Einträge von Volker Pantenburg

Dienstag, 02.01.2018

Die Pausenzeichen des Westdeutschen Rundfunks (5)

[Aus Köln in die Welt. Beiträge zur Rundfunkgeschichte, hg. von Walter Först, Köln: Grote 1974; = Annalen des Westdeutschen Rundfunks, Band 2, Innenseite des vorderen Buchdeckels]

Samstag, 30.12.2017

Fernando Birri, 1925 – 2017


Vor genau einem Jahr waren wir – Michael Baute, Stefan Pethke und ich – gemeinsam mit Markus Ruff vom Arsenal und Settimio Presutto, Fernando Birris engstem Mitarbeiter an diesem Film, in der Schlussphase der DVD und DCP-Produktion von ORG.

Michael war 2011 im Rahmen des LIVING ARCHIVE-Projekts auf den Film aufmerksam geworden, seitdem gab es die Pläne, die 177 Minuten zu digitalisieren und wieder zugänglich zu machen. Es entstand auch ein Video-Essay mit Studierenden aus Braunschweig und Frankfurt/Main; mit Presutto filmten wir ein Gespräch, das letztlich unveröffentlicht blieb.

Aus verschiedenen Gründen zog sich das alles sehr lang hin und war einigermaßen kompliziert, aber das passt gut zum Film selbst, dessen Produktionsgeschichte 1968 begann und über zehn Jahre dauerte.

Der Film wurde bei der Berlinale gezeigt, Birri war, so schrieb er per Mail aus Rom, sehr glücklich über die Arbeit und Leidenschaft, que permiten el milagro de resucitar ORG como un Ave Fénix de sus cenizas. Am 22. Dezember 2016 schickte er uns einen Text für das Booklet der DVD, „Das Ei des Phönix (fast ein halbes Jahrhundert später)“.

Immer mal wieder fragte ich in den letzten Jahren unter Kinobegeisterten herum, wer Birri kenne und etwas über ORG wisse, aber niemand konnte Genaueres sagen, den meisten war der Name Birri gar kein Begriff. Vielleicht ist das nur mein Eindruck, aber die Filmgeschichte Lateinamerikas scheint in der öffentlichen Wahrnehmung keine besonders große Rolle zu spielen.

Hier ist ein Porträt von Michael Chanan zu sehen, ein zwanzigminütiger Auszug aus einer längeren Dokumentation über das lateinamerikanische Kino, die Chanan 1983 für Channel 4 gedreht hat. Trigon-Film in der Schweiz scheint einige seiner Filme demnächst auf DVD herauszubringen.

Am 27. Dezember 2017 ist Fernando Birri mit 92 Jahren gestorben.

Sonntag, 24.09.2017

Maria Lang

Der einzige Film von Maria Lang, den ich kenne, ist Familiengruft. Ein Liebesgedicht an meine Mutter von 1981/82, ihr zweiter Film an der dffb. Ute Aurand hatte ihn mitgebracht an die FU, zusammen mit eigenen Filmen und einem 16mm-Projektor.

Zur Vorführung im Rahmen eines Seminars zur Geschichte der dffb kam nur eine Handvoll Studierende.

Jetzt – noch bis heute Abend – zeigt Ute Aurand Filmprogramme im Zeughauskino: Filme von Maria Lang, und solche, die für Maria Lang wichtig waren.

Auch ein Buch hat Ute Aurand zusammengestellt: „Maria Lang. Texte zum Film“. Sie verlegt es selbst, man kann es unter der hier angegebenen Email-Adresse bei ihr bestellen. Jede und jeder sollte das tun.

Über Familiengruft ist dort zu lesen:

„Der Vater schlachtet einen Hasen. Das ist klar und überschaubar. Jeder Schnitt hat eine Funktion und am Ende liegt das Fleisch sauber und ordentlich zerteilt in der großen Schüssel.
Die Mutter macht Hefeteig. Dabei sind mehrere Arbeitsgänge erforderlich, mit langen Pausen dazwischen. Das ist verwirrend und undurchsichtig. Am Ende wird ein Zopf daraus geflochten.

