Am Arbeitsplatz: In der Schreibgruppe

Filmtitel: Am Arbeitsplatz: In der Schreibgruppe
FWU-Film: Ja
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 1970
Filmdauer in Minuten: 17
Filmmaterial: SW, Lichtton
Originalformat: 16 mm
Produktion: Anton Triandafilidis
Regie: Anton Triandafilidis
Seite des Films auf Filmportal.de
Daten zur Kopie
Kopienherkunft: Institut für Medienwissenschaften, Universität Paderborn
Sichtungsformat: 16 mm, SW, Lichtton
Filmdauer: 17 min
Mängel: leichte Sprünge im Ton, Schleiflinien im Bildstreifen,
Weitere Materialien: Begleitkarte
Anmerkungen: Der Kurzfilm ist Teil der Serie „Am Arbeitsplatz“, bei der verschiedene Karrieren und Berufe vorgestellt werden
Zum Film: Zu sehen sind Frauen bei verschiedenen Tätigkeiten im Büro, wie zum Beispiel beim Tippen auf den Schreibmaschinen, beim Telefonieren oder beim Sortieren von Unterlagen. Mehrere Arbeitsplätze werden nacheinander vorgestellt. Zwischendurch erscheinen Texttafeln im Bild, die zusätzliche Informationen liefern, etwa über Gehalt, Arbeitszeiten und Urlaubstage. Der Film enthält ebenfalls kurze Interviews mit einigen der Angestellten, bei denen unterschiedliche Altersgruppen und Lebenssituationen der Frauen angesprochen werden. Manche Frauen werden in Konversationen mit Kolleginnen gezeigt, während andere an ihrem Schreibtisch arbeiten.
Neben den weiblichen Beschäftigten erscheint nur ein männlicher Kollege im Film. Zwischen den erklärenden Passagen gibt es auch längere Sequenzen ohne Kommentar, in denen nur die Geräusche des Büros, etwa das Klappern der Schreibmaschinen, zu hören sind. In der Schlusssequenz fährt die Kamera langsam aus dem Raum heraus, während weiterhin die Geräusche der Schreibmaschinen zu hören sind.
Anmerkungen:
Dieser Film hatte im Seminar generell eine auseinandergehende Wirkung. Einige fanden ihn etwas in die Länge gezogen und inhaltlich uninteressant im Vergleich zu den anderen gesichteten Filmen. Andere wiederum empfanden den Lehrfilm als spannend, da er sozial- und arbeitsgeschichtliche Einblicke bietet, die sich von dem heutigen Büroalltag doch sehr unterscheiden. Ein Teilnehmer schrieb: „Ob der Lehrfilm für Schülerinnen interessant war, mag ich zu bezweifeln, da er doch sehr klischeehaft war (JN).“
Jemand anders schrieb jedoch: „Das Besondere an diesem Film ist, dass er nicht nur für den normalen Unterricht produziert wurde, sondern Schülerinnen Einblicke in die Berufswelt geben soll. Die Interviews der Mitarbeiterinnen sind daher sehr ehrlich und vielfältig gestaltet“ (MW).
Aber auch hier konnte man an vielen Details im Film festmachen, dass er in den 70er-Jahren entstanden ist: „Besonders auffällig ist die Darstellung klarer Hierarchien und geschichtsspezifischer Rollenbilder im Büroalltag“ (AO).
„Die praktische Archivarbeit machte deutlich, historische Lehrfilme in mehrfacher Hinsicht als Quellen zu verstehen: Sie dokumentieren nicht nur Inhalte und gesellschaftliche Vorstellungen, sondern auch pädagogische Praktiken […]“ (SB).