Einträge von Volker Pantenburg

Montag, 20.08.2018

Paratexte der FILMKRITIK (7): Bruno Schmidt präsentiert

[Filmkritik 10/62; Rückseite des Hefts. Auf der Vorderseite Anna Karina am Telefon, aus VIVRE SA VIE]

[Filmkritik 9-10/1984; Rückseite des Hefts. Auf der Vorderseite eine Rückenansicht von Christian Heinisch als Karl Roßmann in KLASSENVERHÄLTNISSE]

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Im Oktober 1962 (70. Heft der Gesamtfolge) erscheint zum ersten Mal die Werbung des Schmalfilmvertriebs Bruno Schmidt auf der Umschlagrückseite der FILMKRITIK. Bis zum letzten erschienenen Heft, Nr. 333-334, September-Oktober 1984, wirbt Bruno Schmidt für seine Millionenfilme, Evergreens und Welterfolge. Mehr als zwanzig Jahre lang werden mit rührender Beharrlichkeit Monat für Monat DER HAUPTMANN VON KÖPENICK, DER HUND, DER HERR BOZZI HIESS und DES TEUFELS GENERAL angepriesen. Nicht zu vergessen „das große Standardprogramm!“

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In einem der Redaktionsprotokolle der späten FILMKRITIK ist zu lesen: „Zu den Resteinnahmen: Bruno Schmidt hat ab Heft 11-12/1984 gekündigt; es fehlen also DM 3.500,- für die Hefte 11-12/1984 bis 11-12/1985 beziehungsweise DM 500,- für 1985.“ Die Rückseite des Hefts 11-12/1984, im Juni 2018 bei Brinkmann & Bose erschienen, ist deshalb schwarz.

Samstag, 04.08.2018

Paratexte der FILMKRITIK (6): Wir bieten zur Ausleihe an

[Filmkritik, 24. Jahrgang, 12. Heft, 288. Heft der Gesamtfolge, Dezember 1980, Umschlaginnenseite; die Anzeige ist textidentisch im Novemberheft 1980 abgedruckt, ebenfalls auf der Umschlaginnenseite, aber ohne Bild. Die Hefte 11 und 12/1980 sind Hefte zu DALLA NUBE ALLA RESISTENZA.]

Mittwoch, 25.07.2018

Paratexte der FILMKRITIK (5): Geld für eine Kopie

[Filmkritik, 24. Jahrgang, 2. Heft, 278. Heft der Gesamtfolge, Februar 1980, Umschlaginnenseite; der Aufruf ist textidentisch im Aprilheft 1980 erneut abgedruckt, dort auf der Innenseite des hinteren Umschlags]

Sonntag, 17.06.2018

Paratexte der FILMKRITIK (4): Straub/Huillet im Arsenal


Auszug aus dem Monatsprogramm des Arsenal, Kino der Freunde der Deutschen Kinemathek e.V., November 1981: »Jean-Marie Straub/Danièle Huillet: „Zu früh, zu spät“. Weitere Programmschwerpunkte in diesem Monat: »Die junge Ingried Bergman«, »Neue Experimentalfilme«, »Lucienne Lanaz«, »Seminar: Die großen Filmkomiker«.

Donnerstag, 31.05.2018

Paratexte der FILMKRITIK (3): Südcoop (1970)

Beilage zur Ausgabe 3/1970. Ein Wendeheft. Von vorne: „Unsere Filmpolitik der 70er Jahre (S. 1 bis 6), von hinten: „filmfestival der unabhängigen filmmacher, Festivalprogramm und Verleihkatalog Nr. 2“ (S. I bis VIII) Das Gesamtheft als PDF (6 MB) hier. Der Lesbarkeit halber sind die Seiten I bis VIII im PDF um 180 Grad gedreht.

Samstag, 12.05.2018

Paratexte der FILMKRITIK (2): zustimmen / nicht zustimmen

Gérard Genette gewidmet

[gefunden in Ausgabe 6/60. Im Inhaltsverzeichnis: „FILMKRITIK zweimal monatlich? Bitte beachten Sie das Postscriptum auf S. 192 und die diesem Heft beiliegende Antwortkarte“ – Das Heft erschien weiterhin im Monatsrhythmus.]

Donnerstag, 26.04.2018

Paratexte der FILMKRITIK (1): Umfrage, 1964


[gefunden in FILMKRITIK 1/64, der ersten Ausgabe im größeren Format von 17 x 24 cm, die auch den Auftakt der Reihe „Zum Selbstverständnis der ‚Filmkritik'“ von Wilfried Berghahn enthält – die Umfrage wird aber wohl ursprünglich eine Beilage der Aprilausgabe gewesen sein.]

