Fleisch und Wurst – woher kommen sie?


Filmtitel
:  Fleisch und Wurst – woher kommen sie?

FWU-Film: Ja

Produktionsland: Deutschland

Produktionsjahr: 1983

Filmdauer in Minuten: 17

Filmmaterial: Farbe, Lichtton

Originalformat: 16 mm

Produktion: Institut für Film und Bild, Grünwald

Regie: Alfred M. Anders

Seite des Films auf Filmportal.de

 

Daten zur Kopie

Kopienherkunft: Institut für Medienwissenschaften, Universität Paderborn

Sichtungsformat: 16 mm, Farbe, Lichtton

Filmdauer: 17 min

Mängel: leichte Schleiflinien

Weitere Materialien: Begleitkarte

 

Zum Film: Der Film eröffnet mit Aufnahmen von Schweinen auf einer Wiese. Der Blick verlagert sich dann in die Ställe, in denen Ferkel aufgezogen werden. Zu sehen ist ihre Haltung, die Fütterung sowie die Gewichtszunahme im Verlauf der Mast. Teilweise werden einzelne Tiere auch genauer gezeigt.

Darauf folgen Szenen des Transports zum Schlachthof und auf dem Schlachthof selbst. Der Film zeigt die Schlachtung und die anschließende Verarbeitung des Fleisches relativ direkt begleitet von einem nüchternen Voiceover, das kaum kommentiert.

In industriellen Anlagen wird das Fleisch schließlich weiterverarbeitet, verpackt und für den Verkauf vorbereitet. Parallel dazu macht die Dokumentation auch die verschiedenen Arbeitsbereiche von der Tierhaltung über Transport und Schlachtung bis hin zur industriellen Verarbeitung sichtbar, die an diesem Prozess beteiligt sind.

Am Ende richtet sich der Film mit einer direkten Frage an das Publikum: ob bei dem eigenen Konsum von Fleisch tatsächlich darüber nachgedacht wird, woher diese Produkte stammen und welche Prozesse hinter ihrer Herstellung stehen.

 

Anmerkungen:

Der Film wurde als letzter Film eines Seminarblocks gezeigt und hatte eine eher schockierende Wirkung. Obwohl uns natürlich bewusst war, woher Fleisch kommt, ist es doch nochmal etwas anderes, insbesondere die Schlachtung so zu sehen. Solche Szenen würden heutzutage wahrscheinlich nicht mehr so offen im Unterricht gezeigt werden.

Dies war einer der Filme, der viel über die Mentalität und Zeit, in der er entstanden ist, aussagt: „Die Filme haben nicht nur bestimmte Werte erkennbar gemacht, sondern auch gezeigt, welche pädagogischen Ansätze damals verfolgt wurden“ (DJ). „Mitte der 1980er-Jahren war der Fleischkonsum selbstverständlich“ (SB).

Aber besonders die Frage am Ende war sehr einprägsam: „Plötzlich adressiert der Kommentator die Zuschauer*innen [durch die Frage] direkt und regt zum Denken an. Es kann hierbei auch die Überlegung herangezogen werden, dass die vorherigen Aufnahmen sehr neutral präsentiert wurden, da ihre Brutalität bereits für sich sprechen sollte. Nun wird sehr deutlich, dass es sich bei dem Film nicht nur um eine Dokumentation der Fleischproduktion handeln soll, sonders dass diese auch von Schüler*innen kritisch hinterfragt werden soll – ein Lernziel, welches mithilfe dieses Films auf jeden Fall erlangt werden kann“ (MW).


atasehir escort atasehir escort kadikoy escort kartal escort bostanci escort