new filmkritik

Dienstag, 11.09.2007

Buergelmaschine erklärt die Kunst

* Exot

Sonntag, 09.09.2007

Letztlich ganz grundsätzlich und endlich eigentlich schon sehr einfache Fragen

SPIEGEL: Wann ist Ihnen der moderne Kapitalismus zuletzt im wirklichen Leben begegnet?

SPIEGEL: Wenn Sie sich für „Yella“ einen Werbeslogan ausdenken müssten, wie würde der lauten?

SPIEGEL: Ganz grundsätzlich, haben Sie Angst vor Liebesszenen?

SPIEGEL: Wann ist ein Film für Sie erfolgreich?

SPIEGEL: Liegt der kommerzielle Misserfolg Ihrer Filme nicht auch darin begründet, dass
Sie Ihren Figuren ein Zuhause verweigern?

SPIEGEL: In „Yella“ verabschiedet die Heldin ihren Vater vor einer Holzwand am
Müllcontainer.

SPIEGEL: Wie alle Ihre Filme ist auch „Yella“ letztlich sehr düster, das Ende ist ein
regelrechter Schlag in die Magengrube des Zuschauers. Einfach gefragt: Darf es keinen
glücklichen Petzold-Film geben?

SPIEGEL: Seit einiger Zeit ist das deutsche Kino wieder sehr erfolgreich – vergangenes
Jahr mit einem Marktanteil von 26 Prozent. Freut Sie das?

SPIEGEL: Ein Regisseur wie Tom Tykwer hat sich durch seine Zusammenarbeit mit Eichinger
für die Großproduktion „Das Parfum“ von der Kritik emanzipiert, er ist unangreifbar
geworden. Steht bei Ihnen diese Emanzipation noch aus?

SPIEGEL: Muss sich der Filmemacher Petzold vom Intellektuellen Petzold befreien, um
wirklich großes Kino zu machen?

SPIEGEL: Die Kritik wird ungeduldig: Wann kommt er endlich – der große Rums, der große
Petzold-Film? Haben Sie den Film, den Sie eigentlich machen wollen, denn schon gemacht?

11 Fragen von Lars-Olav Beier und Moritz von Uslar an Christian Petzold unter dem Titel „Man will sich nicht verlieben“, in: Der Spiegel 37/2007 („Die Nacht von Stammheim“) — „Weltklassefeuilleton“ (M. Matussek)

Donnerstag, 06.09.2007

Fernsehhinweis

„Die Suche nach Glauben und Spiritualität im alltäglichen Leben der Deutschen“ führt Matthias Matussek, „der noch sonntags in die Kirche geht“ (Hörzu), zu Martin Walser. Im SWR um 23:30

„Unter dem Vorwand, seinen Sohn zu suchen,“ macht sich Oberst a. D. Monk (Klaus Lemke) „auf der Baleareninsel an junge Frauen ran“ (Spiegel). Im WDR um 23:15

Wir empfehlen UNDERCOVER IBIZA, „ohne Fördergelder gedreht“ (Hörzu).

Kinohinweis

* Zehn Jahre Filmsamstag. Samstag, 8.9.2007 (und Sonntag, 9.9.2007). Im Babylon-Berlin Mitte.

Sonntag, 02.09.2007

Langtexhinweis

Nuno Sena, der Leiter des Filmfestivals “IndieLisboa”, bittet uns um Abruck eines Briefes, den er am 30. August als Antwort auf diesen Brief an Helmut Färber schickte. Der Brief ist hier zu lesen.

Brief von Nuno Sena an Helmut Färber

Letter_to_Helmut_Faerber_1
Letter_to_Helmut_Faerber_2

[Seiten zum Vergrößern anklicken]

Donnerstag, 30.08.2007

Documenta-Filmprogramm auf DVD

* dvdbiblog

Mittwoch, 29.08.2007

Lektion in Liebe

KNOCKED UP, der neue Film von Judd Apatow, ist komplett aufrichtiges Kino, sinnlich, komisch und unangestrengt brutal. Man sollte erst die gute deutsche Synchronfassung, dann das Original ansehen, um in den Worten und im Spiel der Darsteller die zarte Sorgfalt zu bewundern, mit der aus Menschenliebe und Humor ein Werk der Kunst wird. An den großen Ingmar Bergman erinnert – nicht nur das vitale Interesse an Gynäkologie, – auch die panische Aufmerksamkeit, die zwei selbstmitleidige Männer nach einem Besuch des Cirque de Soleil in Las Vegas den fünf verschiedenen Arten von Sitzmöbeln in ihrer Hotelsuite widmen. „Dass Stühle existieren, auch wenn man nicht auf ihnen sitzt“, wundert sich Seth Rogan. Wie schwer es ist geliebt zu werden – ständig, klagt daraufhin Paul Rudd. Genauso ehrlich ernst aber nimmt der Film die Sehnsucht der Frauen (Katherine Heigl und Leslie Mann), an allen Wartenden vorbei in die Disko eingelassen zu werden.

Sonntag, 26.08.2007

TV-Hinweis

Am 30. August wird der letzte von Helmut Merker redaktionell betreute „Filmtip“ ausgestrahlt. Die erste Sendung hatte Truffauts „Der Mann der die Frauen liebte“ zum Gegenstand. Sie stammte von Merker selbst und war am 4. Januar 1978 zu sehen. Der letzte „Filmtip“, circa 350 Sendungen später, ist von Cristina Nord, über Christian Petzolds Film „Yella“. Titel: „Der Tod kennt keine Wiederkehr? Nina Hoss im schwebenden Zwischenreich“, Ausstrahlung nach dem Spielfilm „Yes“ von Sally Potter, gegen 00:50.

Zwei Links zum Filmtip und der WDR-Filmredaktion:

Ekkehard Knörer: Dem Nachdenken eine Spielwiese (taz, 16.7.2007)

Sebastian Handke: Zeigen ist Gold (Tagesspiegel, 11.8.2007)

8/100

Die Geschichte vom späteren Regisseur, der neben lesenswerten Artikeln auch zahlreiche filmographische Einträge für eine renommierte Filmzeitschrift verfasste, bei denen er es sich zur Gewohnheit gemacht hatte, vereinzelt Namen von Leuten aus seiner Verwandtschaft in die Stabslisten einzuschleusen, damit man, wie er es ausdrückte, „spätere Abschreiber leichter stellen könne“.


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