2026

Samstag, 19.09.2026

Miscellanea

In dem Hollywood-Enthüllungsroman Rich Dreams von Ben und Norma Barzman (Warner Books, 1982) erklärt Kate Sorel, creative agent der Agentur von Arnold Elton, dem angehenden Bestseller-Autor und Protagonisten des Romans Rich Dreams, wie man vermeidet, verklagt zu werden, weil man das Leben einer Berühmtheit als Vorlage für das eigene Buch benutzt: „You use a character in the book, you describe him exactly like the real Harry Truman, and everybody says ‚Hoho, he can’t fool me, that’s Harry Truman‘, and then to prevent yourself getting sued by Harry Truman, in another place in the book you have like a parade, and ‚Whammo‘, there’s Harry Truman. At least you say, he’s Harry Truman: of course, everybody knows the other character was Harry Truman but this way you’re protected, get my point?“ In Rich Dreams gibt es einen erfahrenen Drehbuchautor namens Armand Harris, der Arnold Elton erfolgversprechende Schreibformeln mit auf den Weg gibt, wie zum Beispiel „Cunt plus Jack the Plumber haben einen Hund namens Mutt“, und der Witz ist, daß die Barzmans mit der Figur des Arnold Elton die Karriere des Besteller-Autors Harold Robbins nachvollziehen und parodieren, und dieser nun, weil er schon erkennbar als Armand Harris in dem Buch beschrieben war, nichts gegen Rich Dreams tun konnte. Das Buch Rich Dreams, das ohne Hinweis auf diesen Zusammenhang und, um die Parodie auf die Spitze zu treiben, wie ein Roman von Robbins vermarktet wurde, war allerdings ein Flop. Was als explizite Parodie angelegt war, erwies sich als bemühte Pornografie, die trotz ihrer Enthüllungen nicht glänzen konnte. Wieder einmal stand Ben Barzman in der zweiten Reihe wie der Autor Vadim Vladimovich in Nabokovs Look at the Harlequins! hinter dem Autor Vladimir Nabokov. Nämlich dadurch, daß er mit Rich Dreams versucht hatte, Gore Vidals Hollywood-Parodien Myra Breckinridge und Myron zu toppen, und dabei nur den Qualitätssprung zwischen den Filmen Ben Hur und El Cid wiederholen konnte. Der begabte Liberale erwies sich als gescheiter als die berechnenden Reds.

Heinz Emigholz

Dienstag, 14.07.2026

Radiohinweis

Audio-Trailer hier.

Mittwoch, 27.05.2026

Paratexte der FILMKRITIK (21): Alles Scheisse

Filmkritik 12/1970, Dezember 1970, U3. Das Heft hat den Schwerpunkt „Alles über Super-8“, die Titelzeichnung auf dem Umschlag stammt von Hellmuth Costard. Passenderweise findet sich auf der U2 eine komplementäre Werbeanzeige für das „Stellavox Sp7“ Tonaufnahmegerät.

Montag, 30.03.2026

Paratexte der FILMKRITIK (20): Sachlich und rechnerisch richtig

Donnerstag, 05.03.2026

Das Buch

Heute, Donnerstag, 5. März 2026 um 19 Uhr im Münchner Filmmuseum

Buchvorstellung von Rolf Aurich und Ulrich Mannes
Hans Schifferle. Berufung: Kritiker“,
edition text + kritik, Reihe Film & Schrift
Dazu:
SCORPIO RISING (1963 Kenneth Anger), 29 min, OF
ORPHÉE (1950 Jean Cocteau), OmeU

(Foto: Rainer Knepperges)


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