LSD


Filmtitel
:  LSD

Produktionsland: USA

Produktionsjahr: 1970

Filmdauer in Minuten: 22

Filmmaterial: SW, Lichtton

Originalformat: k.A.

Produktion: k.A.

Regie: k.A.

 

Daten zur Kopie

Kopienherkunft: Institut für Medienwissenschaften, Universität Paderborn

Sichtungsformat: 16 mm, SW, Lichtton

Filmdauer: 22 min

Mängel: Synchronisation fällt stark auf, Sprünge im Bild, Schleiflinien

Weitere Materialien: Begleitkarte

 

Zum Film: Zu Beginn zeigt der Film verschiedene Jugendgruppen mit Fokus auf ihre äußeren Merkmale, etwa typische Frisuren, Kleidung und Freizeitaktivitäten der 70er-Jahre.

Erst im weiteren Verlauf wird der eigentliche Konsum von LSD mit seinen möglichen Auswirkungen thematisiert. Anhand von inszenierten Szenen mit Jugendlichen wird dargestellt, wie Gruppendruck oder Mutproben dazu führen können, dass junge Menschen Drogen nehmen. Der Film zeigt einzelne Momente des Konsums sowie Situationen, in denen Jugendliche unter den Auswirkungen der Droge leiden, beispielsweise in Form eines sogenannten „Horror-Trips“.

Außerdem gibt es Interviews mit mehreren Experten, darunter ein Arzt sowie ein Psychologe. Sie erläutern die möglichen Nebenwirkungen von LSD und gehen auf körperliche und psychische Folgen ein. Es wird auch die Geschichte der Droge seit den 1930er-Jahren kurz angesprochen. Zwischendurch kommen auch immer wieder Jugendliche selbst zu Wort, die über ihre eigenen Erfahrungen berichten. Einige schildern dabei nur positive Effekte.

Ein weiterer Teil des Films beschäftigt sich mit wissenschaftlichen Experimenten, in denen die langfristigen Auswirkungen von LSD untersucht werden. Gezeigt werden Laborversuche mit Hamstern, bei denen die Entwicklung von Tieren verglichen wird, deren Mütter während der Schwangerschaft LSD erhalten haben.

In der letzten Szene wird ein junger Mann bei einem angedeuteten Selbstmord unter dem Einfluss von Drogen gezeigt, während das Voiceover betont, dass jede Person selbst entscheiden müsse, ob sie dieses Risiko eingehen möchte.

 

Anmerkungen:

„Die Darstellung verbindet Präventionsansicht mit einem Einblick in die damalige Jugendkultur“ (NM). Insgesamt ähnelt der Lehrfilm in seiner Produktionsweise heutigen Dokumentationen oder Filmen über solch ein Thema. Als Lehrfilm würden heutige Produktionen über das Thema wahrscheinlich nicht mehr so oft eingesetzt werden.

Die Szenen, in denen Jugendliche auf Drogen waren, wurden oft extra mit bestimmten Effekten bearbeitet, um zu zeigen, wie sehr LSD die Wahrnehmung verzerren kann und wie gefährlich es sein kann.

„Alleine, dass es als nötig empfunden wurde, solch einen Film für Schüler*innen zu produzieren, zeigt, wie groß die Sorge um die Droge LSD und dessen Auswirkungen zu dieser Zeit war“ (MW). Schon die Einführung war sehr an die 70er-Jahre gebunden. In der anschließenden Diskussion nach der Sichtung wurde dies auch mehrmals angemerkt, da viele im Seminar Eltern haben, die genau in dieser Zeit groß geworden sind. Daher war es auch nochmal spannend, einen Einblick in die Jugend von damals zu erhalten.

„Bei jeder Sichtung war der Zeitgeist erkennbar – weniger durch die Mode oder Technik, sondern durch die Art, wie Wissen vermittelt, Autorität dargestellt und gesellschaftliche Rollen adressiert wurden“ (SB).

„Der Film versucht eine abschreckende Wirkung zum Konsum von LSD zu vermitteln und nutzt hierzu gestellte Horrorszenarien“ (JR)


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