Einträge von Volker Pantenburg

Sonntag, 14.06.2020

Abraham Polonsky: Widerstand in Hollywood (2)

(1) Wolf-Eckart Bühler: Abraham Polonsky: Widerstand in Hollywood (7. Juni)

(2) Der gefährlichste Mann in Amerika? Abraham Polonsky im Gespräch mit Wolf-Eckart Bühler

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Eine achtteilige Serie. Die weiteren Folgen wöchentlich sonntags.

Sonntag, 07.06.2020

Wolf-Eckart Bühler: Abraham Polonsky (1)

Wolf-Eckart Bühler war in den 1970er und 80er Jahren Autor/Redakteur der Zeitschrift Filmkritik und Filmemacher. In seiner Forschung zur Linken innerhalb der US-amerikanischen Filmgeschichte hat er sich intensiv mit der Blacklist und den von ihr betroffenen Regisseuren auseinandergesetzt.

Für die Filmkritik schrieb Bühler unverzichtbare Hefte zu Leo Hurwitz (Februar 1979) und Irving Lerner (Januar und Februar 1981), für die Filmredaktion des WDR drehte er Filme und Magazinbeiträge zu den beiden genannten Regisseuren, darüber hinaus auch zu Sterling Hayden und Abraham Polonsky.

Vor zwei Jahren wurde Bühler beim Locarno Film Festival geehrt und sein Film Leuchtturm des Chaos über und mit Sterling Hayden wiederentdeckt. Gemeinsam mit Der Havarist ist er bei der edition filmmuseum als DVD herausgekommen, wo auch Bühlers übrige Filme, ediert vom Filmmuseum München, im Sommer erscheinen sollen. Die DVD wird auch Amerasia (1985) enthalten. Detaillierte Programmtexte zu einer Retrospektive der Filme Bühlers in München im Jahr 2015 sind hier zu lesen.

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Zu Abraham Polonsky entstand Anfang der 1980er Jahre ein über 200 Seiten starkes Typoskript mit dem Titel „Von der Pflicht zur Unbequemheit. Der Filmregisseur Abraham Polonsky und Thomas Manns ‚Mario und der Zauberer‘.“ Die Einleitung und ein Gespräch mit Polonsky sind von Wolf-Eckart Bühler, die Auswahl und Übersetzung von zahllosen Texten und Gesprächen mit dem Regisseur besorgte Felix Hofmann. Das Material blieb unveröffentlicht.

Wir publizieren in den nächsten Wochen die achtteilige Serie „Abraham Polonsky. Widerstand in Hollywood“. Vier Folgen davon – eine kurze Einleitung, Texte zu Body and Soul (1947) und Force of Evil (1948) sowie das Gespräch zwischen Polonsky und Bühler – sind Teil des oben genannten Typoskripts; die übrigen machen Bühlers weitere Beiträge zu Polonsky – eine Radiosendung sowie Texte für die Filmkritik und die Süddeutsche Zeitung erneut zugänglich.

Teil 1, eine kurze Einführung zum Regisseur, ist nun hier:

Wolf-Eckart Bühler: Abraham Polonsky: Widerstand in Hollywood

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Mit Dank an Wolf-Eckart Bühler für die Zusammenarbeit.

Sonntag, 12.04.2020

Bruce Baillie

* September 24, 1931
† April 10, 2020

Ein Rezept von Bruce Baillie, abgedruckt in: »Canyon Cinema News«, Nr. 5 (1969), S. 13–14.

Donnerstag, 20.02.2020

Kasseler Filmkollektiv / Jugendhof Dörnberg

Unter dem Titel „Worin unsere Stärke bestand“ fand im November 2019 beim 36. Kasseler Dokfest eine Werkschau des „Kasseler Filmkollektivs“ statt. Im Januar 2020 waren die Filme auch im Kino Arsenal in Berlin zu sehen.

Peter Hoffmann, der die auf umfassenden Recherchen basierende Retrospektive zusammen mit Tobias Hering kuratiert hat, tauschte zwischen 2015 und 2020 Emails mit Gerhard Büttenbender aus, der gemeinsam mit Adolf Winkelmann sowie Jutta und Gisela Schmidt den Kern des Kasseler Filmkollektivs bildete. Für die Entstehung der Gruppe und das „Andere Kino“ insgesamt wichtig war der „Jugendhof Dörnberg“, an dem Büttenbender zwischen 1965 und 1972 als „Dozent für kulturelle Bildung“ arbeitete.

Eine ausführliche Montage aus dem Email-Wechsel mit Büttenbender – featuring Werner Nekes und Dore O., Bitomsky, Farocki und andere Berliner, Christian Rittelmeyer, Bazon Brock, Alfred Hilsberg und viele mehr – hat Peter Hoffmann kompiliert. Sie ist hier zu lesen und hier als PDF mit Abbildungen zu finden.

Mit herzlichem Dank an Peter Hoffmann und Gerhard Büttenbender.

Montag, 10.02.2020

Paratexte der FILMKRITIK (15): Salz der Erde

Werbeeinleger des Verlags Das Arsenal – mutmaßlich aus einer der Filmkritik-Ausgaben des Jahres 1977. Laut Verlagswebsite wurde der Verlag im Juli 1977 gegründet.

