new filmkritik

Sonntag, 20.11.2022

Jean-Marie Straub (8. Januar 1933 — 20. November 2022)


Jean-Marie Straub, 11. März 2008, nach der Vorführung von QUEI LORO INCONTRI
im Pariser Kino Reflet Médicis (Photo: Alexis Tioseco)

Jean-Marie Straubs „Testament“, von ihm mehrfach öffentlich rezitiert,
ist diese Passage aus Hölderlins „Der Tod des Empedokles“ (II/4) –

[ … ] und schon – o Luft,
Luft, die den Neugeborenen umfängt,
wenn droben er die neuen Pfade wandelt,
dich ahnd‘ ich, wie der Schiffer, wenn er nah
dem Blüthenwald der Mutterinsel kömmt,
schon athmet liebender die Brust ihm auf
und sein gealtert Angesicht verklärt
Erinnerung der ersten Wonne wieder!
[ … ]


Aus dem handschriftlichen Drehbuch von Jean-Marie Straub [1984]
zu DER TOD DES EMPEDOKLES.


DER TOD DES EMPEDOKLES [1987]


Rolle, 25. November 2022

Dienstag, 04.10.2022

39/100

Die Geschichte vom Anrufbeantworter, auf den der Filmemacher (auf Französisch, denn das war seine Muttersprache) gesprochen hatte: „Bitte rufen Sie in zwei Jahren noch einmal an.“

Dienstag, 05.07.2022

Filme von Herbert Fell im Werkstattkino

Anlässlich seines 70. Geburtstags widmet das Werkstattkino in München dem Regisseur Herbert Fell eine Reihe mit vier Programmen. Gezeigt wird neben einer Auswahl seiner Arbeiten auch der Film »Der kleine Gangster« von Jacques Doillon.

Donnerstag, 28. Juli bis Sonntag, 31. Juli 2022.

Herbert Fell wird an allen vier Abenden anwesend sein.

Programm und Organisation: Susanne Mi-Son Quester

Es gibt einen schönen Trailer zur Filmreihe.

Und es gibt ein Gespräch mit Herbert Fell, das Susanne Quester im Mai 2022 mit ihm geführt hat.

Donnerstag, 30.06.2022

Filmtheorie und Filmgeschichte

Am 1. November 1984 fand an der DFFB eine Podiumsdiskussion zum Thema „Filmtheorie und Filmgeschichte“ statt, an der Helmut Färber, Ulrich Gregor, Norbert Grob, Gertrud Koch, Hans-Helmut Prinzler und Dominique Villain teilnahmen. Geleitet wurde die Diskussion von Heinz Rathsack.

Drei Auszüge aus den Wortbeiträgen von Helmut Färber:

„Was ein Filmemacher wollte, ist mir völlig gleichgültig und interessiert mich überhaupt nicht. Mich interessiert nur das, was er gemacht hat.
Nun zum Thema, was zu einer Filmtheorie-Ausbildung gehört: ich glaube, daß die Situation, in der wir uns hier im Moment befinden, ein bisschen glücklicher ist, als Sie das offenbar denken. Es ist ja gar nicht so, daß wir mitten in der Wüste Sahara sitzen und die allerersten Leute in der Geschichte der Menschheit sind, die sich Gedanken machen, was es für eine Theorie an dieser Filmschule geben könnte. Es gibt zum Beispiel einen bis ins Letzte ausgearbeiteten Lehrplan für das Studium der Filmregie von Eisenstein, der zum Lesepensum des ersten Studienjahres gehören sollte.“

***

„Über die eventuelle Geschichtslosigkeit zu reden ist kein Ausweg. Wir reden hier darüber, was möglich ist, was für eine produktive Weise, Filme zu sehen, es gibt. Es reicht nicht aus, einen Film zu sehen und darüber zu reden. Wichtig ist auch zu lesen, was über diesen oder jenen Film geschrieben wurde. Ich kann mir vorstellen, was hier praktiziert werden könnte: Im Zusammenhang mit Filmesehen auch das zur Kenntnis zu nehmen, was jemand über einen Film geschrieben hat. Aber das Wichtigste in so einem Prozeß ist die Kontinuität.“

***

Wenn ich nicht denken kann, weil ich produzieren muß, kann ich nicht produzieren, weil ich produzieren muß.“

[aus dem Protokoll der Veranstaltung]

Montag, 30.05.2022

Retrospektive Ingemo Engström

Vom 2. bis 19. Juni werden im ARSENAL die Filme Ingemo Engströms gezeigt; neben ihren eigenen Regiearbeiten sind auch Filme von Gerhard Theuring, Harun Farocki, Wim Wenders zu sehen; dazu von Engström ausgewählte Filme von Robert Bresson, Alexander Kluge und Mizoguchi Kenji.

Die Retrospektive wird veranstaltet vom Harun Farocki Institut gemeinsam mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.. Zu Gast ist neben Ingemo Engström und Gerhard Theuring am 19. Juni auch Katharina Thalbach.

Wir veröffentlichen zwei Texte von Ingemo Engström erneut:

Etwas über Schlußbilder und meine Liebe zum Kontinent
aus: Filmkritik Nr. 231, März 1976, S. 128–141. Heftredaktion: Ingemo Engström (Cover | Inhaltsverzeichnis)

Jahre der wirksamen Träume
geschrieben für die Retrospektive im Filmmuseum München, die von April bis Juni 2019 stattfand.

Mit Dank an Ingemo Engström.

Samstag, 28.05.2022



Montag, 09.05.2022

Montag, 25.04.2022


Samstag, 12.03.2022

Montag, 24.01.2022


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