new filmkritik

Donnerstag, 16.04.2009

Filmvermittlung und Internet

The Substance of Style

[Abbildung: aus Matt Zoller Seitz‘ gerade fertiggestellter fünfteiliger Serie »The Substance of Style« über Wes Anderson]

»Wir haben uns auf die Suche gemacht, was im Internet an filmvermittelnden Formaten und filmvermittelnden Filmen im engeren Sinne zu finden ist und möchten davon ausgehend die oben genannten Fragen mit Sebastian Lütgert (pirate cinema) diskutieren. Die Filmauswahl rückt dabei im Rahmen von amerikanischen Weblogs entstandene Arbeiten – im besonderen „Shooting Down Pictures„, das Projekt unseres Special Guest, des Filmemachers und -kritikers Kevin B. Lee – ins Zentrum. Gezeigt werden Videoessays über aktuelle und klassische Filme, u.a. von Nicole Brenez, Kristin Thompson, Jonathan Rosenbaum und Matt Zoller Seitz.«

Freitag, 17.4.2009, 19.30 Kino Arsenal, Berlin

Das Gespräch führen Michael Baute und Erik Stein.

Wer nicht dabei sein kann: Die Links zu den gezeigten Filmen sind hier – ebenso wie die »oben genannten Fragen«.

Mittwoch, 15.04.2009

Zu einer möglicherweise bisher unbemerkt gebliebenen Verbindung zwischen Judd Apatow, THE WIRE und den Artists Formerly Known as Berliner Schule

Beim zerstreuten Rumklicken – ich wollte WALK HARD gern nochmal sehen – fand ich heraus, dass die Kamerafrau des Films, Uta Briesewitz, deren Name mir im Vorspann der ersten THE WIRE-Staffeln regelmäßig aufgefallen war, nicht nur aus Leverkusen kommt (wo bekanntlich Schlüsselszenen der Petzold-Filme PILOTINNEN und CUBA LIBRE spielen), sondern ihr Handwerk – »she worked as a television camera operator shooting sports and music events on video, where she specialized in super-slow-motion photography working with long lenses« – Anfang der 90er Jahre an der Berliner DFFB erlernt hat, noch dazu im selben Jahrgang wie Angela Schanelec.

Dienstag, 14.04.2009

24/100

Die Geschichte vom Verschwörungstheoretiker, der seit Jahren an einer ausgreifenden Studie über den weltweiten Einfluss der Automobilindustrie auf die Filmstudios saß, von der er engsten Freunden bereits den Arbeitstitel „Von Kenji Mitsubishi bis Abel Ferrari“ verraten hatte.

Kino-Hinweis

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Stefan Eichinger, Lukas Förster, Sarah Klaue, Melanie Marx, Nikolaus Perneczky und Cecilia Valenti haben unter dem Titel „Revolutionen aus dem Off“ eine umfangreiche Filmreihe im Zeughaus zusammengestellt, die Positionen im Umfeld des „Dritten Kinos“ versammelt.

„34 Filme aus 14 Ländern im Zeitraum von 1955-1977, darunter etliche Raritäten, die in Deutschland nur selten zu sehen waren.“ (Möglicherweise sind es auch 35 Filme aus 12 Ländern, die Zählungen divergieren, vielleicht ja auch, weil sich im genannten Zeitraum etliche Nationen überhaupt erst begründet haben; unterm Strich bleiben es – so oder so – sehr viele Filme aus sehr vielen Ländern. Dass sie in Deutschland nur selten zu sehen waren, glaube ich sofort.)

Zum Auftakt am kommenden Samstag (18. April) der erstaunliche MABABAGNONG BANGUNGOT (DER PARFÜMIERTE ALPTRAUM; PHI 1977, R: Kidlat Tahimik, D: Kidlat Tahimik, Mang Fely, Dolores Santamaria, 93′; OmU). Pflichttermin nicht nur für Mitglieder der philippinischen Sektion des Wernher von Braun-Fanclubs und Sammler von semi-apokryphen Nebensächlichkeiten das künstlerische Werk Gordon Matta-Clarks betreffend, sondern auch für alle anderen, die sich für das Kino interessieren.

