Juni 2008

Freitag, 27.06.2008

heute Nachmittag

in Pesaro um 15:00
Stadt des Lichts von Mario Mentrup und Volker Sattel

„Heute Nachmittag sammelten wir einige Zweige von Meertang, womit von den westlichen Inseln an bis an die Amerikanische Küste die See ganz übersäet ist; einer dieser Zweige aber hatte etwas Besonderes.“ (Benjamin Franklin, 1726)

in München um 17:00
Zaungäste von Matl Findel und Leszek Dawid

„Heute Nachmittag sahen wir einen Vogel, der im Fluge wie eine gelbe Ente aussah.“
(Benjamin Franklin, 1726, Tagebuch einer Reise nach Philadelphia)

Dienstag, 24.06.2008

Temenos 2008
will present the premiere of

Gregory J. Markopoulos’s ENIAIOS Cycles 3-5
June 27 – 29, 2008

Markopoulos

The outdoor projections will take place at the site for
which the work was created, near Lyssaraia in Arcadia, Peloponnese.

Further details at
www.the-temenos.org

Montag, 23.06.2008

Euro 2008

Ich bin weder ein besonders geübter noch ein besonders konzentrierter Fussballzuschauer, aber beim Spiel der Niederlande gegen Russland hat man die chauvinistische Bildregie kaum übersehen können.

Wann immer der russische Fanblock zu sehen war, orientierten sich die Bilder an der Ikonographie der Horde: barbäuchige, nicht besonders hübsch anzusehende Grölende, wippend im Takt ihrer Trommeln. Als pars pro toto für „Niederlande“ dagegen wurden jeweils Großaufnahmen von traurig-ätherisch dreinblickenden Blondinen (die Niederlande lagen zu diesem Zeitpunkt zurück) mit Fähnchen auf den zarten Wangen gezeigt. Diese Form der dubiosen Emotionalisierung der Übertragung scheint mir viel stärker zu sein als noch vor zwei Jahren. Auch sonst kommt es mir vor, als seien die medialen Player von der Nationalisierungswelle 2006 (selbst wenn sie aktiv daran mitgearbeitet haben), zu sehr überrascht worden, um seinerzeit im Vorhinein ihre geballten Kollateralmaßnahmen darauf abzustimmen. Heute jedoch arbeitet jeder Auto-, Bier- und Sonstwasfabrikant genauso wie die Berichterstattung selbst am laufenden Meter mit den Fahnen. Dass „Europa“ dabei kein Korrektiv, sondern ein zusätzliches, nur scheinbar metanationales Signifikat sein würde – die Summe, nicht das Gegenteil der Fahnen –, war absehbar.

Wahrscheinlich verhält es sich so, wie Saskia Sassen es in ihrem Buch über die Globalisierung beschreibt: Das Globale ist nicht als Überwindung oder Abbau des nationalen Prinzips zu verstehen, sondern als seine Modifikation. In der heutigen SZ steht eine Besprechung ihres Buchs, aber in der gleichen SZ schämt man sich nicht, auf Seite 2 die widerliche Formulierung, dass „das Boot“ „voll“ sei, nicht nur zu benutzen, sondern gleich gut europäisch in den Plural zu versetzen. Zwar sind hier ganz wörtlich die Flüchtlingsschiffe gemeint, aber mit der Formulierung handelt man sich die Metapher ein und mit der Metapher das Ressentiment.

Samstag, 21.06.2008

Mr. Ford & Mr. Rogers

Unter dem 3. Oktober und gegen ihn habe ich auf diesen Seiten einen Aufsatz über Johns Ford Filme mit Will Rogers geparkt, „Away, Away, Away“ oder „Ford, Ford, Ford“, ihn seither um Hintergründe zu Rogers und Stepin Fetchit sowie um eine Bibliographie und dies und das vermehrt und nun bei der Jungle World untergestellt.

Montag, 16.06.2008

morgen und übermorgen

Der Programmwechsel der Lichtspielhäuser war damals freitags. Am 16. Juni 1978, heute vor 30 Jahren, startete GREASE in deutschen Kinos. Weil ich es zuvor schon, aus Dummheit, unterlassen hatte, die tief melancholische Milieustudie SATURDAY NIGHT FEVER anzusehen, war mir der Grund in GREASE zu gehen unklar. John Travolta. In unserer unschuldigen Altersstufe, in der wir Olivia Newton John zwanghaft Olivia Nutten John nannten, war manches unklar. Mit unentschuldbarer Verspätung, erst Mitte der 90er, entdeckte ich an den beiden Filmen die kraftvollen Züge amerikanischer Meisterschaft. Und auch URBAN COWBOY ist klasse.

