Einträge von Volker Pantenburg

Sonntag, 12.04.2020

Bruce Baillie

* September 24, 1931
† April 10, 2020

Ein Rezept von Bruce Baillie, abgedruckt in: »Canyon Cinema News«, Nr. 5 (1969), S. 13–14.

Donnerstag, 20.02.2020

Kasseler Filmkollektiv / Jugendhof Dörnberg

Unter dem Titel „Worin unsere Stärke bestand“ fand im November 2019 beim 36. Kasseler Dokfest eine Werkschau des „Kasseler Filmkollektivs“ statt. Im Januar 2020 waren die Filme auch im Kino Arsenal in Berlin zu sehen.

Peter Hoffmann, der die auf umfassenden Recherchen basierende Retrospektive zusammen mit Tobias Hering kuratiert hat, tauschte zwischen 2015 und 2020 Emails mit Gerhard Büttenbender aus, der gemeinsam mit Adolf Winkelmann sowie Jutta und Gisela Schmidt den Kern des Kasseler Filmkollektivs bildete. Für die Entstehung der Gruppe und das „Andere Kino“ insgesamt wichtig war der „Jugendhof Dörnberg“, an dem Büttenbender zwischen 1965 und 1972 als „Dozent für kulturelle Bildung“ arbeitete.

Eine ausführliche Montage aus dem Email-Wechsel mit Büttenbender – featuring Werner Nekes und Dore O., Bitomsky, Farocki und andere Berliner, Christian Rittelmeyer, Bazon Brock, Alfred Hilsberg und viele mehr – hat Peter Hoffmann kompiliert. Sie ist hier zu lesen und hier als PDF mit Abbildungen zu finden.

Mit herzlichem Dank an Peter Hoffmann und Gerhard Büttenbender.

Montag, 10.02.2020

Paratexte der FILMKRITIK (15): Salz der Erde

Werbeeinleger des Verlags Das Arsenal – mutmaßlich aus einer der Filmkritik-Ausgaben des Jahres 1977. Laut Verlagswebsite wurde der Verlag im Juli 1977 gegründet.

Vollständiger Flyer hier

„Um Mißverständnisse zu vermeiden, weisen wir darauf hin, daß zwischen dem Verlag DAS ARSENAL und dem Kino Arsenal (der Freunde der Deutschen Kinemathek Berlin, dem westdeutschen Verleih von SALZ DER ERDE) kein Zusammenhang besteht.“

***

Kürzlich erschienen:

The Sound of Fury. Hollywoods Schwarze Liste, hg. von Hannes Brühwiler, Berlin: Bertz + Fischer 2020.

Darin – neben anderem Lesenswertem – Stefan Ripplingers ausführliche Rekonstruktion der Geschichte von „Salt of the Earth“ unter dem Titel „Mit der Gewerkschaft, gegen die Gewerkschaft“ – gekürzter Vorabdruck hier in der „jungen welt“.

Donnerstag, 19.12.2019

Peter Wollen, 1938 – 2019

„His ‚Signs and Meanings in the Cinema‘ was the first seminal book I read about film that actually made sense while bopping you to bits with its braininess and taking the engine of cinema completely apart in front of you while making you even more excited to jump in and go racing about in it just as soon as you possibly could.“

(aus Tilda Swintons Erinnerungen an Wollen)

„O is for Online. Strictly speaking, we are moving away from cinema now, yet the cinema itself is clearly mutating into a digital art, with its dependence on special effects and its potential for home delivery and interactivity. Digital technology is changing the whole nature of image-capture, allowing images to be changed, combined and appropriated. When cinema goes online, we will be able to download films and simultaneously summon up clips from other films for comparison, back- ground information from research libraries and archives, even out-takes that we can use privately to make our own revised versions of sequences.“

(aus Peter Wollens „An Alphabet of Cinema“, Buchstabe „O“, new left review 12, Nov/Dec 2001)

Paratexte der FILMKRITIK (14): Beuys, blätternd

Joseph Beuys, bei Minute 13:45 in Lutz Mommartz‘ Film 400 m IFF von 1969 (21 min, 16mm, s/w).

Schon beim notdürftigen Einrichten der Beleuchtung blättert Beuys kurz im Heft, dann setzt er sich, nimmt es erneut zur Hand, legt es nach erneutem Blättern wieder weg.

