new filmkritik

Mittwoch, 15.10.2008

Idee

Jetzt schnell bei der Postbank 100 Millionen Kredit aufnehmen – zu 4,4% – und das Geld sofort wieder bei der Postbank fest anlegen – zu 5,5%. Im nächsten Jahr dann mit den „verdienten“ 1,1 Millionen sieben Filme drehen. Einer davon wird schon gut sein.

Montag, 13.10.2008

1873, 1929, 1987, 2001

gangster-story.jpg

GANGSTER STORY, a no-budget 1960 indie noir that starred and was directed by Walter Matthau. Produced in Los Angeles on virtually no money at all. Matthau pushes this one through on sheer nervous energy alone. It almost has the mood and texture of what might be mistaken for an early Cassavetes film.“

„I recall a story that Matthau told about this movie some time back (we’re talking about 40 years ago on an episode of The Dick Cavett Show – don’t ask me why I remember this). He had a serious gambling problem – or to be more precise – a serious debt problem relating to his gambling problem.“

Ich versuche mir vorzustellen, welchen Film vor vierzig Jahren Herbert Bötticher in finanzieller Not auf die Beine gestellt hätte. Und was entsteht heute durch den bevorstehenden Börsenkrach?

Sonntag, 12.10.2008

http://www.calidoscopio.net/2006/09Septiembre/images/F_Bill_Traylor.jpg

„Bill Traylor saw what he looked at. From 1939 to 1942 he made over 2000 paintings and drawings, either from memory or current observation. ‚I missed plowing so bad today, I just had to draw it,‘ he once said, and from the placement of his images on the page, each always creating a unique negative space with great balance, you could tell he knew the contour of the land he had worked so hard. In three years he created a most sophisticated chronicle, accurately describing his very being.“

[James Benning über Bill Traylor und Andy Warhol, über das Hingucken und die Zeit, im Blog des wexner center for the arts; via girish]

Samstag, 11.10.2008

Herbert Bötticher (1928 – 2008)

Seit 1968 war er Mitglied im „Ortszirkel München des Magischen Zirkels von Deutschland“, im Club der Zauberer. Ende dieses Monats hätte er „Thank Heaven for Little Girls“ und „I’m Glad I’m Not Young Anymore“, die Songs, die Maurice Chevalier in Vincente Minnellis „Gigi“ sang, auf der Bühne eines Düsseldorfer Theaters gesungen.

Stefan Ertl schrieb in SigiGötz-Entertainment, Heft 8: „Er strahlt eine sympathische Gelassenheit aus. Tief im Inneren scheint er manchmal ganz woanders zu sein. In DER KOMMISSAR: Das Messer im Geldschrank ist er ein melancholischer Barpianist, der tagsüber durch München schlendert und die Tauben füttert. Am schönsten sind seine Auftritte als Alfons in der Peter Weck-Serie ICH HEIRATE EINE FAMILIE. Gut gelaunt und mit unglaublicher Ruhe läßt er sich da von seiner Fernsehfrau Billie (Maria Sebaldt) schikanieren. Bei einer meiner wenigen Prominentensichtungen traf ich Herbert Bötticher mal im 2001-Laden in Köln. Hier hatte er vor einigen Jahren ein Stück im Theater am Dom inszeniert und darin selbst mitgespielt. In dem Geschäft trug er einen khakifarbenen Tropenanzug und deckte sich gut gelaunt mit Jazz-CDs ein.“

Donnerstag, 09.10.2008

Tati

Heute vor 100 (manche sagen, vor 101) Jahren wurde Jacques Tati geboren. Hier eine Kleinigkeit über Fenster in Tativille und bei Le Corbusier, sowie über Paul Celans Gedicht „Playtime“.

Sonntag, 05.10.2008

Reklame (3) | Projekt, Website, Veranstaltung

Blaise Cendrars über die Dreharbeiten zu Abel Gances »La Roue« – Autour de La Roue (1923).

»Filmvermittlung im Film hat parallel zur Kinogeschichte ein reichhaltiges und wenig beachtetes Genre hervorgebracht – den Filmvermittelnden Film. In Filmvermittelnden Filmen wird eine Auseinandersetzung mit dem Kino geführt, die sich der Mittel des Kinos bedient: gearbeitet wird mit Montagen laufender Bilder und Töne.«

Ein Projekt von ENTUZIAZM e.V.
Das Projekt (Michael Baute, Stefan Pethke, Stefanie Schlüter, Volker Pantenburg und Erik Stein) stellt solche Arbeiten in Texten und Veranstaltungen vor.