An der Gesamtschule Köln-Porz wird GREASE gerade auf der Bühne gespielt. Der Anlass ist kein Jubiläum, sondern die Musik, die Texte, die zeitlose Qualität des Ganzen. Das Problem, dem Musical zwischen den vielen wechselnden Szenen, mit jedem liebevollen Bühneumbau, den Schwung nicht zu rauben, ist ohne Schnürboden und Drehbühne unlösbar. Um so erstaunlicher, wie Darsteller, Bläsercombo und Schulchor dann doch immer wieder alles neu in Fahrt bringen. Die simple Erklärung dafür mag sein, dass die Hauptdarstellerin eine wirklich famose Stimme hat, und in der vermeintlichen Nebenrolle des bad girls Rizzo gelingt Julia Vieregge ohne Mühe, was auch Stockard Channing im Film gelang, das Unglaubliche, dass man Travolta vergisst.

+

Ein Kinotipp für bevorstehende EM-freie Abende: Forgetting Sarah Marshall (Nie wieder Sex mit der Ex). Mit (und geschrieben von) Jason Segel, Regie: Nicholas Stoller. Eine Judd Apatow Produktion der Spitzenklasse.

Barrage

Doch, „Barrage“ ist wahrscheinlich schon ein Drehbuchfilm. Aber in Frankreich haben’s Filmer einfach eher drauf, keinen Krampf zu machen aus diesen Vorschriften. Die junge Mutter (Sabine: Nade Dieu) will ihren pubertierenden Sohn (Thomas: Hadrien Bouvier) nicht lassen. Der hütet sich tunlichst vorm Ödipus. Im einstigen Schleusenwärter-Haus an einem Stausee möchte sich Sabine mit Thomas verschanzen. Sie erträgt nicht, daß er ein Mädchen hat, daß er im Steinbruch des Onkels sein Praktikum absolviert. Sie will ihn nicht noch einmal weggenommen bekommen, wie als Fünfzehnjährige. Gottseidank stöpselt sich der Plot nur sukzessive zusammen.
Nein, daß der Kontext so wichtig wird, wie die Erzählung – keine Niederschrift ohne Papier – das kriegt Raphaël Jacoulot dann doch wieder nicht hin – wie z.B. das Schreinern in „Le Fils“, von den Brüdern Dardenne, zu erlernendes und gekonntes Handwerk vor der Kamera ist. In „Barrage“ eiern Mutter und Sohn auf den Rädern wie Sonntagsfahrer. In der Kiesgrube darf der Sohn gerade mal vom Muldenkipper steigen. Weil sie einen Krankenhausjob hat, kommt Sabine ran an die ihren Sohn zu Tode sedierenden Medikamente und – kleinstadtzufälligerweise, als Schwangerenberaterin – auch an die Freundin von Thomas, die sie vergrault.
Wahrscheinlich, wäre da nicht das dicke Gleichnis des sich stauenden Wassers, könnten die Landschaften und Orte auch andere sein. Die Kamera hält gerne auf den Wasserspiegel des Stausees.
Wurst, ob der Zufall Raphaël Jacoulot in die Hände spielte. Die Einstellungen von den Laubwaldhängen des gekurvten Doubs-Tales, welche von der Frühwintersonne in Leuchten und Trübnis unterschieden werden, die Blicke hinunter auf das Städtchen, Montbéliard, endlich mal nicht das ewige Paris, lohnen. Schade höchstens, daß der Film partout die sich anbietenden Ortsschilder, am Bahnhof, an den Straßen, meidet, als trüge er dann den Makel des Konkretistischen.
Trotzdem, Zutrauen läßt sich fassen zu dem Film, dessen Noblesse im Verzicht aufs ‚Overacting‘ liegt (das Wort ist leider zu trefflich, als daß es vermeidbar wäre). Beinahe wie eine DIN-Norm ist, daß fürs Fernsehen Großaufnahmen gemacht werden müssen, weil die Glotze zu klein ist für detailreiche Totalen. Unter anderem aus demselben Grund, um Betroffenheitswirkung zu erzielen, wird oft so entsetzlich expressiv gebrüllt, geflennt, geblutet, geliebt. Im Sinne dieses Codex hätte die Tragik in „Barrage“ einiges hergegeben. Aber die bestaunenswerten Gesichter sind gleichwertig zu den Landschaften – einfach abgefilmt, nur minimal bewegt, schlau ins Breitwandbild eingepaßt, oft nämlich im Liegen, die Mutter mit einem darbenden Kußmund und Fusselsträhnenhaar, der Sohn mit einem letzten Rest kindlicher Weichheit.
Für „Barrage“ komponierte Olivier Pianko ein Streichquartett, das auf einer eigenen Musik-CD mindestens genauso gut aufgehoben sein könnte.
(Barrage, Raphaël Jacoulot, F 2005, 93 min., col., 35 mm / 1: 1.85)

Donnerstag, 12.06.2008

Tierfilm

Neben vielem anderen ist Murnaus „Sunrise“ auch ein Tierfilm; Ochsen dominieren das Idyll, Hühner müssen wie das Kind versorgt werden, Pferd und Hund wittern den Mordplan, das Wildschwein betrinkt sich mit den Landleuten im Luna Park und tritt als Gespenst auf. (Ich frage mich, ob die Tiere dem stockdummen Plot von Hermann Sudermann oder der überragenden Bildphantasie Murnaus entspringen, bin aber geneigt, Murnau alles Schöne und Interessante zuzuschreiben.)