Es handelt sich um die Februarausgabe von 1969, auf dem Cover Marlene Dietrich in Shanghai Express. Beuys scheint nicht zu interessieren, was Enno Patalas über Godards Week-End schreibt oder Frieda Grafe über Gertrud. Auch die Texte über „Acht Filme von Josef von Sternberg“ lassen ihn kalt.

Dank an Michael Baute für den Hinweis.

Dienstag, 10.12.2019

Kinohinweis Köln

Wer in Köln wohnt und morgen, am 11. Dezember um 20.00 Uhr nicht in den FILMCLUB 813 geht, ist selber schuld.

Gezeigt wird

DER CHAMPAGNER-SPRINGBRUNNEN
D 1996 – 47 Min. – digital
Kamera und Regie: Herbert Fell
in Anwesenheit von Herbert Fell

sowie

HAT WOLFF VON AMERONGEN KONKURSDELIKTE BEGANGEN?
D 2004 – 73 Min. – 35mm
Kamera, Buch und Regie: Gerhard Benedikt Friedl

Beides aus Anlass des ersten Todestags von Werner Dütsch, der die Filme als WDR-Redakteur betreut hat.

Über DER CHAMPAGNER-SPRINGBRUNNEN hat Dütsch geschrieben:

»Freizeit gibt es immer mehr. Aber was damit tun? Müsste sie nicht organisiert werden? Als die Arbeit an diesem Film begann, stellte sich schnell heraus, dass unzählige Unternehmen damit beschäftigt sind, den Freizeitlern die Zeit zu ordnen und Vergnügungen verschiedenster Art anzubieten. Eine neue blühende Branche, die offenbar einen großen Bedarf zu decken hat. Der Film gibt Anlass zum Gelächter. Aber ist das wirklich zum Lachen?«

Einen Tag später, am 12. Dezember, erneut im FILMCLUB 813 zur gleichen Zeit ein Lieblingsfilm Dütschs.

Sonntag, 08.12.2019

Paratexte der FILMKRITIK (13): Ein aktuelles Angebot

Wer wissen will, welches aktuelle Angebot die Leser der FILMKRITIK in diesem DIN A5-Umschlag erwartete, muss hier klicken.

Der Umschlag war im Februarheft 1974 (Nr. 206) – dem mit der fantastischen Montage von Wolf-Eckart Bühler auf dem Titel („Zur Kulturgeschichte des Planeten Erde – Eva, Adam, die Schlange, die natürliche Natur und Onkel Donald.“) Im Hauptteil des Hefts der zweite Teil der Übersetzung des CAHIERS-Texts zu YOUNG MR. LINCOLN VON JOHN FORD, dazu kommentierende Texte des Übersetzers Paul B. Kleiser sowie Bühlers, der das Heft redaktionell betreut hat.

Freitag, 27.09.2019

Utopie

„Hoffentlich fällt die Macht eines Tages allen Menschen auf den Wecker.“

Das wär’s doch. Eine von Vlado Kristls Weisheiten.

[Vlado Kristl: Sekundenfilme, hg. von Wolf Wondratschek, Frankfurt/Main: Suhrkamp 1971, S. 29; auch in Filmkritik 10/69, S. 607]

Mittwoch, 04.09.2019

Bodies in Motion

Andy Holden: Laws of Cartoon Motion Cinema (Poster/Print Ed 100), Auszug (link)

Vgl. auch hier: To a Friends house…

Freitag, 30.08.2019

Jean Seberg, † 30./31. August 1979

Notiz Jean Seberg

Neulich / Auf der Straße / habe ich plötzlich / große Angst bekommen / UM MEINE AUGEN / NICHTS ZU TUN / Mit den Grauen, die ich durchlebe / Lediglich der Schrecken / um diesen intimen Teil / EINGESCHLOSSEN UND ÜBERWÄLTIGEND / JENER TRAURIGKEIT UND DREAM / MEINE AUGEN

[Notiz von Jean Seberg, abgedruckt in: Thomas Lescure / Philippe Garrel: Une caméra à la place du coeur, Aix en Provence: Admiranda/Institut de l’Image 1992, S. 107.]

[siehe auch hier]


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