Einträge von Volker Pantenburg

Freitag, 27.09.2019

Utopie

„Hoffentlich fällt die Macht eines Tages allen Menschen auf den Wecker.“

Das wär’s doch. Eine von Vlado Kristls Weisheiten.

[Vlado Kristl: Sekundenfilme, hg. von Wolf Wondratschek, Frankfurt/Main: Suhrkamp 1971, S. 29; auch in Filmkritik 10/69, S. 607]

Mittwoch, 04.09.2019

Bodies in Motion

Andy Holden: Laws of Cartoon Motion Cinema (Poster/Print Ed 100), Auszug (link)

Vgl. auch hier: To a Friends house…

Freitag, 30.08.2019

Jean Seberg, † 30./31. August 1979

Notiz Jean Seberg

Neulich / Auf der Straße / habe ich plötzlich / große Angst bekommen / UM MEINE AUGEN / NICHTS ZU TUN / Mit den Grauen, die ich durchlebe / Lediglich der Schrecken / um diesen intimen Teil / EINGESCHLOSSEN UND ÜBERWÄLTIGEND / JENER TRAURIGKEIT UND DREAM / MEINE AUGEN

[Notiz von Jean Seberg, abgedruckt in: Thomas Lescure / Philippe Garrel: Une caméra à la place du coeur, Aix en Provence: Admiranda/Institut de l’Image 1992, S. 107.]

[siehe auch hier]

Donnerstag, 30.05.2019

Werner Dütsch

Heute wäre Werner Dütsch 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass ein persönliches Fundstück, mit herzlichem Dank an Hannah Hoffmann und Martina Müller.

Samstag, 25.05.2019

Gideon Bachmann hören (und sehen)

* Trial and Error, Regie: Marie Falke

Am 30. Mai um 15.00 Uhr beim Dokumentarfilmfestival Karlsruhe. Gideon Bachmann (1927–2016) in seinen letzten Jahren und Monaten. Falke lernt ihn kennen, macht einen Film über ihn und sein Leben. Seit den 1950er Jahren hat Bachmann über das Kino geschrieben und vor allem lange Radiogespräche geführt. Im Alter – in Falkes Film – will er davon wenig oder nichts mehr wissen. Die Filmwelt, deren Chronist er war, ist weit weg. Zum Glück akzeptiert er, wenn auch widerwillig, Falke und ihre Kamera, die ihm ziemlich nah kommen.

„Er trug mir die Inventur seiner Wohnung auf und ich bat um die Erlaubnis, einen Film über ihn drehen zu dürfen. Mein ursprünglicher Gedanke, seine Biografie in Bildern zu erzählen, stellte sich aber von Besuch zu Besuch als immer schwieriger heraus.
Gideon war müde und bitter geworden, sein innerer Kampf hatte schon lange bevor wir uns begegneten waren begonnen. Und so wurde der Film zu einem Dokument der Begegnung eines alternden Kosmopoliten, der mit dem Tode ringt, und einer jungen Filmstudentin, die nach Geschichten sucht.“ (Marie Falke)

* Lettere aperte, Ausgabe 5/2018. Die ganze Ausgabe ist Bachmann gewidmet, in einige Beiträgen sind ausführliche Gespräche Bachmanns eingebettet. Ein immenses Audio-Archiv mit z.B. Jean Renoir, Carl Theodor Dreyer, Maya Deren, Lilian Gish …

Mittelfristig wird Bachmanns Nachlass vom ZKM Karlsruhe (Audio) und dem Filmarchiv des Kulturvereins Cinemazero in Pordenone (Filme) erschlossen und zugänglich gemacht.

Man sollte versuchen, sich einen Kopfhörer und paar Wochen Urlaub zu nehmen. Guter Einstieg:

Víctor Fancelli Capdevila, Christian Haardt: Eine akustografische Geschichte des Kinos. Gideon Bachmann als Stimmensammler von Filmemachern

Freitag, 01.03.2019

Paratexte der FILMKRITIK (12): Straub/Huillet


[Filmkritik Nr. 288, Dezember 1980, S. 562–563 – die letzten Seiten des zweiten Hefts zu DALLA NUBE ALLA RESISTENZA]

***

Zugleich Anlass, auf die umfassende Retrospektive der Filme von Huillet und Straub hinzuweisen, die durch den Einsatz und Enthusiasmus von Ricardo Matos Cabo heute an verschiedenen Orten in London beginnt:

* ICA London
* Goethe Institut London
* BFI Southbank

Weitere Spielorte: King’s College London, Ciné Lumière, Close-Up, Whitechapel Gallery.

