Einträge von Michael Baute

Montag, 04.02.2013

Radiohinweis

Der Verbrecher produziert einen Eindruck, teils moralisch, teils tragisch, je nachdem, und leistet so der Bewegung der moralischen und ästhetischen Gefühle des Publikums einen »Dienst«. Er produziert nicht nur Kompendien über das Kriminalrecht, nicht nur Strafgesetzbücher und damit Strafgesetzgeber, sondern auch Kunst, schöne Literatur, Romane und sogar Tragödien, wie nicht nur Müllners »Schuld« und Schillers »Räuber«, sondern selbst »Ödipus« und »Richard der Dritte« beweisen. Der Verbrecher unterbricht die Monotonie und Alltagssicherheit des bürgerlichen Lebens. Er bewahrt es damit vor Stagnation und ruft jene unruhige Spannung und Beweglichkeit hervor, ohne die selbst der Stachel der Konkurrenz abstumpfen würde. Er gibt so den produktiven Kräften einen Sporn.
Karl Marx: Abschweifung über produktive Arbeit

Deutschlandfunk 5. Februar 2013 19.15 Uhr

Kindermord und Ordnungswahn
Fritz Langs erster Tonfilm > M < Feature von Werner Dütsch

Freitag, 04.01.2013

»Alles, die ganze Welt, sagt Scorsese, sei für ihn irgendwann zwischen 1961 und 1963 stehen geblieben, mit Anfang 20 oder schon früher. Ein Leben mit 19. Man könnte auch sagen: Mit Ende Zehn, aber leider kommt diese Formulierung im Sprachgebrauch nicht vor.«
Rainer Knepperges, Martin Scorsese, Über die Inspirationsquellen des Regisseurs, in: Film-Dienst 1/2013
Retrospektive Martin Scorsese im Arsenal, Berlin

Mittwoch, 07.11.2012

Jetzt fast ein Jahr auf den Tag genau elf Jahre „new filmkritik“ – What would you have done differently?

Donnerstag, 30.08.2012

Kinohinweise (Berlin)

# Vom 1. bis 19. September im Zeughauskino: Werkschau Dominik Graf, mit ausgewählten Fernseharbeiten und fast allen Kinofilmen (der Trio-Film fehlt leider, aber der ist echt nicht richtig gut). Deine besten Jahre (1999) und Kalter Frühling (2004) auf Leinwand! Schön auch, dass die Tonanlage im Zeughaus so prima ist, denn der Sound dieser Filme ist besonders.

# Den ganzen September im Arsenal: Alain Resnais, Gesamtwerk.

Dienstag, 28.08.2012

Langtexthinweis

* Mai, Juni, Juli und Anfang August

Freitag, 24.08.2012

# Eine Werkausgabe mit Filmen von Peter Nestler erscheint, fünf DVDs, bei absolut medien.

# Die Finanzen des Großherzogs, ein Radikant-Film (Max Linz), bei vimeo anzuschauen; bzw. – edit 24.8., 13.29 Uhr – jetzt wohl doch nicht mehr…

Samstag, 16.06.2012

Kinohinweis (Berlin)

Gestern, heute, morgen und Montag ist Chapeau Claque zu sehen im Regenbogenkino in Kreuzberg. Von dem Film habe ich Gutes gehört, unter anderem von R (im Regenbogenkino läuft auch eine Dokumentation über Ulrich Schamoni, auch von der habe ich Gutes gehört, ich weiß aber nicht mehr von wem). Heute am Morgen rufe ich R an in K, kannst Du mir ein zwei Sätze sagen über den Film, zum Aufschreiben und Hinweisen für die new filmkritik? Doch so läuft das nicht mit R. Der Film ist toll, keine Frage, aber ich kann doch nicht mirnichts-dirnichts Sätze sagen am Telefon, ich bin doch kein Korrespondent. Stattdessen dies und das, über Bologna, John M. Stahl, Cecil B. DeMille, wie öde „The Sitter” ist mit Seth Rogen mit Jonah Hill von David Gordon Green, sowas. Wir sind schon am Auflegen, letzte Floskeln, heute Abend geht’s nach Düsseldorf, da erinnert R noch, dass Karl Dall in „Chapeau Claque” ist, erinnert, wie Dall den Schamoni in dem Film beim Zinnsoldatenaufstellen zuschaut und ihm daraufhin rät, in die FDP einzutreten.

Freitag, 15.06.2012

Mir gefallen die Video-Essays von Christian Keathley
Pass the Salt (2006)
50 Years On (2010/11)
Does Your Dog Bite? (2012)

Mittwoch, 06.06.2012

Aber das Wort Hund bellt ja nicht

Hier ist ein interessanter Text von Stefan Pethke zu Bernd Schochs Film Aber das Wort Hund bellt ja nicht. Dieser wird heute um 20.00 Uhr im Arsenal gezeigt.

Sonntag, 20.05.2012

Kinohinweis (Berlin)

Bärbel Freund stellt Filme von Karl Heil, Reinhard Kahn und Michel Leiner vor. – Karl Heils „Mmh“ (1981) versetzt uns unter anderem in die Gegend um den Bahnhof Zoo zur damaligen Westberliner Zeit, wo der Boden von den Kolonnen der Busse und Autos, von den Fern- und S-Bahnen im grellen Sonnenlicht zittert, so daß die Existenz eines jungen Mannes, den die Kamera beobachtet, in diesem urbanen Raum fühlbar wird. – Mit den beiden Frankfurtern Reinhard Kahn und Michel Leiner hat Karl Heil die abenteuerliche, aufsässige, träumerisch-verspielte Weise gemeinsam, in der er das Medium Film für sich entdeckte. – „Platzwunder“ (1983/84) von Kahn/Leiner verdankt seinen Titel dem Ort, an dem gedreht wurde: Hamburg-Wilhelmsburg, in dessen nächtlichem Industriehafen der Film beginnt, wobei der Soundtrack das Bild trägt, ihm die Schwere des Dokumentarischen nimmt und aus der abgebildeten Welt in die künstliche des Films spielerisch hinüberführt. – Hamburg und Umgebung bezaubern uns auch in „Rücke vor auf: Frühlingsmorgen“ (1988/89), sowie „Etwas aus Glas“ (1989/95), beide von Reinhard Kahn. Aus tiefer Dämmerung strahlt von den Personen ein feines seelisches Fluidum aus: eine Unruhe von Sehnsucht, Ausbruch und seliger Nutzlosigkeit. (PN)
Bücher: Peter Nau, Die Filme von Reinhard Kahn und Michel Leiner, Stroemfeld Verlag/Roter Stern 2010. – Zu dem Film von Karl Heil: Peter Nau, Irgendwo in Berlin (Herbst 2012).

19 Uhr
Karl Heil: Mmh, 1981, Super 8 auf Beta SP, 30 min
Reinhard Kahn, Michel Leiner: Platzwunder, 1983/84, 35mm, 95 min
Vorgestellt von Bärbel Freund; zu Gast: Karl Heil

21.30 Uhr
Reinhard Kahn: Etwas aus Glas, 1989/95, 35mm, 15 min
Reinhard Kahn: Rücke vor auf: Frühlingsmorgen, 1988/89, 35mm, 79 min
Vorgestellt von Bärbel Freund

Montag, 21. Mai 2012, Filmmakers’ Choice
Arsenal-Kino, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin


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