new filmkritik

Dienstag, 21.07.2009

Im All

Innerhalb von drei Tagen
sind acht Transportraumschiffe spurlos
verschwunden.

Auch die Orbitalstation »Margot«
schweigt
plötzlich.

[Beginn des Covertexts zu EOLOMEA, Regie: Herrmann Zschoche, DDR, UdSSR, Bulgarien 1972. Ein Film der DEFA]

Samstag, 18.07.2009

nau_karussell.jpg

Donnerstag, 16.07.2009

„Viva Knievel“

Evel (gesprochen: Iwel) Knievel ist ein berühmter Motorrad-Todesspringer aus den USA und so, wie er sich im Film (Regie: Gordon Douglas) selbst spielt, der gutmütigste und großartigste Bursche. Seine Fans, die er in den Stadien über Lautsprecher vor dem Gebrauch von Drogen warnt, verehren ihn. Er steht treu zu seinem einstigen Lehrer (Gene Kelly), der jetzt dem Alkohol verfallen ist. Von seinem Manager versteht er, sich das Geld zu nehmen, das der ihm unterschlägt, aber gleichzeitig hindert ihn ein Millionenangebot nicht daran, seinen per Handschlag geschlossenen Vertrag mit dem Gauner einzuhalten. Der Film beginnt harmlos, und um so mächtiger schieben sich nach und nach Fragmente einer niederträchtigen kriminalistischen Intrige in die gefahrvolle Idylle dieses seltsamen Kleinunternehmens. Unter mexikanischer Sonne wird sich dessen Schicksal entscheiden. (Gloria)

[erschienen am 17. August 1977 im Berliner TAGESSPIEGEL; siehe auch Rainer Knepperges‘ Eintrag vom 20. Juni 2009]

Freitag, 10.07.2009

Heute und morgen ist Jean Douchet in Berlin, im Arsenal

Heute, 20.00, werden Filmvermittelnde Filme von Jean Douchet gezeigt und Volker Pantenburg und Stefan Pethke sprechen anschließend mit Douchet über sie und über seine Auffassungen von Filmvermittlung und Filmkritik. Das ist die letzte Kino-Veranstaltung von Kunst der Vermittlung, ein Projekt, an dem einige von »new filmkritik« mittun, u.a. ich.

Morgen, Samstag um 20.00, ist LITTLE FUGITIVE zu sehen, ein fantastischer »kleiner«, »unabhängiger« Film aus den USA von 1953, und Douchet spricht über den Film.

Samstag, 04.07.2009

langtexthinweis

love_is_a_many-splendored_thing_002.jpg

Die erste Sequenz am Baum

Freitag, 03.07.2009

Der Zynische Körper

Am 5. Juli um 21 Uhr wird im Berliner Arsenal der Film „Der Zynische Körper“ von Heinz Emigholz wieder aufgeführt, – festlich, „in Anwesenheit vieler Mitstreiter“. Außerdem wird die Originalmusik von Nikolaus Utermöhlen vollständig zu hören sein. Wer Emigholz nur als Architekturfilmer kennt, hat hier die Chance das reifste Werk aus seiner Spielfilmphase kennen zu lernen. Das Sterben eines Freundes wird für eine Gruppe von Künstlern zu einer tiefen Erfahrung. Während sie den Kranken auf selbstverständliche Weise zum Ende hin begleiten, setzen sie sich miteinander, ihrer Kunst, dem Leben und dem Tod auseinander. 

Mittwoch, 01.07.2009

Peter Nau: Tod und Teufel

Der Dürer-Stich hier.

»Falls nun jemand fragt, was dieser Beitrag eigentlich soll, so genügt als Rechtfertigung, daß Medienpolitiker und Funktionäre der Grünen und der SPD gewiss nichts damit anfangen können und daß er nichts zum Thema Pornographie im Internet beizutragen hat.«

[Winfried Günther: Was ist Kino? Index pellicularum cinematographicarum magnarum (2), in: medium 3/1996, S. 42.]

Dienstag, 30.06.2009

Have seen worse

Ein Buch, das Samuel Beckett ins Kino begleitet, führt uns auch in das nationalsozialistische Deutschland von 1936: „Her Kraft durch Freude conversation kills me.“, schreibt Beckett über eine ihm zugeteilte Begleiterin, mit der er den Film „Verräter“ von Karl Ritter sieht, der als „Born sittlicher Kraft“ gefeiert wurde und sowohl ein großes Publikum als auch die nationalsozialistische Führung zufrieden stellte. Beckett notiert in seinem Tagebuch angewidert: „Poor Ufa Film (Der Verräter), all the stale Chinoiseries of take & cut.“ Die Autorin Carola Veit ermöglicht uns diese aufregende Zeitreise, weil sie dem Einfluss des Kinos auf Becketts Werk nachgehen will und sein Tagebuch während einer halbjährigen Bildungsreise nach Deutschland darüber viele Aufschlüsse gibt. Es sind nicht nur deutsche Filme, denn es gab noch zugelassene ausländische Werke zu sehen,  aber das Angebot zeigt die brutale Säuberung der Filmindustrie. Es ist unheimlich und komisch zugleich, wie Beckett sich in der Diktatur konsumierend bewegt,  mit seinen Kurzkommentaren sich die Machwerke vom Leib hält und die wenigen goutierten Filme respektiert. „Have seen worse“, anlässlich von „Premiere“ von Geza von Bolvary,  ist zum Beispiel ein Lob. Der volle Überraschungseffekt ergibt sich aber nur durch die Vorarbeit der Autorin, die mit Filmnacherzählungen und politischen Hintergründen all das liefert, was man braucht, um die Lakonie der Eintragungen zu verstehen.

Unbedingt empfehlenswert.   

Carola Veit, Die Kraft der Melone, Samuel Beckett im Kino, 2009, Reihe Filit im Verbrecher Verlag, herausgegeben von Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen,  11 €

Montag, 29.06.2009

Fast doors closing are fun

raiderstranscript.jpg

Ein kurzer Auszug aus dem »RAIDERS OF THE LOST ARK Story Conference Transcript, January 23, 1978 thru January 27, 1978«. Die Gespräche führten George Lucas (G), Steven Spielberg (S) und Lawrence Kasdan (L). Die Hauptfigur heißt zu diesem Zeitpunkt noch Indiana Smith. Film History in the making. 126 Seiten, PDF hier.


atasehir escort atasehir escort kadikoy escort kartal escort bostanci escort