Samstag, 07.06.2008

coming attractions: karim benzema

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auch nicht schlecht: Tropic Thunder

Freitag, 06.06.2008

Ein Samstagabend der Ratlosigkeit

Eigentlich sollte, Anlass natürlich das Jubiläum von 68, darüber diskutiert werden, wie man Filme politisch macht statt politischer Filme. Irgendwann aber ging es, was für die ganze Diskussion leider bezeichnend war, um tote Bulgaren.

Das war im Arsenal am letzten Samstag. Aller Ehren wert war zuvor immer wieder die Ratlosigkeit, wenn sie im Raume stand, etwa bei Äußerungen des Filmemachers Ulrich Köhler, der keine politischen Filme machen will, sich aber ganz gewiss dennoch als politischer Filmemacher begreift. Und die Frage, ob man der schieren ästhetischen Radikalität eines Filmemachers wie Albert Serra, der so ziemlich alles, was das große Publikum vom Kino erwartet, verweigert, um ein anders Publikum, das sich darum unversehens als elitär zu begreifen genötigt scheint, umso reicher zu beschenken, die Frage also, ob man der Radikalität des Ästhetischen einen Aspekt abgewinnen kann, der sinnvoll als politisch zu bezeichnen wäre, diese Frage wurde gestellt, aber um eine klärende Antwort wurde dann entschieden nicht lange genug gerungen. Es schien aber, als sei im Verhältnis dieser beiden als solche gar nicht recht kennlich werdenden Positionen die alte, die nun wirklich sehr alte Frage nach dem Verhältnis einer politischen zu einer ästhetischen Linken gespenstisch zurückgekehrt; gespenstisch, weil sie als Wiedergänger in die veränderte Gegenwart gar nicht zu passen scheint. Eine Gegenwart, in der sich aus den Trümmern der alten ästhetischen Linken etwas, das sich, selbst diffus genug, als Pop-Linke konfiguriert hat, den alten Kulturindustrievorwurf in sich aufhebend; oder sich selbst und alles Linke, wie es von der anderen Seite scheinen kann, in der Kulturindustrie aufhebt.

Von selbst verstand sich fürs Podium – und nirgends, auch in mir nicht, ein Widerwort -, dass wir links sind. (Wir. Links.) Und dass politisch zu sein im richtigen Sinne heute wie 1968 heißt, links zu sein. Unklarer schon, ob das einzig im Modus des Wir-Seins geht und welche Kräfte durch den Modus des Ich-Seins zu mobilisieren sind. Und noch viel unklarer, ob man ausdrücklich und unmissverständlicher Weise die Verhältnisse umstürzen wollen soll oder erst einmal über die Produktionsbedingungen beim Filmen (und darüber hinaus beim Sprechen und Schreiben und Denken über die Filme) reflektieren; oder ob das eine nicht ohne das andere geht; oder ob der politische Wille zum Umsturz/zur Veränderung der Verhältnisse als Wille zum Widerstand gegen die Konvention in eine ästhetisch-politische Form direkt oder indirekt – also grundsätzlich: überhaupt – überführt werden kann.

Ob etwa ein Begriff wie Subversion, der beides recht unbefangen einst zusammenzudenken erlaubte, seit längerem aber, und mit Grund, abgewirtschaftet hat, in irgendeiner Weise noch zu retten ist; oder ob ein ästhetischer Widerstand mit einem politischen nicht notwendig, sondern nur im Werk von Straub oder Godard oder Farocki (etc.) nicht zufällig, aber doch im Schein eher einer Notwendigkeit als in einem wirklichen logischen Junktim zusammengeht; ob, die Beispiele wurden genannt, die Werke von ästhetisch recht besinnungslosen, politisch aber effektiven Regisseuren wie Ken Loach oder Michael Moore oder Errol Morris auf irgendeiner, wenn auch nicht ästhetischen Ebene zu begrüßen sind; ob umgekehrt die Filme von politisch indifferenten, ästhetisch aber wagemutigen Regisseuren als politische Geste gerade in ihrem radikal apolitischen Gestus zu appropriieren wären. (Aber wofür?)

