Montag, 12.12.2022

Vierundzwanzig (12)

Balzac, Ernst Jünger und Chabrol, alle Drei genossen das tägliche Wannenbad.
Balzac berichtete, er habe sich tagtäglich eine volle Stunde in einer heißen Wanne eingeweicht.
Chabrol erklärte, zum Übergang vom Schlaf in den Tag sei ihm ein Wannenbad am Morgen eine unverzichtbare Notwendigkeit.
Der morgendliche Sprung in die kalte[!] Badewanne leitet Jüngers Schriftstellertag ein. In einem TV-Interview nannte er ihn „meine Formel“.
(Theweleit: „Männerphantasien“)


Machorka Muff (1963 Danièle Huillet & Jean Marie Straub)

Kinder blieben einst vor Apotheken stehen, auch ich, vor dieser Schaufensterdekoration. Nur weil sich da was bewegte: Ein alter Mann am Turnreck, in denkbar falschem Schwung. Noch Jahrzehnte lang gab es aus Mangel an Herzeigbarem in Apothekenfenstern diese Deko. Sie diente der Erinnerung an die schon als Kind bei näherem Hinsehen erlebte Enttäuschung.

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