Langtexthinweis
* Olaf Möller war in Trst auf dem Filmfestival I mille occhi (22.-29.9.07) und berichtet davon auf der Langtextseite – Von schöner Unordnung.
* Olaf Möller war in Trst auf dem Filmfestival I mille occhi (22.-29.9.07) und berichtet davon auf der Langtextseite – Von schöner Unordnung.
Von Montag, 22.10., bis Donnerstag, 25.10., werden in der DFFB im Rahmen eines Seminars von Jörg Becker Filme von Peter Nestler gezeigt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Programm und Anmeldung bei Frau Gräwe: graewe@dffb.de
Am 27.10. ist Nestlers neuer Film, VERTEIDIGUNG DER ZEIT, im Arsenal zu sehen. Anschließend gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur, geführt von Jörg Becker und Carlos Bustamante.
* Volker Pantenburg: Moullet !
[Edit 16.10.: Wir wollten diesen zweiten Text – Moullet über Moullet – ebenfalls schon an Luc Moullets 70. Geburtstag auf die Seite stellen, warteten aber zunächst die Genehmigung der Viennale ab, in deren Katalog der Text 1998 zum ersten Mal auf Deutsch publiziert wurde. Besten Dank nach Wien für die Erlaubnis zum Wiederabdruck; VP.]
Vor 20 Jahren in Coney Island hatte ich den Atlantik schon mal gesehen, aber jetzt endlich sah ich ihn aus der richtigen Richtung, auch wenn man natürlich von San Sebastian eher nach Norden übers Meer schaut. Zumindest am letzten Tag der Reise, beim Besuch des alten Vergnügungsparks hoch oben auf dem Monte Igueldo, blickten wir entlang der spanischen Küste in den Sonnenuntergang, also gen Westen. Die große Retrospektive des Festivals war Henry King (1886 -1982) gewidmet, auf dessen Werk mich Peter Nau und Olaf Möller auf unterschiedliche Art sehr neugierig gemacht hatten. Aber auf das, was kam, war ich nicht vorbereitet. Ich sah 17 Filme von King, nichts anderes aus dem Festivalprogramm. Im Nachhinein ärgert mich lediglich, daß mir die übrigen 30 Filme der Retro entgangen sind. Die Vorstellung, den neuen Kontinent nur kurz besucht zu haben. Ganz Nüchtern ist zu berichten, dass es in Hollywood einen gab, der jahrzehntelang mit der Ruhe eines Ozu und der Weisheit eines John Ford vom Kampf des Lebendigen gegen das Leben erzählte. Nicht weil es gerade Mode ist, „Ford und Ozu“ zu sagen, sondern weil es hier wirklich mal passt – dennoch ist mir nicht wohl beim Vergleichen. Richtig wäre: ausführlich nachzuerzählen: STELLA DALLAS; DEEP WATERS; TWELVE O’CLOCK HIGH; THE GUNFIGHTER; I’D CLIMB THE HIGHEST MOUNTAIN; WAIT ‘TILL THE SUN SHINES, NELLIE; THE SUN ALSO RISES; BELOVED INFIDEL. Was ich sah, will ich wiedersehen. Jetzt zu interpretieren, käme mir vor, als hätte ich die Kaffeebohne, den Tabak und die Kartoffel aus der Ferne mitgebracht, und stünde vor lauter Aufregung im Begriff, mir aus allem zusammen ein Süppchen zu kochen.
Empfehlung
SUPERBAD (USA, 2007) Regie: Greg Mottola, Buch: Seth Rogen und Evan Goldberg. Mit Jonah Hill (Seth) und Michael Cera (Evan), “contemporary kids, sophisticated and sensitive to nuance“ (Carina Chocano). “This is the CITIZEN KANE of dick-joke movies.” (Nathan Rabin)
und am 17.10. Brotfabrik, Berlin 20:30
HÄXAN (Dänemark, 1922) Buch und Regie: Benjamin Christensen (in der englischen Tonfassung von 1968, Sprecher: William S. Burroughs); präsentiert von Jack Stevenson (Autor von „Witchcraft Through the Ages: The Story of Häxan, the World’s Strangest Film, and the Man Who Made It“)

Teil des Halloween-Specials, auf das mich amazon.co.uk per Mail aufmerksam macht. Interessante Zusammenstellung…
Heute, am 8. Oktober, erscheint die erste Straub/Huillet-DVD im deutschsprachigen Raum: KLASSENVERHÄLTNISSE – eine Gemeinschaftsproduktion des Österreichischen Filmmuseums Wien mit dem Filmmuseum München und dem Goethe-Institut. Auf der Langtextseite gibt es dazu Faksimiles einiger Seiten von zwei Drehbuchfassungen sowie das Transkript der Berlinale-Pressekonferenz vom 21. Februar 1984. (Ebenfalls im Oktober erscheint in Frankreich der erste von vier geplanten coffrets einer DVD-Gesamtausgabe.)
Am 9. Oktober des vergangenen Jahres ist Danièle Huillet gestorben. Wir haben die Sammlung „Erinnerungen, Begegnungen“ überarbeitet und um Einiges vermehrt. (Klaus Volkmer)
* 4. bis 10. Oktober 2007 in München: underdox. internationales filmfestival für dokument und experiment
Zwischenergebnis des filmhistorischen Forschungsprojekts zum Genre des französischen Schleppkahnfilms:
– Erster, seitdem nicht mehr erreichter Kulminationspunkt des Schleppkahnfilms in den Zwanziger Jahren.
– Auffällige Häufung von Schleppkahnfilmen bei Regisseuren mit Vornamen „Jean“ (Achtung: Könnte mit der Häufigkeit des französischen Vornamens „Jean“ insgesamt zusammen hängen > überprüfen!): Epstein (LA BELLE NIVERNAISE, 1923), Renoir (LA FILLE DE L’EAU, 1925), Grémillon (MALDONE, 1928), Vigo (L’ATALANTE, 1934).
Zwei Schleppkahnklassiker in der Cinémathèque Française-Reihe, die heute im Arsenal-Kino beginnt. In LA BELLE NIVERNAISE außerdem der (neben dem in Nakagawas LYNCH) rührendste Zeitsprung der Filmgeschichte. Auch sonst viel Sehenswertes.
Begleitend drucken wir Jean Grémillons Text Bemerkungen zur Funktion und Existenz einer Kinemathek [1947/48] nochmal ab.
* Stefan Ripplinger: Away, Away, Away. John Fords Filme mit Will Rogers