***

Zum Auftakt: 1. März, 18:30 Uhr im ICA:

The Knife Sharpener (L’arrotino), Dirs. Danièle Huillet and Jean-Marie Straub, Germany 2001, 7 min., Italian with English subtitles

From Today Until Tomorrow (Von Heute auf Morgen), Dirs. Danièle Huillet and Jean-Marie Straub, Germany, 1997, 62 min., German with English subtitles

Samstag, 12.01.2019

Paratexte der FILMKRITIK (11): KINO 81

KINO 81: Sendung vom 14. Mai 1981 (Themenübersicht)

Neben dem „projizierten“ Heft (*) gibt es auch ein „gesendetes“ Heft: Die Maisendung des WDR-Magazins „KINO 81“ mit Beiträgen von Wolf-Bühler (Irving Lerner), Harun Farocki (Gespräch mit Heiner Müller), Hartmut Bitomsky (James Agee), Manfred Blank (Eric Rohmer), Helmut Färber (Mizoguchi) und Hanns Zischler (Roland Barthes).

„Ein weiterer Vorschlag zur Geldbeschaffung: die FK macht einen Fernsehfilm „Kino 81″ mit vielleicht 6 Beiträgen über Kinoereignisse des kommenden Jahres. MB [Manfred Blank] könnte das machen und Dütsch vorschlagen.“ (Protokoll VV 9./10. August 1980).
Bei der schließlich produzierten Sendung wird Helmut Merker als Redakteur genannt.

Kino 81, Sendung vom 14. Mai 1981, Realisation: Manfred Blank, Redaktion Helmut Merker, eine Harun Farocki Filmproduktion für die FILMKRITIK, 43 min. (*)

Donnerstag, 10.01.2019

Paratexte der FILMKRITIK (10): Register 1975

Ständige Redaktion, 5. September 1974, 17, 19.00 bis 23.00

„eine sehr hitzige Sitzung, bei der […]“

Letzter Punkt des Protokolls:

„F. J. Knape macht den Vorschlag, – ähnlich wie es die Cahiers haben – ein Gesamtregister der bisherigen 18 Jahrgänge der FK zu machen. Er soll einen Kostenvoranschlag machen.“

Ständige Redaktion, 10. September 1974:

„Gesamtregister:
soll für Subskribenten ca. 12.-DM kosten. Knape soll ein Ausführungsbeispiel vorlegen, dann sollen alle entscheiden. Mittels Selbstanzeige werden Subskribenten geworben.“

Filmkritik. Register der Jahrgänge 1957–1975
erstellt von Franz Josef Knape, München: Filmkritiker Kooperative 1975.

seit 2018 hier als durchsuchbares PDF verfügbar.

Sonntag, 16.12.2018

Zwei Texte von Susanne Röckel

Susanne Röckel, deren Roman DER VOGELGOTT nicht nur mich in diesem Frühjahr sehr verblüfft hat, schrieb zwischen 1980 und 1984 bei der FILMKRITIK. Für die aktuelle Ausgabe der CARGO hat Bert Rebhandl ein Gespräch mit ihr geführt.

Wir veröffentlichen begleitend zum CARGO-Gespräch zwei FILMKRITIK-Texte erneut:

* Was ist zu sehen? (aus FK 299/300, November/Dezember 1981)
* Eric Rohmer: La Femme de l’aviateur (aus FK 308, August 1982)

Weitere FILMKRITIK-Texte Röckels sind leicht zu recherchieren in den durchsuchbaren Inhaltsverzeichnissen der FK-Jahrgänge 1975 bis 1984.

Mit herzlichem Dank an Susanne Röckel.

Freitag, 07.12.2018

Werner Dütsch, 1939 – 2018

Aus einem Text Werner Dütschs über die WDR Filmredaktion, bei der er von 1970 bis 2004 arbeitete:

„Redaktionsalltag. Lange Arbeitstage, Reisen zu Autoren und Produzenten. Für keine private Company hätten wir so viele Stunden arbeiten wollen. Zu Tagen unterwegs und in Köln gehörten ausdauernde Gespräche mit Kollegen und Autoren. Redend wurde aktuelle Arbeit ausdauernd umkreist. Das konnte in produktive Disziplinlosigkeit ausarten, mit ersten Ideen für neue Projekte. Geistige Getränke gehörten dazu, Pausen gab es für Runden am Flipper; ein Autor hatte einen zu Hause.“

Ein Brief an Harun Farocki von 1970 und ein paar Worte zu Werner Dütschs plötzlichem Tod in der Nacht vom 4. auf den 5. Dezember 2018 sind nebenan beim Harun Farocki Institut zu lesen.

Hier eine schöne Sendung über Fritz Lang aus seiner Feder, im Dialog gesprochen von Martina Müller und ihm.


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