Vollständiger Flyer hier

„Um Mißverständnisse zu vermeiden, weisen wir darauf hin, daß zwischen dem Verlag DAS ARSENAL und dem Kino Arsenal (der Freunde der Deutschen Kinemathek Berlin, dem westdeutschen Verleih von SALZ DER ERDE) kein Zusammenhang besteht.“

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Kürzlich erschienen:

The Sound of Fury. Hollywoods Schwarze Liste, hg. von Hannes Brühwiler, Berlin: Bertz + Fischer 2020.

Darin – neben anderem Lesenswertem – Stefan Ripplingers ausführliche Rekonstruktion der Geschichte von „Salt of the Earth“ unter dem Titel „Mit der Gewerkschaft, gegen die Gewerkschaft“ – gekürzter Vorabdruck hier in der „jungen welt“.

Donnerstag, 19.12.2019

Peter Wollen, 1938 – 2019

„His ‚Signs and Meanings in the Cinema‘ was the first seminal book I read about film that actually made sense while bopping you to bits with its braininess and taking the engine of cinema completely apart in front of you while making you even more excited to jump in and go racing about in it just as soon as you possibly could.“

(aus Tilda Swintons Erinnerungen an Wollen)

„O is for Online. Strictly speaking, we are moving away from cinema now, yet the cinema itself is clearly mutating into a digital art, with its dependence on special effects and its potential for home delivery and interactivity. Digital technology is changing the whole nature of image-capture, allowing images to be changed, combined and appropriated. When cinema goes online, we will be able to download films and simultaneously summon up clips from other films for comparison, back- ground information from research libraries and archives, even out-takes that we can use privately to make our own revised versions of sequences.“

(aus Peter Wollens „An Alphabet of Cinema“, Buchstabe „O“, new left review 12, Nov/Dec 2001)

Paratexte der FILMKRITIK (14): Beuys, blätternd

Joseph Beuys, bei Minute 13:45 in Lutz Mommartz‘ Film 400 m IFF von 1969 (21 min, 16mm, s/w).

Schon beim notdürftigen Einrichten der Beleuchtung blättert Beuys kurz im Heft, dann setzt er sich, nimmt es erneut zur Hand, legt es nach erneutem Blättern wieder weg.

Es handelt sich um die Februarausgabe von 1969, auf dem Cover Marlene Dietrich in Shanghai Express. Beuys scheint nicht zu interessieren, was Enno Patalas über Godards Week-End schreibt oder Frieda Grafe über Gertrud. Auch die Texte über „Acht Filme von Josef von Sternberg“ lassen ihn kalt.

Dank an Michael Baute für den Hinweis.

Dienstag, 10.12.2019

Kinohinweis Köln

Wer in Köln wohnt und morgen, am 11. Dezember um 20.00 Uhr nicht in den FILMCLUB 813 geht, ist selber schuld.

Gezeigt wird

DER CHAMPAGNER-SPRINGBRUNNEN
D 1996 – 47 Min. – digital
Kamera und Regie: Herbert Fell
in Anwesenheit von Herbert Fell

sowie

HAT WOLFF VON AMERONGEN KONKURSDELIKTE BEGANGEN?
D 2004 – 73 Min. – 35mm
Kamera, Buch und Regie: Gerhard Benedikt Friedl

Beides aus Anlass des ersten Todestags von Werner Dütsch, der die Filme als WDR-Redakteur betreut hat.

Über DER CHAMPAGNER-SPRINGBRUNNEN hat Dütsch geschrieben:

»Freizeit gibt es immer mehr. Aber was damit tun? Müsste sie nicht organisiert werden? Als die Arbeit an diesem Film begann, stellte sich schnell heraus, dass unzählige Unternehmen damit beschäftigt sind, den Freizeitlern die Zeit zu ordnen und Vergnügungen verschiedenster Art anzubieten. Eine neue blühende Branche, die offenbar einen großen Bedarf zu decken hat. Der Film gibt Anlass zum Gelächter. Aber ist das wirklich zum Lachen?«

Einen Tag später, am 12. Dezember, erneut im FILMCLUB 813 zur gleichen Zeit ein Lieblingsfilm Dütschs.

Sonntag, 08.12.2019

Paratexte der FILMKRITIK (13): Ein aktuelles Angebot

Wer wissen will, welches aktuelle Angebot die Leser der FILMKRITIK in diesem DIN A5-Umschlag erwartete, muss hier klicken.

Der Umschlag war im Februarheft 1974 (Nr. 206) – dem mit der fantastischen Montage von Wolf-Eckart Bühler auf dem Titel („Zur Kulturgeschichte des Planeten Erde – Eva, Adam, die Schlange, die natürliche Natur und Onkel Donald.“) Im Hauptteil des Hefts der zweite Teil der Übersetzung des CAHIERS-Texts zu YOUNG MR. LINCOLN VON JOHN FORD, dazu kommentierende Texte des Übersetzers Paul B. Kleiser sowie Bühlers, der das Heft redaktionell betreut hat.

Freitag, 27.09.2019

Utopie

„Hoffentlich fällt die Macht eines Tages allen Menschen auf den Wecker.“

Das wär’s doch. Eine von Vlado Kristls Weisheiten.

[Vlado Kristl: Sekundenfilme, hg. von Wolf Wondratschek, Frankfurt/Main: Suhrkamp 1971, S. 29; auch in Filmkritik 10/69, S. 607]


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