[…]

Ich rede über die Sprachlosigkeit, die Mauern, die Liebe, die Verachtung. Der Film ist ein Dokument meiner Hilflosigkeit. Ich kann darin meine Liebe nur beschreiben, die so nahe bei der Verachtung liegt, und aufhören zu glauben, daß genau das nicht sein darf.“ (aus dffb-Info 227, 1982)

Donnerstag, 07.09.2017

37/100

Die Geschichte vom Filmemacher, dessen Lebensgefährtin, sollte sie ihn überleben, ihm die Worte „Au contraire“ auf den Grabstein schreiben wollte.

Sonntag, 03.09.2017

36/100

Die Geschichte vom französischen Filmkritiker, der die Hauptbefriedigung seines Metiers in der Zwecklosigkeit dieser Tätigkeit sah – Filmkritik, schrieb er 1958, sei ungefähr, wie von einer Brücke herunter ins Wasser zu spucken.

Samstag, 15.07.2017

Kinohinweis

Kommenden Dienstag, 18.7.2017 im Sputnik:

Rainer Komers Werkschau

Gezeigt wird die VIER ELEMENTE Tetralogie mit den Teilen KOBE (2006, 45‘), MA‘RIB (2008, 30‘), MILLTOWN, MONTANA (2009, 34‘) und RUHR RECORD (2014, 45‘). Vorfilm: 25572 BÜTTEL (2012, 5‘).

Gesamtdauer: 160 Min., no dialogue. Mit Filmgespräch; Rainer Komers ist anwesend. Präsentiert vom Filmclub Berlin.

Mehr Informationen hier.

Beginn: 20.00 Uhr.

Samstag, 08.07.2017

Werner Hamacher (1948-2017)

[Werner Hamacher als – wenn man das so sagen kann – Delamarche in Hanns Zischlers »AMERIKA« VOR AUGEN ODER KAFKA IN 43 MIN. 30 SEC. Gefilmt von Ingo Kratisch 1978, im Jahr der Publikation von „pleroma – zum Begriff der Lektüre bei Hegel. Genesis und Metaphorik einer dialektischen Hermeneutik“ in einer Produktion für die Redaktion Literatur und Sprache des WDR.]

***

Der erste Text, den ich von Werner Hamacher las, hatte da, wo die anderen Beiträge des Bandes ihre Titel vermerkten, drei Sterne. Gegen Ende dieses Texts heißt es in einer Parenthese „– wo der feste Grund der Erkenntnis fehlt, verwandeln sich alle hermeneutischen Fragen in solche der Ethik –“.

In einem der letzten Texte, die ich von ihm las, steht: „Geschichte ist in allen ihren Elementen eine zu widerspenstige Sache, als daß man sie wegerzählen oder zu Zwecken der Werbung oder der Warnung zurechtstutzen könnte.“

Samstag, 15.04.2017

Die Pausenzeichen des Westdeutschen Rundfunks (4)


[Aus Köln in die Welt. Beiträge zur Rundfunkgeschichte, hg. von Walter Först, Köln: Grote 1974; = Annalen des Westdeutschen Rundfunks, Band 2, Innenseite des vorderen Buchdeckels]

Note to self: Zwischen 27.4.1941 und 25.9.1945 keine Pausenzeichen?

Samstag, 01.04.2017

Die Pausenzeichen des Westdeutschen Rundfunks (3)


[Aus Köln in die Welt. Beiträge zur Rundfunkgeschichte, hg. von Walter Först, Köln: Grote 1974; = Annalen des Westdeutschen Rundfunks, Band 2, Innenseite des vorderen Buchdeckels]

Mittwoch, 08.03.2017

Die Pausenzeichen des Westdeutschen Rundfunks (2)


[Aus Köln in die Welt. Beiträge zur Rundfunkgeschichte, hg. von Walter Först, Köln: Grote 1974; = Annalen des Westdeutschen Rundfunks, Band 2, Innenseite des vorderen Buchdeckels]


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