Ob Rancière weiterhilft, Schüler Althussers und vielleicht nur ein weiterer in der Reihe französischer Philosophen, die in eleganter Ziselierung von Denkfiguren von aller Konkretion immer schon absehen und so sich leichterdings radikal gebärden können; oder ob etwa Agamben etwas bringt (von dem dann gestern Abend bei einer anderen Veranstaltung, über die noch zu berichten ist, die Rede war), ob also der Heideggo-Benjaminianer Agamben hilft, der zart erklügelte, der Sprache sanft abgelistete Wege ins Offene sucht, die dann, sind sie heraus, plötzlich sehr rabiat tun; oder ob man doch gleich zurückmuss zu Marx, an dessen ökonomischen Analysen die ästhetische Linke, offen gesagt, immer ein wenig den ästhetischen Appeal vermisst hat; ob eine marxistische Linke weiterhilft, die die Ästheten dafür verachtet, dass sie sich nicht zur klaren marxistischen Analyse durchringen wollen oder können und ihre Zeit mit jenen Oberflächen-Kinkerlitzchen und Formfragen vertun, auf die es ihnen, fragt man sie selbst, dann auch wirklich so ankommt, als seien sie nichts anderes als die Sache selbst; ob also irgendwo in diesem Feld die Frage, was es heißt, Filme politisch zu machen, sinnvoll zu stellen und dies Feld strukturierend gar zu beantworten ist, das blieb am Samstag leider auf recht unbefriedigende Weise offen.

Die Kraft gesprochenen Wortes

Kürzlich konnte ich nicht anders, ich musste einen Filmmonolog in seiner ganzen Länge abtippen:

„Es war im Golf von Pueblo Hindenburg auf den Bahamas. Das war in der Zeit damals mit Orson. Eine leichte Brise trieb unseren Katamaran aus der Lagune in die offene See. Wir bemerkten es nicht. Orson hatte mir gerade das Boot abgewonnen. Ich hatte Full House mit drei Damen. Er einen Achterpoker. Jetzt ging es um meine Schwester in Paris. Plötzlich war Orson verschwunden. Die Saugnäpfe der Riesenkrake zogen den Lack vom Bootsdeck. Meine Freunde, die Eingeborenen, nennen sie die Neunschwänzige. Ich brüllte: Orson! Ich hatte einen Flash auf der Hand und das Boot gehörte schließlich ihm. Das Meer war wie Blei, auf dem das einzige Auge der Krake schwamm.“

So spricht 1968 der gesellige Bösewicht in Klaus Lemkes zweitem Film NEGRESCO**** (Drehbuch: Max Zihlmann). Serge Marquand, dessen stolzes Lächeln ungewöhnlich lange Zähne zeigt, hat die Synchronstimme Robert Redfords (Rolf Schult) und lässt sich ganz unbekümmert vorwerfen, die Geschichte habe er nun schon mehr als einmal erzählt. Gut gelaunt fährt er fort:

„Es war der graue Kardinal, der gehasste Einzelgänger unter den Mörderrochen, wie ihn mir meine Freunde oft beschrieben hatten. Er segelte über mein Boot. Ich konnte das Glitzern seiner rasiermesserscharfen Schwertflossen wahrnehmen. Die Krake war wie gelähmt. Und so zerschnitt der graue Kardinal ihr das Auge. Die Südsee verwandelte sich in einen Vulkan. Wie Lava-Stöße stieß die verwundete Krake ihre Fangarme in den azurblauen Himmel der Südsee, doch unfähig, da blind, den Kardinal zu treffen.
Plötzlich sah ich Orson. Die Neunschwänzige hatte ihn erwischt. Er wirbelte hoch, glitschte über das Deck des Bootes, kam vor mir zu liegen – und lachte!“

Dazu nun August Strindberg, 1903: „Gewiss hatte ich bei unserem ersten Zusammentreffen festgestellt, dass die Freunde die alten geblieben waren, und mich darüber gewundert; gleichzeitig jedoch hatte ich beobachtet, dass man nicht mehr so schnell lächelte wie früher und dass man in seinen Reden eine gewisse Vorsicht walten ließ.
Man hatte die Kraft und den Wert gesprochenen Wortes entdeckt. Zwar hatte das Leben unser Urteil nicht gemildert, doch die Klugheit hatte gelehrt, dass die Worte auf den Sprecher zurückschnellen; und gleichzeitig hatte man eingesehen, dass die Menschen nicht mit ganzen Tönen zu schildern seien, sondern dass man Halbtöne anwenden muss, wenn man seine Meinung über einen Menschen genau ausdrücken wollte.
Nun aber lässt man die Hemmungen fallen, man legt die Worte nicht mehr auf die Goldwaage, respektiert nicht mehr andere Ansichten; man verfällt wieder in den alten Trott, die Unterhaltung geht mit uns durch; aber es wird lustig.“

Dazu noch diese Fotos, „probably NSFW“


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