Donnerstag, 05.04.2018

Harun Farocki über TRANSIT (1966)

Eine von Farockis Antworten bei der Zulassungsprüfung der dffb, Mai 1966. Die Frage, auf die Farocki hier antwortet, ist nicht Teil der Akte (Deutsche Kinemathek: Signatur: N 7815-dffb), aber vermutlich lautete sie, welches Buch man gern verfilmen würde.

Zwei TRANSIT-Verfilmungen, die mit Farockis Interesse für das Buch auf die eine oder andere Weise zusammenhängen:

FLUCHTWEG NACH MARSEILLE, BRD 1977, Regie: Ingemo Engström und Gerhard Theuring

TRANSIT, D 2018, Regie: Christian Petzold, ab heute im Kino.

Dienstag, 06.03.2018

André S. Labarthe, 1931–2018

Gestern die Meldung, dass André S. Labarthe gestorben ist.

Fast zehn Jahre ist es her, dass wir – Erik Stein, Stefan Pethke und ich – bei unserer Reise für „Kunst der Vermittlung“ mit ihm ein Gespräch führten. Soweit ich mich erinnere, hatten wir ihn gar nicht auf unserer Liste, als wir losfuhren. Dann wollte der Zufall, dass es beim Coté Court-Festival in Pantin eine kleine ASL-Retrospektive gab. Man denkt bei ASL immer gleich an „Cinéastes de notre temps“ und „Cinéma, de notre temps“ – ich wette, dass in Nachrufen, falls es in Deutschland überhaupt welche geben wird, reflexhaft das Adjektiv „legendär“ benutzt werden wird –, aber sein Blick war viel weiter als nur auf’s Kino. In Pantin liefen auch Sendungen zu Bruno Schulz, zu Artaud, zu Philipp Sollers und vielen anderen. Premiere hatte damals „Bernadette Lafont, exactement“, und wenn mein Gedächtnis besser wäre, könnte ich mit Sicherheit sagen, dass Lafont auch zu Gast war (in meiner Erinnerung war sie es).

Labarthe lud uns dann zu sich nach Hause ein. Von den Leuten, mit denen wir in dieser einen Woche Gespräche führten (Bergala, Douchet, Eisenschitz, Huet, Lagier) war er der einzige, der uns zur Begrüßung einen Wodka (oder Whisky – mein Gedächtnis, meine Ignoranz gegenüber Alkohol) anbot. Was sind das eigentlich für Zigaretten, die so gelblich aussehen, wie aus Kunststoff, und sehr lange brennen? Diesen Typus von Zigarette verbinde ich mit André S. Labarthe, vielleicht wurden sie nur noch für ihn hergestellt. Gleich neben der Küche war eine Kammer mit Filmdosen, haufenweise 16mm-Aufnahmen aus fünf Jahrzehnten, von unzähligen Gesprächen.

Einen Teil des Gesprächs, das, wie ich der mp3-Datei entnehme, am 16. Juni 2008 um 13:58 begann, kann man hier nachlesen. Wir stellten dann ein ganzes Dossier zu ASL zusammen, mit einem Text von Ralph Eue und weiteren Materialien. Hilfreich immer noch die Filmographie, die Jean-Luc Dirick aus Anlass des Festivals 2008 zusammengestellt hat.

Ich zitiere den Schluss von Ralph Eues Text, den Abschnitt mit der schönen Überschrift ASL „polymorph“

„Wofür steht eigentlich das S. in Labarthes Namen? Erstens: es dient dazu, das Pech hinters Licht zu führen. Ohne das S. hätte sein Name nämlich 13 Buchstaben, was ihn zur Zielscheibe für Unglück und Missgeschick machen würde. Zweitens: wollte er in seiner Anfangszeit als Kritiker Verwechslungen vorbeugen, da es einen entfernten Verwandten gab, der auch André hieß, Chefredakteur der Zeitschrift Constellation und Autor populärwissenschaftlicher Bücher (u.a. De la bombe atomique au sérum Bogomolotz, 1951) war. Drittens: macht das S. die Möglichkeit eines Plurals spürbar. Viertens: könnte es auch für Singulär stehen. Fünftens: Für Sylvain jedenfalls, wie gelegentlich zu lesen, steht es nicht. Sechstens: als Hommage für das große S in CinemaScope? Ja, das wäre denkbar.

»Bei Namen ist es wie bei Filmen, sie brauchen ein Gegenüber, damit sie sich in ihrer ganzen polymorphen Fülle realisieren. Versteht sich, dass sie bei jedem neuen Gegenüber ganz neue Assoziationen befördern.«“

Dienstag, 02.01.2018

Die Pausenzeichen des Westdeutschen Rundfunks (5)

[Aus Köln in die Welt. Beiträge zur Rundfunkgeschichte, hg. von Walter Först, Köln: Grote 1974; = Annalen des Westdeutschen Rundfunks, Band 2, Innenseite des vorderen Buchdeckels]


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