Auf der Website zur Filmreihe werden im Lauf der Zeit Texte und Materialien zum Thema versammelt.

Freitag, 10.04.2009

Vorsatz

Das Recht fragt nach dem Vorsatz eines Täters, und guten Vorsatz verlangt die Beichte.
Das Vorsatz (auch: Vorsatzpapier), mittig gefaltet, verbindet Block und Einband eines Buches.

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Illustrierte Vorsätze von Newell Convers Wyeth (1882-1945), dem großen Meister dieser Kunst, zeigt goldenagecomicbookstories.blogspot.com, hochaufgelöst.

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Sehr schöne endpapers gibt es auch hier und da und dort.

Montag, 06.04.2009

Frühling

beweglicher süßklee und crookes photometer
In der neuen Ausgabe von SigiGötz-Entertainment verblieb versehentlich eine Abbildung von Süßklee in einem Text, aus dem ich die dazugehörige Passage entfernt hatte. In Ergänzung meiner Darstellung der spiritistischen Begeisterung des Physikers William Crookes (im vorangegangenen SGE-Heft) wollte ich die erstaunliche Beobachtung nachliefern, die Maurice Maeterlinck in seinem Aufsatz über „die Intelligenz der Blumen“ (1907) am beweglichen Süßklee (Hedysarum gyrans) gemacht hat: Dessen Blättchen seien „so empfindlich gegen das Licht, dass ihr Tanz sich verlangsamt oder beschleunigt, je nachdem Wolken den Himmelsausschnitt, in den sie hinaufschauen, bedecken oder freilassen. Es sind wie man sieht, wahre Photometer … lange vor Crookes Erfindung.
Sieht man näher zu, so ist es höchst wahrscheinlich, dass wir überhaupt nichts schaffen können. Als Spätgeborene dieser Erde finden wir einfach wieder, was stets bestanden hat, und legen wie verwunderte Kinder den Weg, den das Leben schon vor uns gemacht hatte, noch einmal zurück.

Donnerstag, 02.04.2009

Heute

Was Stefanie Schlüter hier über Abdellatif Kechiches Film L’ESQUIVE sagte, gilt auch für das Spiel der Schüler in der wunderbaren Theateradaption an der Lise-Meitner-Gesamtschule in Köln-Porz: Das Spiel rehabilitiert „nicht mit der naiven Behauptung, das Problematische sei nicht da, sondern zeigt in einer Bewegung der Abweichung, wozu diese Energie auch fähig sein kann.“

Die Proben zu Marivaux‘ „Spiel von Liebe und Zufall“ auf der Schülertheaterbühne einer französischen Vorstadtschule – aufgeführt auf der Schülertheaterbühne einer deutschen Vorstadtschule. Unter der Regie von Bernhard Weitzell, mit Ekaterina Shapiro, Veronika Fot, Seid Felec, Jessica Krosch, Sarah Mokry, Derbas Mohammed Ahmad, Julia Bulpa, Cecilia Adu, Denise Kubatz, Lukas Lorenz, Tanja Engels, Pascal Starke, Anes Hasanovic, Antonio Pangia, Sandra Schröter, Rodrigue Kabeya, Witali Rau und Sara Piel de la Revilla.

„Nicht ja – nicht nein“, nur noch heute um 19:00 Uhr, 3 Euro Eintritt, 1,50 für Schüler.

Mittwoch, 01.04.2009

The Philosphy of Seth Rogen

„Yeah, that’s really all it is: You could guess all day as to what other people would like, but you know what you like. So that’s what we try to do.“ (Screen Test: Seth Rogen)

Samstag, 28.03.2009

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Donnerstag, 26.03.2009

The Jewish Cowboy

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James Caan wird 69 oder 70, jedenfalls hat er heute Geburtstag.

Red Line 7000 (Howard Hawks 1965), El Dorado (Howard Hawks 1966), The Rain People (Francis Ford Coppola 1969), The Godfather (Francis Ford Coppola 1972), Slither (Howard Zieff 1973), The Gambler (Karel Reisz 1974), Un autre homme, une autre chance (Claude Lelouch 1977), Misery (Rob Reiner 1990), Poodle Springs (Bob Rafelson 1998), Elf (Jon Favreau 2003), …


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