichtbares Denken“ statt. Heiner Mühlenbrock und Cecilia Valenti haben ein Programm aus Vorträgen, Gesprächen und Filmvorführungen zusammengestellt.

Beteiligt sind: Nora M. Alter, Professorin für das Film and Media Arts an der Temple University; Kathrin Becker, Geschäftsführerin und Leiterin des n.b.k. Video-Forums in Berlin; Bazon Brock, emer. Prof. für Ästhetik und Kulturvermittlung, Künstler, Kunsttheoretiker sowie Gründer der Denkerei; Ralph Eue, Filmkurator, Publizist und Filmhistoriker; Ben Gibson, Direktor der DFFB; Hulda Rós Guðnadóttir, Film- und Medienkünstlerin; Thomas Helbig, Kunsthistoriker; Frédéric Jaeger, Chefredakteur critic.de und geschäftsführender Vorstand des VDFK – Verband der deutschen Filmkritik e.V.; Sven Kramer, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Literarische Kulturen; Heiner Mühlenbrock, Regisseur und Kurator; Michaela Ott, Philosophin, Filmwissenschaftlerin und Professorin für ästhetische Theorien; Wilfried Reichart, ehemaliger Leiter der WDR-Filmredaktion; Anke Sterneborg, Filmkritikerin; Michael Temple, Direktor des The Essay Film Festival in London; Klaus Theweleit, Literaturwissenschaftler, Kulturtheoretiker und Schriftsteller; Cecilia Valenti, Medienwissenschaftlerin und Filmkuratorin; Martina Zöllner, rbb-Programmbereichsleiterin „Doku & Fiktion“

Neben Heiner Mühlenbrocks „Vor aller Augen” (D 1991, 60 min) und der von Michael Temple kuratierten langen Filmnacht des Essay Film Festivals London werden abschließend frühe Videoarbeiten Jean-Luc Godards gezeigt. Zusammen mit Anne-Marie Miéville gründete Godard Anfang der siebziger Jahre in Grenoble die Videogesellschaft „Sonimage“. Unter dem Eindruck der technischen Möglichkeiten des Videoformats entstehen zahlreiche Filmprojekte, die anstelle des Kinos das Fernsehen adressieren. Die experimentell angelegte Serienproduktion „Six fois deux [sur et sous la communication]“ (R: Godard/Miéville, FR 1976, 610 Min.) skizziert formal und inhaltlich neue Wege, das Fernsehen als diskursives Medium zu etablieren.

Gezeigt werden die Episoden „Photos et cie“ und „Marcel“ (deutsche Synchronfassungen) sowie Ausschnitte aus einem Interview, das Wilfried Reichart Ende November 1976 mit Godard in Grenoble führte (s. auch hier). Einführung: Wilfried Reichart und Thomas Helbig.

„Mit Six fois deux hat Godard sechsmal zwischen den Bildern und Tönen die Fluchtlinie schöpferischen Handelns aufblitzen lassen, und mit ihr hat er das Fernsehen entführt.“ (Gilles Deleuze)

Freitag, 12.10.2018

In Hamburg

Das Metropolis-Kino zeigt amerikanische Polizeifilme der 70er.
The New Centurions (1972 Richard Fleischer) mit Stacy Keach und George C. Scott, der schönste Film der Reihe und Hauptinspiration für Wolf-Eckart Bühlers legendäres FILMKRITIK-Polizeifilm-Heft, läuft (DF, 35mm) am Sonntag um 21:15. Einführung: Volker Hummel

Montag, 08.10.2018

Paratexte der FILMKRITIK (8): Zur Kritik des Politischen Films

[Filmkritik Nr. 270, Juni 1979, vordere Umschlaginnenseite; im Heft: Peter Nau: Die Kunst des Filmesehens – Filme, ausgewählt für Studenten der DFFB von Peter Nau]

Kinohinweis:

9.11.2018, 20:00 Uhr, Kino Arsenal: LA MARSEILLAISE, Regie: Jean Renoir, Einführung: Peter NAU.

Sonntag, 07.10.2018

zu HOTTE IM PARADIES

Wo die Ausbeutung das Geschäftsmodell ist und er das aber gar nicht kann:
das Gesicht von Misel Maticevic, das immer mehr zu wissen scheint,
vor allem, daß es so doch nicht geht – sein Eskapismus erinnert eher an Dieter Montag in “Solo Sunny“, der auch immer was Schönes machen will: Hotte als Kümmerer und Beschützer, wo dann der Ausflug zum See mit seinen 3 Mädchen mehr mit MENSCHERN AM SONNTAG zu tun hat als mit existentiellen Pathos eines geschundenen Pacino in CARLITOS WAY.