Dossiers (seit Juni 2008):

(1) Filmvermittlung und frühes Kino

(2) Verfahren des Filmvermittelnden Films (1)

Kino-Veranstaltungen, Auftakt:

Freitag, 10.10.2008, 20.30 Uhr, arsenal Berlin: Zu Gast Harun Farocki.

ÜBER „SONG OF CEYLON“ VON BASIL WRIGHT (D 1975), Regie, Buch: Harun Farocki
Schnitt: Marianne Müller-Kratsch, Sprecher: Harun Farocki, Produktion: WDR, Köln, Länge: 25 Min. Format: 16mm, s/w und Farbe, 1:1,37 Erstsendung: 07.10.1975, WDR.

FILMTIP: „TEE IM HAREM DES ARCHIMEDES“ (D 1985), Regie, Buch, Kommentar: Harun Farocki
Produktion: WDR, Köln, Länge: 7 Min, Format: 1-Zoll-MAZ, Farbe, 1:1,37 Erstsendung: 12.12.1985, West 3.

DER AUSDRUCK DER HÄNDE (D 1997), Regie: Harun Farocki Buch: Harun Farocki, Jörg Becker
Kamera: Ingo Kratisch, Ton: Klaus Klingler, Schnitt: Max Reimann, Länge: 30 Min. Format: Video – BetaSp, 1:1,37 Produktion: Harun Farocki Filmproduktion, Berlin, für den WDR, Redaktion: Werner Dütsch, Erstsendung: 07.09.1997, 3sat.

ZUR BAUWEISE DES FILMS BEI GRIFFITH (D 2006), Regie, Buch: Harun Farocki
Video, s/w, stumm, 9 Min.

Im Anschluss an die Filme sprechen Michael Baute und Stefan Pethke mit Harun Farocki über seine filmvermittelnden Arbeiten.

Dienstag, 30.09.2008

Reklame (2) | DVD

Die letzte Sequenz des Films von vor vier Jahren... Initiiert durch die Bewegung aus dem Hof heraus. Die Landschaft einer möglichen Verführung.Drei Filme von John Cook:

Ich schaff’s einfach nimmer
Österreich 1973

Langsamer Sommer
Österreich 1976

Schwitzkasten
Österreich 1978

***

+ ein Bonus von M. Baute, V. Pantenburg und S. Pethke:

Skizze | Episode | Szene.
Kommentar zu John Cooks „Langsamer Sommer“

Deutschland/Österreich 2008, 12 min

Erschienen in der edition filmmuseum, erhältlich auch hier im Shop des ÖFM.

„Und der Sommer war fast aus.“

Filmhinweis

Viennale 2008: 17. bis 29. Oktober 2008. Trailer:

Jean-Luc Godard: Une catastrophe, F/Ö 2008, Farbe und s/w, 1 min.

Montag, 29.09.2008

Reklame (1) | Zeitschrift

Flypaper_03+VOLKER PANTENBURG: More Screen Tests: 100-Worte-Texte zum Kino, Köln 2008. 13,8 x 20,4 cm. 36 Seiten, brosch., Preis 5,– Euro inkl. Versand (im Ausland 4,15 Euro + Porto). Der Versand erfolgt ohne Vorkasse mit Rechnung.

„Flypaper 3+ ist die Zwillingsschwester von Flypaper 3. Weitere 70 Texte zu 70 Filmen von Grémillon, Wiseman, Eustache, Costa, Green, Depardon, Craven, Friedkin, Benning, Schanelec, Suwa, Anderson und vielen anderen: Was man sieht und was in Erinnerung bleibt, wenn man hier und anderswo (mit mal mehr und mal weniger Begeisterung) ins Kino geht. Die Coverzeichnung – vielen Dank – ist wie beim ersten Heft von Ursula Döbereiner. Als ich merkte, dass ich die Wörter nicht mehr zählen musste um zu wissen, dass es 100 sind, war es an der Zeit das Projekt zu beenden. Flypaper 3+ ist Peter Nau zugeeignet.“ (Volker Pantenburg)

FLYPAPER, herausgegeben von Lutz Becker und Uwe Koch, sind essays on demand, die per e-mail bestellt und per Post zugesandt werden. Sie sind einzeln oder als Abonnement unter Angabe der Lieferadresse zu beziehen unter: flypaper[at]t-online.de / Bisher: #1 – Dan Perjovschi / #2 – Tom Holert / #3 – Volker Pantenburg / #4 – Nicole Eisenman

Dienstag, 23.09.2008

Immersion

Als ich nach Nolans neuem „Batman“ ein wenig zu eilig dem Ausgang zustrebe, habe ich das Gefühl, mein Parka flatterte hinter mir im Luftzug.


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