Der an die Ingredienzien des bürgerlichen Lebens glaubt, der das Geld Verdienen aber ohne Arbeit abkürzen will, um ein ein Leben in Distinktionen zu führen. Und wie das scheitern muss, davon erzählt Graf hier unnachahmlich mit Präzision und rarer Vitalität.

Die Mädchen sind Material, das gepflegt werden muss: mit einer Liebe zu den Figuren hier, aus der Zeit, wo man noch von Kiezfiguren sprach und von den geliebten Körpern der von ihnen geschundenen Frauen.

Gegen die Wettbewerber am Markt, die wie eine Handwerkskammer organisiert sind. Das alte Westberlin als Pate. Die kleinen Puffs am, vor’m Olympiastadion.–
Das übriggebliebene kleinkriminelle Milieu, inzwischen auch gentrifiziert am Stuttgarter Platz, wo sich heute die weißhaarige, gesettelte Libertinage an das Verruchte in der Kunst des billigen Lebens während den Achtzigern erinnert, das KUMPELNEST neben dem Strassenstrich….

Der Melancholiker Misel Maticevic, dessen Unwiderstehlichkeit hier so als wunderbar verwundbar dargestellt ist, und das Prekäre, und die Kokslines vom Hintern der Wunschvorstellung mit den Banalitaäten des Alltags kollidieren, wo am Ende der Skrupellose sich durchsetzt und das Bild des Gescheiterten bleibt, so wie Sterling Hayden in einem seiner schönsten Momente sich nachts betrunken in den Pazifik verabschiedet, ist Hotte auch mehr bei THE LONG GOODBYE von Altman oder bei Wolfs SOLO SUNNY bzw. Wilders MENSCHEN AM SONNTAG als bei CARLITOS WAY von De PALMA.
Steht irgendwo dazwischen.

7.10. 15.00 H Cinema Bundesplatz
und DVD

Dienstag, 02.10.2018

Wolf-Eckart Bühler / Sterling Hayden

Im Oktober werden gleich vier Kinoabende im Arsenal stattfinden, die direkt oder indirekt mit der alten FILMKRITIK zu tun haben.

Morgen und übermorgen ist Wolf-Eckart Bühler zu Gast. Er zeigt seine beiden Filme „Leuchtturm des Chaos“ (1983) und „Der Havarist“ (1984) und spricht mit Hannes Brühwiler darüber. Eine schöne Coda der Hollywood Blacklist-Reihe im September.

Ich bin kein Experte für Schauspielporträts, kann mir aber keinen erstaunlicheren Fall dieses Genres vorstellen als diesen. „Leuchtturm des Chaos“: 118 Minuten mit Sterling Hayden auf seiner holländischen Barkasse, vor Anker bei Besançon, „ein König ohne Land und Untertanen. Eine Shakespeare-Gestalt. Ein Träumer und Denker, ein manchmal flammender Prophet“, wie Alf Mayer schreibt.

Eine Kurzfassung des Films, „Vor Anker, Land unter. Ein Film mit Sterling Hayden“ war durch Werner Dütsch und die Filmredaktion des WDR 1982 möglich geworden. Die Arbeit verbindet sich mit Bühlers vorherigen Sendungen über Leo Hurwitz und Abraham Polonsky, aber auch mit Farocki/Hofmanns Porträt von Peter Lorre. Fallgeschichten, ausgehend von existentiellen Brüchen und Erschütterungen, die das HUAC und die Kommunistenangst der 1950er hervorriefen. Vier Phänotypen der Komplizenschaft oder des Widerstands.

The black pit of oblivion opens like a giant clamshell.

„Der Havarist“ ist Bühlers Version von Haydens autobiographischem Buch „Wanderer“, mit Burkhard Driest, Rüdiger Vogler und Hannes Wader in der Rolle Haydens.

Seit kurzem gibt es die Hayden-Filme – dank der Initiative des Filmmuseums München – auf DVD in der edition filmmuseum. Im Booklet ist auch ein unveröffentlichter Nachruf Bühlers auf den Schauspieler.


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